„Tatort“ (ARD): Ermittler Tukur in Doppelrolle – doch als ER plötzlich auftaucht, ist die Verwirrung komplett

Der Fall von „Tatort“-Ermittler Felix Murot (gespielt von Ulrich Tukuer) erhitzt die Gemüter der ARD-Zuschauer.
Der Fall von „Tatort“-Ermittler Felix Murot (gespielt von Ulrich Tukuer) erhitzt die Gemüter der ARD-Zuschauer.
Foto: HR / Bettina Müller

Für eingefleischte „Tatort“-Fans dürfte der Sonntagabend in der ARD stets ein Highlight der Woche ausmachen.

Doch als bekannt wird, welcher „Tatort“-Kommissar sich an diesem Sonntag die Ehre gibt, gibt es enttäuschende bis wütende Reaktionen über den neuen „Tatort“-Fall aus Wiesbaden.

„Tatort“ (ARD): Kommissar Murot spielt doppeltes Lottchen

Der „Tatort“ aus Wiesbaden ist gemeinhin für seine skurrilen Fälle bekannt. Aber was Kommisar Felix Murot (gespielt von Ulrich Tukur) in der neuen Episode „Die Ferien des Monsieur Murot“ erlebt, geht manchen Zuschauern dann doch zu weit.

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Das ist der „Tatort“:

  • Tatort ist eine Kriminalfilm-Reihe
  • ausgestrahlt wurde sie erstmals 1970 im westdeutschen Fernsehen
  • Bislang erschienen über 1100 Tatort-Filme
  • In den ersten Jahren erschien durchschnittlich ein neuer Film pro Monat
  • Ab den frühen 1990er Jahren erhöhte sich die Häufigkeit der Erstsendungen und liegt mittlerweile bei etwa 35 pro Jahr
  • Das beliebteste „Tatort“-Ermittlerteam kommt aus Münster

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So will Ermittler und Einzelgänger Murot eigentlich gerade seinen Urlaub genießen – dumm nur, dass genau an seinem gewählten Urlaubsort ein mysteriöser Mord geschieht. Und das ausgerechnet an einem Gebrauchtwagenhändler, der Felix Murot zum Verwechseln ähnlich sieht.

Statt seine Ferien zu genießen, kommt dem Kommissar ein kurioser Einfall – der wiederum den TV-Zuschauern gar nicht gefällt.

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„Tatort“: „Wieder einmal Müll, der den Titel 'Tatort' nicht verdient hat“

Denn Murot beschließt, die Identität seines Doppelgängers anzunehmen, um den Fall zu lösen. So wird „Die Ferien des Monsieur Murot“ zu einer Art doppeltem Lottchen mit Krimi-Hintergrund.

Genau das stößt vielen ARD-Zuschauern sauer auf, sie kommentieren auf Facebook:

  • „Ich sperre mich noch ein wenig. Diese experimentellen, schräge um die Ecke denkenden, mit einem unbefriedigendem Ende Tatorte sind so gar nicht meins“
  • „Um Gottes Willen, wieder einmal Müll, der den Titel 'Tatort' nicht verdient hat. Traurig, was aus der alten Tatort-Tradition geworden ist. Ich kann nicht verstehen, warum sich Ulrich Tukur diese Murot-Rolle seit Jahren antut.“
  • „Erst letzte Woche so ein Schwachsinn und jetzt wieder so ein Mist. Man kann eine ehemals gute Reihe auch kaputt machen.“
  • „Oh Gott, schon wieder ein Experiment. Nun denn, dann schaue ich mal – oder auch nicht – und warte auf den nächsten 'richtigen' Tatort.“

Insgesamt scheint der „Tatort“ aus Wiesbaden aber entweder gehasst oder geliebt zu werden – so gibt es auch einige Kommentare, die sich gerade auf die etwas andere Folge mit Kommissar freuen.

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Ein Zuschauer bringt den Zwiespalt auf den Punkt: „Bin mir sicher, dass ich den Murot feiern werde und meine Frau den heutigen Tatort grausig finden wird“, kommentiert er.

Zuschauer gibt heißen Tipp

Als es schließlich losgeht, fühlen sich einige Zuschauer bestätigt. „Schon wieder Übersinnliches. Was ist denn da bei den Drehbuchautoren los?“, meckert einer bei Twitter.

Doch es gibt weiterhin auch positive Stimmen: „Humoriger und stimmungsvoller Film, Tukur geht in seiner Doppelrolle sichtlich auf. Jedenfalls der nächste sehenswerte experimentelle Tatort!“

Wem der Durchblick fehlt, dem gibt ein Twitter-User einen heißen Tipp: „Jetzt fängt es wieder an. Murot, wenn er zu verwirrend ist, bist du zu nüchtern“

Mit IHM ist die Verwirrung komplett

Doch die Drehbuch-Autoren gehen noch einen Schritt weiter. Nicht nur spielt Ulrich Tukur eine Doppelrolle. Es taucht auch noch ein weiterer Tatort-Ermittler auf, als Freund es des Opfers Murot.

„Mich verwirrt immer hochgradig, wenn Personal aus einem Tatort in einem anderen auftaucht, aber jemand ganz anders ist“,

Und der Tatort-Schauspieler hat auch noch einen ganz besonderen Namen: „"Kurt Stich" aus Weimar alias Thorsten Merten spielt den Kumpel des Doppelgängers und heißt auch noch Lessing. Well played, Tatort, well played.“

Lessing? Da war doch was! Na klar. Das ist der Ermittler-Name von Christian Ulmen im gemeinsamen Weimar-Tatort mit Nora Tschirner.

Kein Wunder, wenn den Zuschauern da langsam der Überblick abhanden kommt. Eine Twitter-Userin wünscht sich: „Kann Tukur nicht im nächsten Tatort einfach gleich alle Rollen spielen? Das wäre übersichtlicher.“ (kv/ak)