Corona: Lockerung an Weihnachten und Silvester? Umfrage enthüllt, was Deutsche wirklich wollen

Nicht nur Corona: das waren die größten Epidemien der Menschheit
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Verpufft der Lockdown light in Deutschland? Reichen die bisherigen Corona-Maßnahmen nicht aus, um die Zahl der Neuinfektionen nach unten zu drücken? Auch am Freitag will die Zahl der Neuinfektionen einfach nicht sinken.

Nun beginnt die Diskussion über einen harten Coronavirus-Lockdown nach Weihnachten!

+++ Dieser News-Ticker zum Coronavirus ist beendet. Alle neuen Informationen findest Du in DIESEM News-Blog +++

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Coronavirus in Deutschland: Aktuelle Zahlen zum Infektionsgeschehen (Stand 04. Dezember 2020)

  • Neue Corona-Infektionen: 23.449
  • Neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19: 432 (Insgesamt: 18.034)
  • Sieben-Tage-R: 0,94 (Vortag: 0,89)
  • Covid-19-Fälle auf Intensivstationen: 3.982

(Quellen: Corona-Dashboard des RKI, DIVI-Intensivregister)

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News-Ticker: Coronavirus in Deutschland aktuell

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Freitag, 4. Dezember:

14.31 Uhr: Österreich setzt auf Massentests - doch die Bundesregierung weigert sich bislang

Während Österreich zur Eindämmung der Corona-Pandemie jetzt auch auf Massentests setzt, geht Deutschland einen anderen Weg. Bund und Länder stützten sich bei ihrer Test-Strategie auf eine „sehr ausdifferenzierte Empfehlung des Robert Koch-Instituts, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Freitag in Berlin.

Diese sehe vor, dass man gezielt teste und nicht in der Fläche. Virologen und andere Experten hätten der Bundesregierung versichert, dass Massentests wenig Aussagekraft hätten. Es sei besser, „immer dort hinzugehen, wo Infektionsfälle auftreten“.

Unterstützung erhielt die Bundesregierung für ihren Kurs von der Deutschen Stiftung Patientenschutz. „Massentests sind Strohfeuer“, sagte der Vorstand der Stiftung, Eugen Brysch. Für den Infektionsschutz der Bevölkerung seien sie unbrauchbar, gleichzeitig werde für diesen politischen Aktionismus „viel Geld verbrannt“.

12.17 Uhr: Ehepaar will mit Taxi zum Flughafen fahren - dann wird es richtig teuer „Wo ist da die Logik?“

Die Auswüchse der Corona-Maßnahmen hat am Freitag ein griechisches Ehepaar zu spüren bekommen, das mit dem Taxi zum Flughafen fahren wollte. Bei einer der zahlreichen Straßenkontrollen im Rahmen des griechischen Lockdowns wurden die Athener Eheleute mit je 300 Euro Strafe belegt, weil pro Taxi nur ein Kunde erlaubt ist. Auch dem Taxifahrer wurden 300 Euro aufgebrummt. Dem Sender Antenna gegenüber zeigte sich der Ehemann fassungslos: „Wo ist da die Logik? Das ist doch meine Frau, mit der ich rund um die Uhr zusammen bin! Sollen wir zwei verschiedene Taxis nehmen?“

Ja, lautet die Antwort. Während des griechischen Lockdowns gibt es für Taxi-Fahrten mit mehreren Personen nur zwei Ausnahmen: Wenn ein Elternteil mit minderjährigen Kindern unterwegs ist oder wenn jemand ins Krankenhaus muss und der Arzt dafür eine Begleitperson verordnet.

09.29 Uhr: Umfrage-Hammer: Das denken Deutsche wirklich über die Lockerungen an Weihnachten und Silvester

Die von vielen Bundesländern für das Jahresende geplanten Lockerungen bei den Kontaktbeschränkungen stoßen auf unterschiedlich große Zustimmung. 53 Prozent der Teilnehmer im neuen „Deutschlandtrend“ sagten, sie fänden Lockerungen zu Weihnachten eher richtig, wie der WDR am Donnerstag mitteilte. 44 Prozent bezeichneten dies demnach als eher falsch. Lockerungen zu Silvester fanden hingegen nur bei 30 Prozent der Befragten Zustimmung, 68 Prozent waren den Angaben zufolge eher dagegen.

Die Erhebung war vor dem jüngsten Bund-Länder-Beschluss zur Verlängerung des Teil-Lockdowns in den Januar hinein vorgenommen worden. Demnach hält eine Mehrheit der Bürger (53 Prozent) die derzeit geltenden Maßnahmen für angemessen. 27 Prozent finden, sie gehen zu weit, 18 Prozent sind hingegen der Ansicht, sie gehen nicht weit genug.

06.25 Uhr: Massentests ab Freitag in Österreich

In Österreich sollen Massentests die Ausbreitung des Coronavirus wirkungsvoll eindämmen. Am Freitag startet das Projekt in großem Stil in den Bundesländern Wien, Tirol und Vorarlberg. In Österreichs Hauptstadt können sich die Bürger an drei Standorten bis zum 13. Dezember testen lassen. Die Kapazität liegt in Wien bei bis zu 150 000 Tests pro Tag. Ziel der Regierung ist es, dass sich mehrere Millionen Menschen untersuchen lassen. Die Massentests gelten als wichtiger Baustein, gerade auch um symptomfreie Infizierte zu entdecken.

06.05 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen nimmt nicht ab

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 23.449 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Damit liegt der Wert knapp über den 22.806 Fällen der Vorwoche, wie aus den RKI-Zahlen vom Freitagmorgen hervorgeht. Mit 432 neuen Todesfällen binnen eines Tages wurde der dritthöchste Stand seit Beginn der Pandemie gemeldet. Der bisherige Höchstwert von 487 Todesfällen war am Mittwoch erreicht worden.

Donnerstag, 3. Dezember:

22.35 Uhr: Große Probleme bei Auslieferung des Impfstoffes von BioNTech und Pfizer

Die Hoffnung auf eine Wende in der Corona-Krise durch den Impfstoff von BioNTech und Pfizer bekommt einen ersten Dämpfer! Das „Wall Street Journal“ meldet, dass es Probleme in der Lieferkette gibt. Es geht demnach um eine unzureichende Qualität der Ausgangsstoffe.

Laut WSJ sollen daher die Auslieferungsziele der Unternehmen drastisch reduziert werden Ursprünglich sollten bis Ende 2020 100 Millionen Impfdosen auf den Markt kommen, nun werden es wohl nur noch 50 Millionen. Jede Person muss zweimal geimpft werden, damit der Impfsschutz gewährt ist.

18.15 Uhr: Erster Ministerpräsident droht mit hartem Lockdown – Expertin geht noch weiter

Mit Michael Kretschmer spricht der erste Ministerpräsident offen von einem harten Lockdown. „Wir kommen so nicht durch den Winter“, sagt er CDU-Politiker aus Sachsen. Alle müssten jetzt aufwachen. Dabei hatte die Politik erst am Mittwoch eine Verlängerung der Maßnahmen bis zum 10. Januar beschlossen.

Sollte es zu keiner Trendumkehr bis Weihnachten kommen, will er einen harten Lockdown beschließen, notfalls im Alleingang. Schulen und Kitas würden dann schließen und man müsse auch darüber sprechen, „ob die Geschäfte für eine gewisse Zeit lang geschlossen bleiben“, so Kretschmer. Derzeit hat Sachsen mit 267 den höchsten Inzidenzwert in ganz Deutschland.

Unterstützung bekommt der Ministerpräsident von der Göttinger Forscherin Viola Priesemann. Die Expertin geht jedoch noch weiter: Sie fordert einen harten Lockdown von drei Wochen bis Weihnachten. Nur so könne die Inzidenzwert in Deutschland wieder unter 50 gedrückt werden.

„Wir müssen an allen Schrauben ein Stück weiterdrehen“, sagte Priesemann im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst. Die bisherigen Maßnahmen im Lockdown light würden nicht ausreichen. „Diese Maßnahmen verpuffen. Das ist jetzt eine Frage von ganz oder gar nicht“, so Priesemann.

11.54 Uhr: RKI-Präsident Lothar Wieler erwartet viele weitere Tote in Deutschland

Angesichts vermehrter Corona-Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen erwartet das Robert-Koch-Institut (RKI) in viele weitere Corona-Tote in Deutschland. Die Präventionsmaßnahmen in den Heimen seien nicht ausreichend erfolgreich, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin. Er appellierte ein weiteres Mal an die Bevölkerung, die Zahl der Kontakte zu reduzieren und sich an die Regeln zum Abstand und zum Lüften zu halten.

10.15 Uhr: Skitourismus wird zum Streitthema in der Corona-Pandemie

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, lehnt eine Öffnung der Skilifte und Seilbahnen in den deutschen Wintersportgebieten wegen der Corona-Pandemie ab. „Ich halte es für fahrlässig und gefährlich, Lifte aufzumachen“, sagte Montgomery am Donnerstag im ZDF-„Morgenmagazin“. Für Langläufer und Tourengänger könnten die Pisten geöffnet werden. In der freien Natur gebe es keine Corona-Gefahr. Aber für Lifte und Gastronomie gelte dies nicht. „Ich plädiere dafür, dieses Jahr Skifahren ausfallen zu lassen.

Widerspruch kommt von Matthias Stauch Vorstandsvorsitzender des Verbands deutscher Seilbahnen (VDS) und Vorstand der Bayerischen Zugspitzbahn. Stauch verwies auf umfassende Sicherheits- und Hygienekonzepte. Bis Oktober hätten die Seilbahnen mehr als 450.000 Gäste befördert. Es gebe „bisher keinerlei Erkenntnisse, das Gäste sich infiziert haben bei uns“, sagte Stauch im „Morgenmagazin“.

06.38 Uhr: Neue Studie: Die Hälfte aller Corona-Intensiv-Patienten starben im Krankenhaus

Eine neue Studie über die erste Corona-Welle ist besorgniserregend. Wie die Welt berichtet, haben Intensivmediziner die Sterblichkeit der im Krankenhaus behandelten Covid-19-Fälle in Deutschland untersucht. Demnach starben rund die Hälfte aller Patienten auf den Intensivstationen. Bei Corona-Patienten, die stationär behandelt wurden, liegt die Sterbe-Rate bei 20 Prozent.

Diese Daten wurden am Mittwoch auf einer virtuellen Konferenz der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin vorgestellt. Dafür wurden die Daten von 10.000 Corona-Patienten in den Krankenhäusern der ersten Welle im Frühjahr ausgewertet. Der Großteil der Patienten musste invasiv beatmet werden. Dieser Anteil habe in der zweiten Welle abgenommen.

Auch auffällig sei, dass Frauen und Männer zwar ungefähr gleich häufig erkrankten, auf den Intensivstationen mussten aber deutlich mehr Männer als Frauen behandelt werden.

06.05 Uhr: RKI meldet 22.046 Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 22.046 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Damit liegt der Wert knapp unter den 22.268 Fällen der Vorwoche, wie aus den RKI-Zahlen vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Mit 479 neuen Todesfällen binnen eines Tages meldeten die Gesundheitsämter außerdem den zweithöchsten Stand seit Beginn der Pandemie. Der bisherige Höchstwert von 487 Todesfällen war am Mittwoch erreicht worden.

Mittwoch, 02. Dezember

20.23 Uhr: Teil-Lockdown wird verlängert!

Der Teil-Lockdown soll bis zum 10. Januar verlängert werden! Darauf haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch in Berlin geeignigt, wie Merkel mitteilte. Die Auflagen waren zunächst bis zum 20. Dezember befristet.

Am 4. Januar wollen die Politiker dann erneut zusammenkommen, um die aktuelle Lage erneut zu besprechen. Deutschland sei derzeit nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Corona-Pandemie noch „sehr weit entfernt“ von Zielwerten. Erreicht werden soll ein Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern. Man habe eine sehr hohe Zahl von Todesopfern zu beklagen, sagte Merkel am Mittwochabend in Berlin nach Beratungen mit den Regierungschefs der Bundesländer.

17.10 Uhr: HIER soll schon nächste Woche geimpft werden!

Schon ab der kommenden Woche soll es soweit sein: Der russische Präsident Wladimir Putin hat den Beginn umfassender Corona-Impfungen angeordnet. Das berichten verschiedene Medien. In einer Videokonferenz am Mittwoch wies er die Leiterin der Corona-Taskforce, Tatjana Golikowa, an, bis Ende nächster Woche „groß angelegte Impfungen“ mit dem russischen Impfstoff „Sputnik V“ zu ermöglichen.

„Sputnik V“ befindet sich derzeit noch in der letzten Phase der klinischen Tests mit rund 40.000 Freiwilligen. Weil seine Freigabe noch vor dem finalen Abschluss dieser Tests erfolgt war, hatten Forscher Bedenken geäußert.

Bislang sollen laut Putin rund zwei Millionen Impfdosen hergestellt worden sein. Lehrer und Beschäftigte im Gesundheitswesen sollen zuerst geimpft werden.

15.47 Uhr: Gastronomie und Hotels länger dicht?

Schlechte Nachrichten für Wirte und Hoteliers! Bund und Ländern planen laut Verhandlungskreisen, die Schließung von Hotels und Gastronomie bis zum 10. Januar zu verlängern. Mitte Dezember könnte es einen entsprechenden Entschluss geben. Das berichtet unteranderem ntv.

Der Teil-Lockdown war zunächst bis zum 20. Dezember beschlossen. Die Regierung befürchtet, dass die Lockerungen um Weihnachten und Silvester zu einem erneuten Anstieg der Zahlen führen könnte.

12:00 Uhr: Erste Haustiere in Deutschland haben Corona

Viele Tierbesitzer haben sich davor gefürchtet, jetzt ist es eingetroffen: Die ersten Haustiere haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Welche Tiere genau davon betroffen sind, erfährst du hier >>>

10:12 Uhr: Ministerpräsident droht mit härterem Lockdown

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat einen härteren Lockdown angekündigt - falls die Corona-Infektionszahlen bis Weihnachten nicht runtergehen. „Dann werden wir nach Weihnachten die Kindergärten nicht mehr öffnen können. Dann werden die Schulen länger geschlossen bleiben. Dann müssen wir darüber sprechen, ob die Geschäfte für eine gewisse Zeit lang geschlossen bleiben“, sagte der Regierungschef im sozialen Netzwerk Instagram. Dort beantwortete Kretschmer Nutzer-Fragen.

Er hoffe, dass die bisherigen Maßnahmen ausreichend seien. „Es hängt sehr davon ab, dass wir uns alle an die Maßnahmen halten, weil die Alternative wäre ein wirklich kompletter Lockdown und eine wirkliche Ausgangssperre. Das wollen wir auf jeden Fall verhindern“

08:13 Uhr: Biontech und Pfizer - Großbritannien lässt Corona-Impfstoff zu

Die britische Aufsichtsbehörde für Arzneimittel hat nach Angaben des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer eine Notfallzulassung für deren Corona-Impfstoff erteilt. Das teilten die beiden Unternehmen am Mittwoch mit. Damit bekommen die Briten früher grünes Licht für einen Corona-Impfstoff als die EU und die USA.

08:12 Uhr: Neuer Höchstwert an Todesfällen

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 487 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Das ist ein neuer Rekord seit Beginn der Pandemie, wie aus den RKI-Zahlen vom Mittwochmorgen hervorgeht. Der bisherige Höchstwert war am Freitag mit 426 Todesfällen erreicht worden. Insgesamt wurden binnen 24 Stunden 17 270 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das sind rund 1400 weniger als in der Vorwoche, in der am Mittwoch 18 633 neue Fälle hinzukamen.

08:03 Uhr: Gesundheitswesen im Visier von Clans

Ein führender italienischer Anti-Mafia-Ermittler warnt vor der sich verschärfenden Korruption im Gesundheitswesen durch die Corona-Krise. „Pandemien, wie auch zum Beispiel Naturkatastrophen und Finanzkrisen, waren immer eine willkommene Gelegenheit für Mafia-Gruppen, weil sie schwierige Zeiten in Chancen verwandeln können“, sagte Staatsanwalt Nicola Gratteri aus Catanzaro, der Regionalhauptstadt Kalabriens, der Deutschen Presse-Agentur. Es habe auch früher viele Fälle von Korruption im Gesundheitssektor gegeben.

Die Mafias sind heute in Europa - und insbesondere in Deutschland - stark verwurzelt. Die Mafia kann auch in Deutschland und in vielen europäischen Ländern an Gelder aus dem EU-Wiederaufbaufonds gelangen.“ Dieses Risiko dürfe nicht unterschätzt werden, mahnte der langjährige Mafia-Jäger. Mafiöse Strukturen allein als italienisches Phänomen zu betrachten, sei ein Fehler.

07:57 Uhr: Spahn setzt Monat für erste Corona-Impfungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet damit, dass zum Jahreswechsel mit ersten Corona-Impfungen begonnen werden kann. Erste Priorität hätten Ältere, Personen mit Vorerkrankungen, Beschäftigte in der Pflege und in Krankenhäusern sowie Menschen, die die öffentliche Ordnung aufrechterhalten, sagte Spahn am Dienstag in Düsseldorf. Spahn berichtete, für viele sei es ein Antrieb in dieser „Jahrhundert-Situation“, an einer Lösung mitzuarbeiten. „Eines ist sehr klar: Den Weg raus aus dieser Pandemie gibt es nur, wenn wir eine hohe Impfbereitschaft haben.“

Dienstag, 01. Dezember

21.31 Uhr: EU-Abgeordnete feiern Sex-Party – ausgerechnet dieser Politiker ist dabei

Nach dem überraschenden Verzicht auf sein Mandat als Europaabgeordneter hat der ungarische Politiker Jozsef Szajer die Teilnahme an einer illegalen Party in Brüssel eingeräumt. „Ich war anwesend“, schrieb der 59-Jährige, der Mitglied der ungarischen Regierungspartei Fidesz ist, in einer Stellungnahme vom Dienstag. Belgischen Medien zufolge handelte es sich um eine Sex-Party. Mit dem Rücktritt vom Sonntag, der zum neuen Jahr wirksam wird, habe er die politischen und persönlichen Konsequenzen gezogen.

„Er hat die einzig richtige Entscheidung getroffen“, teilte die Fidesz-Delegation am Dienstag mit. Szajer war zuletzt Leiter der Delegation in der Fraktion der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP), der auch CDU und CSU angehören. Am Sonntag hatte Szajer überraschend erklärt, sein EU-Mandat niederzulegen. Seinen Verzicht begründete er da noch mit einer zunehmenden seelischen Belastung durch die Tagespolitik. Er ist wie der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban Mitglied der Fidesz-Partei.

Die Polizei hatte am Freitagabend in einer Wohnung in der Brüsseler Innenstadt rund 20 Menschen angetroffen, wie die Brüsseler Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte. Zuvor hatten Nachbarn sich über Lärm und mögliche Verstöße gegen Corona-Auflagen beschwert. Der Staatsanwaltschaft zufolge wiesen sich zwei Angetroffene als Diplomaten aus.

Ein Zeuge habe zudem einen Mann dabei beobachtet, wie er versucht habe, über die Regenrinne zu fliehen. Die Polizei griff den Mann demnach auf, seine Hände sollen blutig gewesen sein. Laut Staatsanwaltschaft stammten die Verletzungen möglicherweise von dem Fluchtversuch. Im Rucksack des Flüchtenden seien Drogen gefunden worden. Er wurde demnach nach Hause eskortiert, wo er ebenfalls einen Diplomaten-Pass vorgezeigt habe. Die Staatsanwaltschaft nennt die Initialen „S. J.“ und das Geburtsjahr 1961, was nahelegt, dass es sich um Jozsef Szajer handelt.

Der Staatsanwaltschaft zufolge werde allen Anwesenden der Verstoß gegen Corona-Auflagen zur Last gelegt und S. J. der Verstoß gegen Drogengesetze. Szajer selbst betonte: „Ich habe keine Drogen genommen.“ Die Drogen seien nicht seine gewesen. Strafrechtliche Konsequenzen setzen nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine Aufhebung der Immunität voraus. Szajer entschuldigte sich bei seiner Familie, Kollegen und Wählern.

17.15 Uhr: Madrid weiht umstrittenes Krankenhaus ein

In Madrid ist am Dienstag ein „Krankenhaus für Pandemien“ eingeweiht worden. Das Gebäude mit 1.056 Betten wurde 100 Tage nach Baubeginn übergeben. Die ersten Corona-Patienten werde man „in den nächsten Tagen aufnehmen“, sagte ein Sprecher. Mit Kosten von 100 Millionen Euro wurde das Projekt doppelt so teuer wie ursprünglich geplant.

17.10 Uhr: Spahn: Haben uns über 60 Millionen Schnelltests pro Monat gesichert

Deutschland hat sich laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) monatlich über 60 Millionen Corona-Schnelltests gesichert. Dies sei durch „Garantie-Verträge“ mit großen Produzenten und Lieferanten gewährleistet worden, sagte er in Düsseldorf. Inzwischen seien rund 300 Anbieter auf einer Liste des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte, die auf Qualität und Verlässlichkeit überprüft würden. Doch Spahn räumt auch ein: Man müsse dennoch zunächst von einem Engpass bei Schnelltests ausgehen.

13.22 Uhr: Negativer Schnelltest nicht sicher

In Pflegeheimen oder Kliniken sollen im Kampf gegen die Pandemie künftig noch mehr Schnelltests zum Einsatz kommen. Doch diese haben ihre Grenzen, die man kennen sollte - und sind nichts für Laien. Ein negativer Corona-Schnelltest sollte einen nicht in falscher Sicherheit wiegen und mit Blick auf die Einhaltung der Hygiene-Regeln unvorsichtig werden lassen. Genau das sei aber ein Problem, „was wir jetzt oft sehen“, sagt die Virologin Daniela Huzly und betont: „Man muss klar sagen: Diese Tests versagen oft in der Frühphase der Infektion.“

Wenige Stunden oder einen Tag später könne man trotz eines zuvor negativen Schnelltests hochinfektiös sein. „Die Symptome beschränken sich manchmal nur auf Kopfschmerzen oder man merkt gar nichts und ist dennoch sehr ansteckend“, erläutert die Ärztliche Leiterin Diagnostik am Institut für Virologie des Uniklinikums Freiburg. In der Phase, in der man besonders ansteckend ist, können die Schnelltests das Virus hingegen recht sicher erkennen. Dennoch muss ein positives Schnelltest-Ergebnis noch durch einen PCR-Test bestätigt werden, der im Labor ausgewertet wird.

11.07 Uhr: Biontech und Pfizer beantragen EU-Zulassung für Corona-Impfstoff

Die Mainzer Firma Biontech und der US-Pharmariese Pfizer haben bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (Ema) die Zulassung für ihren Corona-Impfstoff in der EU beantragt.

Der Antrag auf eine bedingte Marktzulassung sei am Montag eingereicht worden, teilten Biontech und Pfizer am Dienstag mit. Am Montag hatte auch der US-Konzern Moderna bei der Ema einen entsprechenden Antrag für seinen Impfstoff gestellt.

10.55 Uhr: Corona-Massentests in österreichischem Ski-Ort

Österreich setzt bei der Eindämmung der Corona-Pandemie auf freiwillige Massentests der Bevölkerung. Den Auftakt machte am Dienstag die Gemeinde Annaberg-Lungötz im Salzburger Land. Die 2200 Bürger sind aufgerufen, sich am Dienstag und Mittwoch testen zu lassen. Das Aufspüren von auch symptomfreien Corona-Infizierten gilt als wichtiger Baustein zur Unterbrechung von Infektionsketten. In den Bundesländern Tirol, Vorarlberg und Wien beginnen die mehrtägigen Massentests am Freitag (4.12.). In Wien ist die Kapazität auf bis zu 150.000 Menschen pro Tag ausgelegt. Der Nachweis einer Corona-Infektion erfolgt via Antigen-Test, der bei positivem Ergebnis mit einem PCR-Test überprüft werden soll.

07.29 Uhr: Verschärfte Corona-Regeln

Ab dem heutigen Dienstag müssen sich die Menschen in Deutschland auf neue Corona-Regeln einstellen. Hier das Wichtigste:

Strengere Kontaktbeschränkungen im Dezember, Lockerungen über Weihnachten - die von Bund und Ländern beschlossenen neuen Corona-Regeln sind am Dienstag in den meisten Bundesländern in Kraft getreten. Restaurants, Theater und Freizeiteinrichtungen bleiben damit geschlossen. Zusätzlich sind private Zusammenkünfte ab sofort auf maximal fünf Personen aus dem eigenen und einem weiteren Haushalt begrenzt. Kinder bis 14 Jahre werden hier nicht mitgezählt. Zu den Dezember-Beschlüssen zählt unter anderem, dass der bereits geltende Teil-Lockdown bis 20. Dezember verlängert wird. „Wir brauchen noch einmal eine Kraftanstrengung“, hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel vergangene Woche nach den Beratungen mit den Ministerpräsidenten betont.

Hier noch mal alle Infos ausführlich: +++ Schule, Weihnachten, Silvester, Ski-Urlaub – diese Vorgaben gelten ab Dezember +++

07.05 Uhr: Infektionen steigen wieder

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 13 604 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. In der Vorwoche waren es mit 13 554 ähnlich viele Fälle, wie aus Zahlen des RKI vom Dienstagmorgen hervorgeht. Der bisherige Höchststand war am Freitag vor einer Woche (20.11.) mit 23 648 gemeldeten Fällen erreicht worden. Binnen eines Tages sind außerdem 388 neue Todesfälle gemeldet worden. Das ist der vierthöchste Wert seit Beginn der Pandemie.

Montag, 30. November

21.12 Uhr: WHO will Ursprung des Coronavirus untersuchen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine umfangreiche Untersuchung zum Ursprung des Coronavirus zugesichert. „Wir müssen den Ursprung des Virus kennen, weil er uns helfen kann, künftige Epidemien zu verhindern“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag bei einer Pressekonferenz. Angesichts von Kritik, die WHO würde die Leitung der Untersuchung China überlassen, forderte er ein Ende der „Politisierung“ des Themas.

Die Position der WHO zu dieser Frage sei „sehr, sehr klar“, sagte Tedros. „Wir wollen den Ursprung kennen, und wir werden alles tun, um ihn herauszufinden.“ Der scheidende US-Präsident Donald Trump hatte der Organisation vorgeworfen, Informationen im Zusammenhang mit der Corona-Krise zurückzuhalten. Anfang Juli hatte Trump den Austritt der USA aus der WHO eingeleitet.

Die Organisation plant seit Monaten, ein internationales Experten-Team in die chinesische Stadt Wuhan zu schicken, wo das Virus zuerst festgestellt wurde. Dort sollen die Experten zurückverfolgen, wie das Virus auf den Menschen übertragen wurde. Wann das Team nach China reisen kann, ist aber weiterhin unklar. Die Experten stehen jedoch nach WHO-Angaben mit chinesischen Kollegen in regelmäßigem Kontakt.

Bislang gehen Experten davon aus, dass Fledermäuse die ursprünglichen Wirte des Virus sind. Unklar ist jedoch, über welches Tier es auf den Menschen übertragen wurde.

19.15 Uhr: Merkel warnt vor dritter Welle - „Müssen sehr sehr vorsichtig sein“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich am Montag in einem Videochat mit Sorgen und Fragen von Polizistinnen und Polizisten auseinandergesetzt. Mehrfach wurde dabei der Wunsch nach klareren Regeln und Vorgaben in der Corona-Krise statt immer wieder neuer und häufig regional voneinander abweichender Verordnungen geäußert.

Mehrere der Beamten klagten auch über steigende Gewaltbereitschaft bei Kontrollen oder Demonstrationen, wiederholt wurde Merkel mit Berichten über Verletzte bei Einsätzen konfrontiert. Klage gab es auch über die Zunahme von Gefälligkeitsattesten wegen angeblicher Unverträglichkeit des Tragens eines Mund-Nasen-Schutzes. Beklagt wurden zudem fehlende Testmöglichkeiten nach Polizeieinsätzen, die körperliche Nähe zu möglicherweise infizierten Personen erforderten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel warnte in dem Gespräch auch vor einer dritten Welle in der Corona-Pandemie. Sie sagte „Wir werden im Winter noch sehr, sehr vorsichtig sein müssen“.

17.06 Uhr: Winter-Saison beginnt - doch diese Tiroler Tradition wurde jetzt abgesagt

Es ist Tradition in Erl, mit den Winterfestspielen kulturell in das neue Jahr zu starten – doch die Auswirkungen der Corona-Pandemie treffen auch die Tiroler Festspiele Erl und machen die Umsetzung auf Grund der bestehenden Planungsunsicherheit aktuell nicht möglich.

Die Geschäftsführung der Tiroler Festspiele Erl hat sich daher entschieden, die anstehenden Winterfestspiele 2020/2021 in das Frühjahr 2021 zu verschieben.

„Wir freuen uns, dass wir mit den Osterfestspielen vom 25. März – 5. April 2021 einen passenden Rahmen für Ersatztermine gefunden haben. Die Verschiebung schmerzt, und gerade in der Winterzeit wäre dieser kulturelle Lichtblick besonders wichtig gewesen. Trotzdem freue ich mich, dass wir 2021 ein musikalisches Frühlingserwachen präsentieren können und so die wichtigsten Programmpunkte – allen voran die Opern „Don Pasquale“ und „L‘Amico Fritz“ - doch noch auf die Bühne bringen können“, fasst der Intendant Bernd Loebe zusammen.

14.45 Uhr: Heftiger Streit in der Union über Finanzierung der Corona-Hilfen

Die Lastenverteilung bei der Finanzierung der Corona-Hilfen sorgt für Streit in der CDU. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier forderte Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) in der Präsidiumssitzung am Montag auf, sich mit seiner Kritik an den Corona-Maßnahmen und seinen Forderungen nach einer stärkeren Beteiligung der Bundesländer zurückzuhalten, wie die „Welt“ berichtete. Ihren Informationen zufolge richtete sich Bouffier in der Sitzung an Brinkhaus und sagte: „Ich sage es Ihnen in aller Klarheit, wir sind nicht länger bereit, Ihrem Treiben zuzusehen!“

Weiter habe der Ministerpräsident zu Brinkhaus gesagt: „Sie haben ganz offensichtlich keine Ahnung von dem Krisenmanagement der Länder.“ Er fügte hinzu: „Ich bin persönlich getroffen!“ Parteikreise bestätigten der Nachrichtenagentur AFP die Kritik Bouffiers an Brinkhaus.

Der Unionsfraktionschef hatte in den vergangenen Tagen mehrfach darauf hingewiesen, dass die finanzielle Belastungsfähigkeit des Bundes begrenzt sei. Er verlangt von den Ländern, sich bei einer Fortsetzung des Teil-Lockdowns an den Kosten für die Ausgleichszahlungen an die Wirtschaft zu beteiligen. Zugleich hatte Brinkhaus deutlich gemacht, dass er sich in der Bund-Länder-Spitzenrunde von vergangener Woche schärfere Corona-Maßnahmen gewünscht hätte.

Brinkhaus hatte am Sonntag in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“ seine Forderung verteidigt, dass die Bundesländer künftig bei Corona-Hilfen mehr zahlen sollten. „Natürlich haben auch die Länder Lasten getragen, aber das ist aus der Balance geraten. Und wenn es jetzt um die Weiterzahlung von Hilfen geht, im Januar und in den Februar hinein, dann erwarten wir, dass die Länder sich an diesen Hilfen beteiligen.“ Der Bund übernehme hohe Lasten im Sozialbereich, bei der Krankenhausfinanzierung und in vielen anderen Bereichen. „Und wir setzen da jetzt auf die Solidarität der Länder, und ich bin auch optimistisch, dass wir da zusammen etwas hinbekommen werden.“

Bereits am Donnerstag hatte Brinkhaus sich im Bundestag ähnlich geäußert. Kritik an den Äußerungen des Fraktionschefs kommt auch aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen und weiteren Ländern.

13.15 Uhr: Moderna will Zulassung für Corona-Impfstoff in EU beantragen

Der US-Pharmakonzern Moderna will als erstes Unternehmen die Zulassung für einen Corona-Impfstoff in der EU beantragen. Der Antrag auf eine bedingte Zulassung solle noch am Montag bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur Ema gestellt werden, teilte das Unternehmen am selben Tag mit.

12 Uhr: „Corona-Pandemie“ ist Wort des Jahres 2020

Corona-Pandemie“, „Lockdown“ und „Verschwörungserzählung“: Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat am Montag die Wörter des Jahres gekürt. „Corona-Pandemie“ stehe sprachlich nicht nur für die schwerste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg, sondern auch für eine Vielzahl neuer Wortbildungen, begründete die Jury in Wiesbaden ihre Entscheidung für den ersten Platz. Acht der zehn ausgewählten Begriffe stehen mit dem Coronavirus in Verbindung, dem beherrschenden Thema des Jahres.

Auf Platz zwei der diesjährigen Rangliste landete der Begriff „Lockdown“, der auf die politisch beschlossenen Maßnahmen zur Beschränkung sozialer Kontakte verweise. Die sozialen und psychischen Folgen, die sich nicht wirtschaftlich beheben ließen, seien noch nicht abzusehen. Das Wort „Verschwörungserzählung“ folgte auf dem dritten Platz. Damit reagierte die Jury nicht nur auf die Propaganda von Corona-Leugnern, sondern gleichzeitig auch auf rechtspopulistische Überfremdungsfantasien.

7.35 Uhr: Wieder leichter Anstieg der Corona-Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut meldet am Montagmorgen 11.169 Neuinfektionen. Das sind rund 300 Fälle mehr als am Montag der vergangenen Woche. Zudem wurden 125 neue Todesfälle registriert.

Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 0,95 (Vortag: 0,96). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 95 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab.

7.20 Uhr: Corona-Zahlen in Passau explodieren

Seit Samstag gelten strenge Ausgangsbeschränkungen im bayerischen Passau. Derweil ist der 7-Tage-Inzidenzwert in der Stadt weiter nach oben geschossen. Von 440 am Freitag auf aktuell 579,5. Das ist derzeit der höchste Wert in ganz Deutschland. Das thüringische Hildburghausen liegt laut RKI bei 579,1.

Auch der Landkreis Passau (360,2) weist sehr hohe Corona-Zahlen auf. In den Top-10 der Städte und Kreise mit den höchsten Inzidenzwerten ist neben Passau auch der bayerische Landkreis Regen (377,2) sowie die Stadt Nürnberg (307,3).

Sonntag, 29. November

21.00 Uhr: Rund 12.500 Neuinfektionen ++ mehr als 100 Tote

An den Wochenenden werden meist weniger Corona-Fälle gemeldet. Vergleicht man die neuen Zahlen mit denen der vergangenen Wochenenden jedoch miteinander, scheint sich die Infektionslage weiter langsam positiv zu entwickeln. Es gibt rund 1000 Fälle weniger als an den vergangenen beiden Sonntagen. An eine Entspannung der Lage ist aber weiter nicht zu denken.

So gab es am Sonntag 12.428 neue Corona-Infektionen. 110 Personen sind am Virus in den vergangenen 24 Stunden gestorben.

13.51 Uhr: Dramatische Zahlen in Berlin!

Die Berliner Corona-Ampel ist zum ersten Mal seit der Einführung im Mai auch beim Kriterium Intensivbetten-Belegung auf Rot gesprungen. 25,3 Prozent der Betten auf Intensivstationen sind laut dem Corona-Lagebericht der Gesundheitsverwaltung vom Sonntag für Samstag mit Covid-19-Patienten belegt. Als Marke, ab der die Ampel auf Rot steht, wurden 25 Prozent festgelegt.

Bei den Fallzahlen der vergangenen sieben Tage pro 100 000 Einwohner zeigt das Ampelsystem schon länger Rot an. Für den Fall zweier roter Ampeln hatte der Senat vereinbart, dass dies Handlungsbedarf bedeutet. Bereits ab Anfang Oktober waren Corona-Maßnahmen wieder verschärft worden, nachdem die Werte bei den Fallzahlen und der Reproduktionszahl (R-Wert) in den roten Bereich gerutscht waren.

Der R-Wert, der über die Dynamik des Infektionsgeschehens Auskunft gibt, war in den vergangenen Tagen der einzige der drei Indikatoren des Ampelsystems im grünen Bereich. Aktuell steht er bei 0,82. Um die Welle zu brechen, müssten laut Robert Koch-Institut über längere Zeit Werte von deutlich unter 1 erreicht werden - das bedeutet, dass ein Infizierter weniger als einen anderen Menschen ansteckt.

Die Zahl der Covid-19-Patienten, die auf Intensivstationen versorgt werden, war zeitweise sehr schnell angestiegen. Am 3. November waren im Lagebericht mit 17,1 Prozent Auslastung erstmals 15 Prozent überschritten, das entspricht einer gelben Ampel. Nur eine Woche zuvor hatte die Belegung bei rund 9 Prozent gelegen. Zuletzt verlief der Anstieg langsamer.

In den Krankenhäusern stehen nach Angaben der Gesundheitsverwaltung vom 6. November derzeit rund 1500 Intensivbetten zur Verfügung. Weitere 400 könnten demnach im Fall einer sich zuspitzenden Lage mit bisher ungenutzten Beatmungsgeräten belegt wurden. Um mehr Betten zur Verfügung zu haben und um Personal umschichten zu können, sind die Notfallkrankenhäuser seit dem 7. November zum Verschieben planbarer Eingriffe aufgerufen.