Aldi, Lidl, Kaufland und Co.: Feuerwerkskörper an Silvester? Das sind die Pläne der Discounter

Gibt es dieses Jahr Feuerwerk oder nicht?
Gibt es dieses Jahr Feuerwerk oder nicht?
Foto: imago images/Schöning

Böllern oder nicht böllern? Das ist die große Frage dieses Jahr an Silvester. Solange es kein offizielles Böllerverbot geben wird, wollen Aldi, Lidl, Kaufland und andere Discounter Feuerwerkskörper verkaufen.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert weiterhin von Bund und Ländern, bei ihrem Corona-Gipfel ein bundesweites Verbot von Silvesterfeuerwerk zu beschließen. Aldi, Lidl und Kaufland wollen sich dagegen nach den Wünschen der Kunden richten.

Aldi, Lidl und Kaufland halten an Feuerwerkskörpern fest

Bei einem Verbot der Feuerwerkskörper betonen aber alle Discounter, dass man diese dann aus dem Sortiment nehmen würde.

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Zum Jahreswechsel droht nach Ansicht der DUH, von Klinikchefs und Unfallchirurgen eine Überlastung von Kliniken und medizinischem Personal aufgrund der jährlich vielen tausend teils schweren Verletzungen durch Pyrotechnik. Das müsse während der Corona-Pandemie unbedingt verhindert werden.

Die Tage rund um den Jahreswechsel gehören zu den intensivsten in den Notaufnahmen in Deutschland. Zahlreiche Vertreter aus Politik, Gesellschaft und Medizin haben sich bereits der DUH-Forderung angeschlossen, zuletzt auch die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU).

Deutsche Umwelthilfe fordert Einzelhandel auf Verzicht auf

Die DUH hat auch in diesem Jahr den Einzelhandel dazu aufgerufen, auf den Verkauf von Pyrotechnik zu Silvester zu verzichten. Gerade in den letzten Tagen melden sich immer mehr Handelsketten wie Einzelunternehmen zurück. Zuletzt gaben die Baumarktketten Bauhaus, OBI und Hornbach bekannt, in diesem Jahr in ihren Filialen keine Feuerwerkskörper mehr zu verkaufen.

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Und auch bei einigen Filialen von Rewe und Edeka hat es bereits 2019 keine Feuerwerkskörper gegeben. Daran wolle man laut dem Portal echo24 festhalten.

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Das ist Aldi:

  • Aldi Nord und Aldi Süd sind zwei separate Unternehmensgruppen
  • Aldi steht für Albrecht Diskont: In 1913 machte sich Karl Albrecht in Essen als Brothändler selbstständig
  • In 1962 wurde der Familienbetrieb zu einem reinen Discounter umfunktioniert und hat den heutigen Namen „Aldi“ gekriegt
  • Die Trennung in Nord und Süd erfolgte in 1961
  • Mittlerweile zählt Aldi zu den zehn größten Einzelhandelsgruppen weltweit

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Aldi, Lidl und Kaufland hingegen halten noch am Verkauf fest. Gegenüber echo24 teilte eine Pressesprecherin von Kaufland mit, man verfolge die aktuelle Diskussion zum Thema Feuerwerksverbot an Silvester sehr aufmerksam. „Sollte es entsprechende Reglementierungen geben, werden wir diese selbstverständlich einhalten.“

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Discounter richten sich nach Kundenwünschen

Aldi Süd teilte gegenüber dem Portal ebenfalls mit, man richte das Angebot nach den Wünschen und Bedürfnissen der Kunden aus. „Auch wenn die Silvesterfeier in diesem Jahr eher klein ausfallen wird, rechnen wir mit einer entsprechenden Nachfrage“, sagte eine Pressesprecherin.

Und auch bei Lidl warte man die Situation ab. Man sei aber an einer einheitlichen Lösung interessiert. (fb)