Hartz 4: Millionärin betrügt Jobcenter – es ist nicht das erste Mal

Hartz 4 ist eigentlich für Bedürftige gedacht. Doch davon wollte eine wohlhabende Frau nichts wissen. (Symbolbild)
Hartz 4 ist eigentlich für Bedürftige gedacht. Doch davon wollte eine wohlhabende Frau nichts wissen. (Symbolbild)
Foto: imago images / Steinach

Wie dreist ist das bitte? Eine Frau kassiert Hartz 4, dabei hat sie es absolut nicht nötig. Und das nicht nur einmal, gleich mehrere Jahre lang.

Hartz 4 ist eigentlich für Menschen gedacht, die keine Arbeit finden oder aus sonstigen Gründen nicht erwerbsfähig sind. Das Geld soll helfen, Miete, Strom und Lebensmittel zu bezahlen.

Hartz 4: Frau kassierte 40.000 Euro

Davon wollte anscheinend auch eine Frau etwas abhaben, die eigentlich genug Knete in der Tasche hat. Wie der „Bayrische Rundfunk“ (BR) berichtet, sackte die Frau fast 40.000 Euro an Hartz 4-Leistungen ein. Ganze fünf Mal machte sie beim Jobcenter falsche Angaben. Sie unterschlug ihren wahren Besitz.

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Das ist Hartz 4:

  • „Hartz 4“ heißt eigentlich Arbeitslosengeld II (ALG II)
  • Es wurde zum 1. Januar 2005 eingeführt
  • Es ist die Grundsicherungsleistung für erwerbsfähige Leistungsberechtigte nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch
  • Es soll Leistungsberechtigten ermöglichen, ein Leben zu führen, das der Würde des Menschen entspricht
  • Allerdings kann es durch zulässige Sanktionen gekürzt oder ganz gestrichen werden - Kritiker sagen: Das ist menschenunwürdig
  • Die gesetzliche Grundlage für das ALG II bildet das Zweite Buch Sozialgesetzbuch

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Doch beim letzten Antrag flog sie auf. Die Frau konnte wohl nicht genug haben. Sie besitzt Immobilien im Wert von über einer Million Euro.

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Nachdem der Betrug aufflog, musste sich die Frau vor Gericht ins Landsberg verantworten. Sie wurde zu einer Bewährungsstrafe von 16 Monaten verurteilt. Das erhaltene Hartz 4-Geld muss die Frau laut dem Bayrischen Rundfunk wieder zurückzahlen. (ldi)