Corona: Lockdown auch nach 10. Januar? Ministerpräsidentin wagt erste Prognose

Auch über die Weihnachtsfeiertage steht das öffentliche Leben in Deutschland wegen Corona still. Der Lockdown durchkreuzt viele Pläne.

Die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen erreichen immer wieder Höchstwerte. Und: Jetzt ist auch in Deutschland die Corona-Mutation nachgewiesen worden, die zuvor in Großbritannien entdeckt wurde.

Corona: Öffentliches Leben steht im Lockdown still

Wir halten dich in unserem News-Ticker über die aktuelle Corona-Lage auf dem Laufenden.

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Coronavirus in Deutschland: Die aktuellen Zahlen (Stand: 28. Dezember 2020)

  • Neue Corona-Infektionen: 10.976
  • Neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19: 348
  • Corona-Todeszahlen insgesamt: 30.126
  • Sieben-Tage-Inzidenz: 161,3

(Quellen: RKI, DIVI-Intensivregister)

Coronavirus aktuell: Unser Newsblog

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Montag, 28. Dezember:

12.06 Uhr: Auch Ramelow geht von Lockdown-Verlängerung aus

Die Politik scheint die Bevölkerung langsam aber sicher auf eine Verlängerung des Lockdowns vorbereiten zu wollen. Nach Manuel Schwesig äußerte sich nun auch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow. „Wenn die Ministerpräsidenten am 5. Januar erneut beraten, wird nichts auf Lockerungen hindeuten. Wir gehen alle davon aus, dass der Lockdown verlängert werden muss“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND)“.

Er selbst richte sich bereits darauf ein, noch bis mindestens März mit Einschränkungen leben zu müssen.

11.15 Uhr: Trump gibt Weg für Corona-Hilfspaket frei

Lange schien es so, als würde Donald Trump zum Ende seiner Amtszeit noch einmal auf einen großen Knall zu steuern. Tagelang weigerte er sich, ein ausgehandeltes Corona-Hilfspaket sowie einen Haushaltsgesetzentwurf zu unterschreiben. Das hätte am Dienstag einen Shutdown der Bundesbehörden nach sich gezogen.

Doch nun hat Trump seinen Widerstand aufgegeben und unterzeichnet. Das Corona-Paket umfasst knapp 900 Milliarden US-Dollar, mit denen verschiedene Hilfsmaßnahmen umgesetzt werden sollen. Der Virus macht den USA weiterhin zu schaffen. Am Sonntag wurden über 150.000 Neuinfektionen sowie 1209 Tote binnen eines Tages gezählt.

Damit steigt die Gesamtzahl der Infektionen auf über 19 Millionen in Amerika.

9.30 Uhr: Düstere Prognosen zum Lockdown

Seit Mitte Dezember gelten die Lockdown-Regeln deutschlandweit. So soll bis zum 10. Januar die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden. Doch trotz des Impfstarts könnte es zu einer Verlängerung der Maßnahmen kommen, befürchten Experten und Politiker. „Ich gehe davon aus, dass wir die einschränkenden Maßnahmen verlängern müssen“, erklärte beispielsweise Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpomern.

Auch der Präsident des Weltärztebundes World Medical Association, Frank Ulrich Montgomery, warnte vor einer verfrühten Euphorie. Gegenüber dem „Deutschlandfunk“ kritisierte er, das Abstands- und Maskenregeln nicht ausreichend eingehalten werden. Er rechnet erst Ende Januar mit einer Unterschreitung des kritischen Inzidenzwertes von 50. Schon vor Weihnachten hatte er vor einem „Jo-Jo-Effekt“ der Lockdown-Phasen gewarnt.

7.52 Uhr: Virus-Mutation breitet sich weiter aus

Die Virus-Mutation, welche zuerst in Großbritannien nachgewiesen wurde, breitet sich weiterhin rasant um den ganzen Erdball aus. Nun hat die neue Variante des Virus' auch Südkorea erreicht. Die Gesundheitsbehörde teilte mit, dass die Mutation bei drei aus London eingereisten Familienmitgliedern nachgewiesen worden sei. Eine Isolation sei bereits angeordnet worden.

Zuletzt war die Mutation auch schon in Frankreich, Kanada, Japan, oder Jordanien entdeckt worden.

6.25 Uhr: FDP-Chef Lindner fordert schnellere Impf-Produktion

Am Wochenende liefen in Deutschland die ersten Impfungen an und doch regt sich bereits Kritik an den aktuellen Impfplanungen und Kapazitäten. Auch Kritik an der Bundesregierung wird laut. „Es ist ein krisenhafter Zustand, da brauchen wir eine Krisenproduktion“, erklärte beispielsweise FDP-Chef Christian Lindner gegenüber der „Bild“. „Das ist eine Frage von Leben und Tod, eine Frage unserer Freiheit.“

Die Regierung müsse prüfen, wo es noch Kapazitäten gebe, um mehr Impfstoff zu produzieren. Auch der Linke-Gesundheitspolitiker Achim Kessler forderte das Merkel-Kabinett auf, dafür zu sorgen, dass mehr von dem Impfstoff, notfalls auch von anderen Unternehmen, produziert werde. „Wenn die Bundesregierung jetzt nicht alle gesetzlichen Möglichkeiten ausschöpft, gefährdet sie zahllose Menschenleben“, sagte er dem „Spiegel“.

Kritiker hatten Deutschland vorgeworfen, zu wenig Impfstoff bestellt zu haben. zum Impfstart standen zunächst bundesweit 150.000 Dosen zur Verfügung. Bis Jahresende sollen es immerhin schon 1,3 Millionen sein.

Sonntag, 27. Dezember:

15.00 Uhr: Entwarnung in Schwaben!

Die Probleme mit der Kühlkette bei Impfstofflieferungen in Schwaben haben sich offenbar als nicht schwerwiegend herausgestellt. Die betroffenen Landkreise, Coburg, Lichtenfels, Kronach, Hof, Wunsiedel und Kulmbach, in Schwaben hätten nach Gesprächen mit der Regierung von Schwaben und dem Impfstoff-Hersteller Biontech das Signal erhalten, dass der betroffene Impfstoff problemlos verwendet und mit dem Impfen begonnen werden könne, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums auf dpa-Anfrage.

In den Kühlboxen, in denen der Impfstoff transportiert worden war, hatte es Ungereimtheiten bei der Temperatur gegeben. Es waren Bedenken aufgekommen, ob die Kühlkette durchgehend eingehalten wurde.

12.47 Uhr: Mögliche Panne verhindert Impfstart in Oberfranken

In sechs Landkreisen Oberfrankens ist der geplante Start der Corona-Impfungen geplatzt. Das berichtet n-tv. Grund sollen mögliche Probleme in der Kühlkette für den Impfstoff gewesen sein.

„Beim Auslesen der Temperaturlogger, die in den zentral beschafften Kühlboxen beigelegt wurden, sind Zweifel an der Einhaltung der Kühlkette für den Impfstoff aufgekommen", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Landräte der Kreise Coburg, Lichtenfels, Kronach, Hof, Wunsiedel und Kulmbach.

Wann nun auch dort geimpft werden kann, stand einem Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums zufolge zunächst nicht fest, so n-tv weiter.

11.32 Uhr: Sonderrolle für Geimpfte? Innenminster Seehofer mit dieser klaren Meinung

Seit diesem Wochenende wird in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft. Zunächst werden Risikogruppen und Mitarbeiter aus Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen geimpft. Doch irgendwann können sich alle Menschen gegen das Virus impfen. Damit könnte das normale Leben nach und nach zurückkehren.

Doch was ist bis dahin? Sollte es eine Sonderrolle für Geimpfte geben? Was ist zum Beispiel, wenn Fluglinien, Gastwirte oder auch Bundesliga-Vereine Zutritt zu Flugzeug, Restaurant oder Stadion nur Menschen gewähren wollen, die gegen Corona geimpft sind?

Dieser Sonderrolle widerspricht Innenminister Horst Seehofer in einem Interview mit der Bild vehement! „Keine Sonderbehandlung für Geimpfte! Eine Unterscheidung zwischen Geimpften und Nicht-Geimpften kommt einer Impfpflicht gleich. Ich bin aber gegen einen Impfzwang. Wir alle stecken in dieser Krise und wir sollten uns gemeinsam und solidarisch herauskämpfen“, so Seehofer.

Auch von einer Sonderbehandlung in Stadien oder Restaurants hält der CSU-Politiker absolut nichts. „Ich kann davor nur warnen. Eine Sonderbehandlung für Geimpfte spaltet die Gesellschaft“, sagt der Politiker im Interview mit der Bild.

Samstag, 26. Dezember:

Coronazahlen sinken weiter

21.15 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus sinkt weiter. Von Freitag auf Samstag haben die Bundesländer „nur“ noch 14.167 Infektionen vermeldet. Vergangenen Samstag lag die Zahl noch bei 25.711.

Die Zahlen sollten jedoch keine Sicherheit versprechen. Durch die Weihnachtstage sei es vielfach zu Meldeverzügen gekommen, so der „Focus“.

US-Arzt klagt über Nebenwirkungen

17.30 Uhr: Der Corona-Impfstoff der Firma Moderna hat zum ersten Mal Nebenwirkungen ausgelöst. So berichtet ein Arzt aus Boston (USA) der „New York Times“, dass er nach der Verabreichung an Schwindel und Herzrasen gelitten habe. Er begab sich daraufhin in Behandlung ins Krankenhauses. Ein Sprecher der Klinik sagte, dass es ihm nun wieder gut gehe.

Spahn tritt vor die Presse

11.15 Uhr: Man brauche nun Geduld und müsse mit einem ruckeligen Start rechnen, so Jens Spahn.

11.10 Uhr: Begonnen werde am Sonntag in allen Bundesländern in den Alten- und Pflegeheimen mit mobilen Impfstationen. Dann wollen die Länder Termine an über 80-Jährige vergeben. Spahn betont, dass sich die Länder melden - und bittet darum, die Hotlines nicht damit zu überlasten, ab Sonntag nach einem Termin zu fragen.

11.08 Uhr: Spahn: „Alle wollen, dass die größte Impfkampagne in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ein Erfolg wird. Mit den AHA-Regeln können wir das Virus in Schacht halten. Mit einer Impfung besiegen.“

11.07 Uhr: Das Impfen wird kostenlos und weiter freiwillig sein, betont Spahn.

11.05 Uhr: 1,3 Millionen Impfdosen gibt es bis Ende des Jahres, jede Woche im Januar soll es weitere 700.000 Dosen hinzukommen. Im ersten Quartal soll es somit zehn Millionen Impfdosen von Biontech geben.

Jens Spahn erwartet weitere 1,5 Millionen Impfdosen von Moderna. Mitte des nächsten Jahres solle dann jeder, der eine Impfung möchte, geimpft werden können, hofft der Gesundheitsminister.

11.04 Uhr: Er ist stolz, dass der Impfstoff in Deutschland entwickelt wurde, so Jens Spahn. Der Tag sei ein „hoffnungsvoller Tag für Deutschland und Europa“.

11.00 Uhr: Spahn tritt vor die Presse

„Weihnachten in Corona-Zeiten ist kein normales Weihnachten“, beginnt Jens Spahn. Doch es gebe nun den entscheidenden Schlüssel, um die Pandemie zu besiegen und um unser Leben zurückzubekommen.

10.50 Uhr: Spahn über Impfvorgehen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will um 11 Uhr über das Impfvorgehen in Deutschland informieren. Schon vorab kündigte er an: „Es wird am Anfang ruckeln.“

09.18 Uhr: Corona-Impfstoff erreicht Bundesländer

Am Sonntag sollen die ersten Menschen in Deutschland geimpft werden, am Tag davor sind die Impfstoffe in den Bundesländern angekommen und werden nun in den Corona-Impfzentren verteilt.

08.55 Uhr: Corona-Mutation auch in Frankreich nachgewiesen

In Frankreich ist ein erster Fall der in Großbritannien aufgetretenen Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Ein Franzose, der in Großbritannien lebe, habe sich angesteckt, berichtete die Nachrichtenagentur AFP in der Nacht zum Samstag unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. Der Mann sei vor einer Woche von London aus ins westfranzösische Tours gereist. Er habe keine Symptome und sei isoliert.

07.35 Uhr: RKI meldet 14.455 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden

Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen mitteilte, haben die Gesundheitsämter in Deutschland binnen der letzten 24 Stunden 14.455 Corona-Neuinfektionen und 240 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit Corona gemeldet. Diese Zahlen sind jedoch nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar. Das RKI rechnete während der Feiertage mit einer geringeren Zahl an Tests und mit weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern. Am vergangenen Samstag waren
31 300 Neuinfektionen binnen eines Tages übermittelt worden.

Freitag, 25. Dezember:

22.45 Uhr: Türkei verlangt negativen Test bei Einreise

Die Türkei verlangt bei allen Einreisen künftig einen negativen Corona-Test. Für Flugpassagiere gilt dies schon ab Montag, für alle anderen Reisenden ab Mittwoch, wie Gesundheitsminister Fahrettin Koca sagte. Der PCR-Test darf nicht älter als 72 Stunden sein. Wer als Fluggast keinen Test vorweisen könne, dürfe gar nicht erst nicht einsteigen, sagte er.

21.00 Uhr: Niederlande erklärt Deutschland zum Risikogebiet

Die Niederlande erklären Deutschland nach Angaben des Auswärtigen Amtes zum Risikogebiet. Ab dem 29. Dezember 2020 müssen alle Flugreisenden beim Einchecken einen negativen PCR-Test vorweisen, wenn sie in die Niederlande fliegen wollen. Gleiches gilt für Reisende per Zug, Bus oder Schiff. In den Niederlanden angekommen, wird dringend empfohlen, sich in eine zehntägige Hausquarantäne zu begeben.

19.00 Uhr: Corona-Mutation auch in Irland nachgewiesen

Auch in Irland wird die hochinfektiöse Mutation des Coronavirus nachgewiesen. Es würden in den kommenden Tagen und Wochen weitere Tests vorgenommen, um Klarheit über die Verbreitung der Mutation zu bekommen, kündigt der Leiter des Gesundheitswesens, Tony Holohan, an.

18.00 Uhr: Minister Müller mit krasser Forderung an Milliardäre

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) schlägt eine finanzielle Beteiligung von Milliardären zur Überwindung der Corona-Krise vor. „In der Krise machen die Digitalkonzerne und die Finanzwirtschaft riesige Gewinne, während die kleinen Geschäfte in unseren Innenstädten unter der Corona-Krise leiden“, sagte Müller den Zeitungen der Funke Mediengruppe, zu der auch DER WESTEN gehört. Er fände es angemessen, „wenn sich superreiche Krisengewinner jetzt freiwillig an der Finanzierung der Krisenbewältigung beteiligen“.

12.09 Uhr: Zwei Drittel aller Deutschen wollen sich laut Umfrage impfen lassen

Etwa zwei Drittel der Deutschen wollen sich laut einer Umfrage gegen das Coronavirus impfen lassen. In der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur gaben 32 Prozent der Befragten an, sich so schnell wie möglich impfen lassen zu wollen. Weitere 33 Prozent sind zwar ebenfalls dazu entschlossen, wollen aber trotzdem erst einmal mögliche Folgen der Impfung bei anderen abwarten. 19 Prozent haben sich gegen eine Impfung entschieden, 16 Prozent sind noch unentschlossen.

Eine deutliche Mehrheit von 57 Prozent hat aber auch Angst vor Nebenwirkungen der Impfung. Nur ein Drittel hat solche Befürchtungen nicht. 10 Prozent machten dazu keine Angaben.

07.42 Uhr: Experte mit niederschmetternder Impf-Aussage „wird die Epidemie vorerst nicht beeinflussen“

Der Corona-Impfstart am Sonntag in ganz Deutschland wird nach Einschätzung des Kieler Infektionsmediziners Prof. Helmut Fickenscher „die Epidemie vorerst nicht beeinflussen“. „Dies liegt daran, dass wir einfach viel zu viele Leute zu impfen haben und noch längere Zeit nicht genügend Impfstoff zu Verfügung haben werden“, sagte Fickenscher der Deutschen Presse-Agentur. Er ist Direktor des Instituts für Infektionsmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) und Präsident der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten.

Eine günstige Corona-Entwicklung 2021 hängt laut Fickenscher davon ab, ob die weitgehende Durchimpfung der Bevölkerung - seien es nun 60 oder 80 Prozent - vor dem Winter 2021/2022 abgeschlossen ist. Vor Ostern rechnet Fickenscher nicht mit deutlichen Lockerungen der Corona-Auflagen. Vielleicht könnten einige Branchen vorher schon wieder öffnen. Aber eine relevante Lockerung im Alltag erwarte er erst, wenn es deutlich wärmer wird. Daher wünsche er sich, dass der Frühling warm und frühzeitig beginne.

07:02 Uhr: 412 Menschen gestorben, 25.533 Neuinfektionen

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 25.533 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Außerdem wurden 412 Todesfälle verzeichnet, wie das RKI am Freitagmorgen bekanntgab. Die Zahlen sind jedoch nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar. Das RKI rechnete während der Feiertage mit einer geringeren Zahl an Tests und mit weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern. Am vergangenen Freitag war mit 33.777 Infektionen ein Höchststand verzeichnet worden, darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten. Außerdem wurden damals 813 Todesfälle gemeldet. Der Höchststand von 952 Todesfällen war am vergangenen Mittwoch (16.12.) erreicht worden.

Donnerstag, 24. Dezember

22.40 Uhr: Papst Franziskus feiert Christmette: „Bemitleidet euch nicht selbst!“

Papst Franziskus hat unter Corona-Bedingungen mit etwas mehr als 100 Gläubigen im Petersdom die traditionelle Christmette gefeiert. Für die Feier war zum Schutz vor Corona-Ansteckungen eine begrenzte Zahl an Teilnehmern zugelassen. In seiner Predigt machte Franziskus darauf aufmerksam, nicht sich selbst zu bemitleiden, sondern „die Tränen derer zu trösten, die leiden“. Am Freitag geht es mit den Weihnachtsfeierlichkeiten weiter, wenn der 84-Jährige den Segen „Urbi et orbi“ in der Benediktionsaula des Apostolischen Palastes spenden will. Bei diesem Anlass verkündet der Papst auch seine Weihnachtsbotschaft.

16.40 Uhr: Erster Fall von Virus-Mutation in Deutschland!

Jetzt ist auch Deutschland betroffen. In Baden-Württemberg ist bei einer Frau die Virus-Mutation entdeckt worden. Laut des baden-württembergischen Gesundheitsministeriums ist das der erste bekannte Fall in Deutschland. Die Frau sei am 20. Dezember aus Großbritannien über den Flughafen Frankfurt/Main nach Baden-Württemberg eingereist, befindet sich jetzt in häuslicher Isolation.

13.54 Uhr: Mutierte Virusvariante entdeckt! Diesmal in DIESER Stadt

In Nigeria kursiert der panafrikanischen Gesundheitsorganisation Africa CDC zufolge eine weitere neue Coronavirus-Variante. Es sieht so aus, als habe sie sich getrennt von den Viren-Mutanten in Südafrika und Großbritannien entwickelt, sagt der Leiter der Africa CDC, John Nkengasong.

Allerdings gebe es noch wenige Daten darüber und es werde weiter geforscht. Die Variante wurde in zwei Patientenproben entdeckt, die im August und Oktober entnommen wurden, wie aus einem Bericht von Forschern in Nigeria hervorgeht. Wie weit verbreitet die neue Variante in Nigeria oder in anderen Ländern ist, ist noch nicht bekannt.

08.28 Uhr: Lockdown-Verlängerung? Experte mit steiler These!

Christoph Schmidt, ehemaliger Chef der Wirtschaftsweisen, warnt vor einer möglichen erneuten Verlängerung des Lockdowns über den 10. Januar hinaus.

“Über viele Wochen oder gar Monate ist ein Lockdown in der aktuellen Form kaum durchzuhalten, auch der Staat kommt mit seiner Unterstützung irgendwann an seine Grenzen“, erklärte Schmidt gegenüber der „Rheinischen Post“.

Er äußert die steile These, dass nach dem Impfstart der Lockdown beendet werden kann: „Es besteht die berechtigte Hoffnung, dass mit Beginn der Impfungen kein weiterer harter Lockdown mehr nötig sein wird.“

Ein solch harter und umfassender Lockdown sei für die deutsche Wirtschaft ein schwerer Schlag. „Wir gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaftsleistung im vierten Quartal um 1,7 Prozent zurückgehen wird. Ohne Lockdown wäre die Wirtschaftsleistung gestiegen.“

Schmidt ist Präsident des RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen und war bis Februar 2020 Chef der Wirtschaftsweisen. Das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung ist eine außeruniversitäre Einrichtung für wirtschaftswissenschaftliche Forschung mit Sitz in Essen.

Mittwoch, 23. Dezember

22.50 Uhr: Impfstoffhersteller Moderna glaubt an Wirkung gegen Mutation

Der US-Impfstoffhersteller Moderna geht davon aus, dass sein Impfstoff auch gegen die ansteckendere, in Großbritannien nachgewiesene Variante des Virus schützt. Dies gehe aus den bisher vorliegenden Daten hervor, teilt Pharmakonzern mit. Es seien Tests für jede Variante vorgesehen. Auch der Impfstoff von Biontech/Pfizer soll gegen die Mutation wirken.

19.29 Uhr: Berliner Polizei verbietet „Querdenken“-Demonstration am 30. Dezember

Die für den 30. Dezember in Berlin geplante „Querdenken“-Demonstration gegen staatliche Beschränkungen in der Corona-Krise wird verboten. Angesichts der Pandemiesituation würde eine Versammlung zur unmittelbaren Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung führen, teilte die Berliner Polizei am Mittwochabend mit. Für die Kundgebung hatten die Kritiker der Corona-Politik 22 500 Teilnehmer auf der Straße des 17. Juni angemeldet.

Ursprünglich war die Demonstration unter dem Motto „Willkommen 2021 - das Jahr der Freiheit und des Friedens“ an Silvester geplant. Wegen des allgemeinen Versammlungsverbots hatten die Organisatoren die Demonstration um einen Tag vorverlegt.

Die öffentliche Sicherheit umfasse den Schutz zentraler Rechtsgüter wie Leben, Gesundheit, Freiheit, Ehre und Eigentum des Einzelnen sowie die Unversehrtheit der Rechtsordnung und die staatlichen Einrichtungen und Veranstaltungen, teilte die Polizei weiter mit.

17.30 Uhr: Corona: Schon wieder mutierte Virusvariante entdeckt! „Höchst besorgniserregend“

In Großbritannien ist eine weitere mutierte Virusvariante entdeckt worden. „Diese neue Variante ist höchst besorgniserregend, weil sie noch schneller übertragen wird“, sagte Gesundheitsminister Matt Hancock am Mittwoch vor Journalisten in London.

Diese Variante käme aus Südafrika und werde derzeit im Labor in Porton Down untersucht.

Die zwei in Großbritannien Infizierten und ihre Kontakte hätten sich in Isolation begeben. Zudem seien sofortige Maßnahmen für Einreisen aus Südafrika getroffen worden. Weitere Details nannte Hancock nicht.

15.26 Uhr: Der Weg für Impfungen ist frei!

Der Weg für die Auslieferung der ersten Dosen des Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer in Deutschland ist offiziell frei. Das zuständige Paul-Ehrlich-Institut hat bereits am Dienstag die ersten Chargen des Vakzins freigegeben, wie das Institut am Mittwoch mitteilte. Als europäisches amtliches Arzneimittel-Kontrolllabor habe man für insgesamt drei Chargen mit rund 4,1 Millionen Impfdosen EU-Chargenfreigabezertifikate ausgestellt. Ebenfalls am Dienstag sei die staatliche Chargenfreigabe des Impfstoffs für Deutschland erteilt worden.

Die Impfungen sollen in Deutschland an diesem Sonntag direkt nach Weihnachten beginnen. Die erste Lieferung mit 151 125 Dosen wird nach Angaben der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, die zurzeit den Vorsitz der Länder-Gesundheitsministerkonferenz innehat, am Samstag erwartet. Jedes Bundesland bekommt zunächst 9750 Dosen, ausgenommen Bremen, dessen erste Lieferung 4875 Dosen umfasst. Laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) könnten bis Jahresende 1,3 Millionen Dosen an die Bundesländer ausgeliefert werden. Im Januar würden dann jede Woche mindestens weitere 670 000 Dosen hinzukommen.

Unter einer Charge versteht man eine Produktionsmenge oder -einheit, die unter einheitlichen Bedingungen hergestellt wurde. Laut Paul-Ehrlich-Institut wird bei der Freigabe geprüft, ob die Charge nach Herstellungs- und Kontrollmethoden, die dem jeweiligen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse und den in der Zulassung festgelegten Anforderungen entsprechen, hergestellt und geprüft worden ist.

13.43 Uhr: Gefangen auf der Insel – hunderte deutsche LKW-Fahrer stehen im Stau

Die neue Corona-Mutation wütet in England und hat auch AUswirkungen auf Europa. Wegen der rasanten Ausbreitung machte Frankreich die Grenzen dicht! Die Folge: Ein Stau aus Tausenden LKWs entwickelte sich am Grenzübergang, weil die Schließung auch für den Warenverkehrt galt. Nach Schätzungen des Bundesverbands Spedition und Logistik sind unter ihnen auch 300 bis 400 deutsche Fahrer,

Mittlerweile wurde eine Wiedereröffnung der Grenze angekündigt, jedoch müssen die Fahrer einen negativen Test vorweisen, um nach Frankreich einreisen zu dürfen. Dennoch geht die englische Regierung davon aus, dass sich der Stau bald auflösen werde.

Die Öffnung könnte für die deutschen Fahrer gerade noch rechtzeitig kommen. „Wir haben eine Zielsetzung, und das ist, dass unsere Fahrer nach Hause kommen und Weihnachten bei ihren Familien verbringen können“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung, Dirk Engelhardt, der „Welt“. Er sei sich aber sehr sicher, dass es nicht alle Fahrer rechtzeitig zum Fest schaffen würden.

12.25 Uhr: Experte warnt vor „größtem Fehler im Kampf gegen Corona“

Das Personal in den Krankenhäusern hat aktuell alle Hände voll zu tun. Tagtäglich steigen die Infektionszahlen und immer mehr Patienten müssen behandelt werden. Von den ca. 5000 Erkrankten auf den Intensivstationen werden aktuell mehr als die Hälfte künstlich beatmet. Ein Fehler wenn es nach Thomas Voshaar, Chefarzt der Lungenklinik im Krankenhaus Bethanien in Moers, geht.

„Fakt ist, dass wir in Deutschland Covid-19-Patienten viel zu früh künstlich beatmen“, erklärt er gegenüber „Focus Online“. Bei vielen Covid-Patienten bestünde dafür allerdings kein Grund. „Wir haben uns zu Beginn der Pandemie weltweit an chinesischen Beobachtungen orientiert und die Warnung, dass viele sterben, wenn zu spät beatmet wird, in eine Strategie des frühen Intubierens umgewandelt“, erklärt der Mediziner.

Dabei sei zu beobachten, dass rund 50 Prozent der künstlich beatmeten Patienten sterben. „Das ist einer der größten Fehler, den wir in der Pandemiebekämpfung gemacht haben“, so Voshaar. Die Medizin müsse einen anderen weg gehen, sagt er.

11.05 Uhr: Spahn macht Hoffnung – kann bis Sommer jeder geimpft sein?

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, bis zum Sommer allen Bürgern in Deutschland ein „Impfangebot“ machen zu können - sofern die Impfstoffe, die sich in der Endphase der Studien befinden, auch eine Zulassung erhalten. Das sagte der CDU-Politiker am Mittwoch im ARD-„Morgenmagazin“. Er rechne bis Ende März mit elf bis zwölf Millionen Impfdosen.

Dennoch sei es aktuell wichtig, die Impf-Verteilung zu priorisieren. Es sei von Anfang an klar gewesen, dass es „zu Beginn knapp sein würde“, so Spahn. Auch deshalb rief er nochmal dazu auf, die privaten Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren, um die Situationen in den Kliniken nicht weiter zu belasten.

„Viele reden gerade darüber, wie sie Weihnachten feiern. Die Pflegekräfte werden gar nicht viel zum Feiern kommen. Sie werden arbeiten müssen“, erklärte der Bundesgesundheitsminister. Die Bürger entschieden mit ihrem Verhalten jetzt darüber, „wie es anschließend auf den Intensivstationen weitergeht“.

9.49 Uhr: Umfrage zeigt – SO denken die Deutschen wirklich über die Corona-Impfung

Seit Montag ist klar, der Impfstoff von Biontech gegen das Coronavirus wurde von der Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) zugelassen, In Kürze werden die ersten Impfungen auch in Deutschland beginnen. Doch was denken die Deutschen darüber?

Einer aktuellen von der „Bild“ in Auftrag gegebenen INSA-Umfrage zufolge, wollen sich 71,8 Prozent der Bevölkerung gegen das Coronavirus impfen lassen. Damit liegt die Bereitschaft kurz vor Weihnachten um einiges höher, als dies noch vor einigen Tagen der Fall war. Eine Forsa-Umfrage aus der vergangenen Woche sprach lediglich von 47 Prozent, die sich sofort impfen lassen wollten.

Dabei spielt laut INSA vor allem der Fakt eine Rolle, dass sich die Menschen eher impfen lassen würden, wenn dafür die Einschränkungen durch Corona wegfallen würden. Um eine Herdenimmunität zu erreichen müssten rund 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung immun sein.

7.48 Uhr: Trump stellt sich gegen Corona-Hilfen – und hat auf einmal die Demokraten auf seiner Seite

Monatelang haben Republikaner und Demokraten in den USA über riesiges Corona-Hilfspaket verhandelt. Doch nun, wo sich beide Seiten endlich einig sind, grätscht Noch-Präsident Donald Trump dazwischen. In einer Videobotschaft auf Twitter kündigte er an, das Hilfspaket in der jetzt beschlossenen Form nicht unterzeichnen zu wollen.

Er fordere Nachbesserungen, insbesondere bei den direkten Hilfezahlungen an die meisten Bürger. Trump will diese von 600 US-Dollar auf 2000 US-Dollar pro Person erhöhen. Eine Forderung, die ausnahmsweise bei den Demokraten gut ankommt. Nancy Pelosi, die Sprecherin im Repräsentantenhaus, verkündete, dass die Abgeordneten ihrer Partei einer Erhöhung der Direkthilfen mit Freuden zustimmen würden.

Sollte Trump sich trotzdem weigern das Hilfspaket zu unterschreiben, stünden die USA vor einem Problem: Mit dem Corona-Paket wurde vom Kongress auch das Haushaltsgesetz verabschiedet. Wird dies vom Präsident nicht angenommen, könnte ab dem 29. Dezember der Shutdown der Regierung drohen.

6.21 Uhr: Minister mit düsterer Lockdown-Prognose – „Es wird noch lange dauern“

Wie lange wird der Lockdown angesichts der immer weiter steigenden Infektionszahlen noch andauern? Aktuell gilt dieser bis zum 10. Januar. Viele Geschäfte müssen dahin geschlossen bleiben. Und danach?

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sieht wenig Chancen auf schnelle Lockerungen der massiven Beschränkungen in der Corona-Krise. Der CDU-Politiker deutete eine Verlängerung des harten Lockdowns über den 10. Januar hinaus an. «Solange ganz Deutschland ein riesengroßer Hotspot ist, verbieten sich Lockerungen praktisch von selbst», sagte Altmaier der Deutschen Presse-Agentur.

Dabei sprach er sich auch für einen Strategiewechsel der Politik im Kampf gegen Corona aus. „Ich wünsche mir, dass wir aus den letzten Monaten eine Lehre ziehen - nämlich dass wir die Maßnahmen, die wir ergreifen, mehr von objektiven Gegebenheiten und weniger von ad-hoc-Entscheidungen abhängig machen“, so Altmaier.

Seine Prognose sieht dennoch düster aus. „Unser Alltag wird wohl noch zwei bis drei Monate eingeschränkt sein. Ab Frühsommer wird sich unser privates gesellschaftliches Leben normalisieren“, lautet sein Urteil, bis wann der Lockdown und die Einschränkungen anhalten könnten.

Dienstag 22. Dezember

22.40 Uhr: Dramatische Situation! Hier müssen Tote außerhalb eines Krematoriums gelagert werden

Wegen der dramatisch hohen Corona-Todeszahlen in Zittau in Ostsachsen müssen dort Leichen außerhalb des Krematoriums zwischengelagert werden. Die Toten sollen „im Bereich des Hochwasserstützpunkts» gelagert und „bei Freigabe zur Einäscherung“ ins Krematorium gefahren werden, teilte die Stadt Zittau am Dienstagabend mit. Darauf habe sich die Geschäftsführung des Krematoriums mit Oberbürgermeister Thomas Zenker kurzfristig geeinigt.

Besonders im Dezember explodierte nach Angaben der Stadt die Zahl der Toten. Während im vergangenen Jahr im Dezember 45 Menschen starben, waren es in diesem Monat bislang schon 115. Im November verdoppelte sich die Zahl der Toten von 52 im vergangenen Jahr auf 110 in diesem Jahr. Im Oktober vergangenen Jahres starben 45 Menschen, in diesem Jahr 73.

Die Zahl der notwendigen Einäscherungen übersteige derzeit „mitunter die Kapazitäten des Zittauer Krematoriums“, hieß es. Es gebe deutlich höhere Sterbefallzahlen, mehr Aufnahmegespräche, Leichenschauen und Beurkundungen in den Standesämtern. Alle Beteiligten seien an den „Belastungsgrenzen“.

In dem Krematorium müssen demnach seit zehn Tagen permanent etwa 70 Verstorbene versorgt werden, „weshalb es dringend notwendig ist, die Arbeitssituation für die Mitarbeiter des Krematoriums zu entspannen.“

„Aus Rücksicht auf die Angehörigen und die stark belasteten Mitarbeiter werden vorerst keinerlei weitere Details veröffentlicht“, hieß es weiter in der Mitteilung. Die Pressestelle der Stadt war am Abend nicht mehr zu erreichen.

Die Stadt forderte beim Landkreis Görlitz und der Landesregierung Sachsen Hilfe für den Fall einer weiteren Verschlechterung der Lage an. Der Krematoriums-Geschäftsführer Daniel Brendler erklärte: „Trotz der Sondersituation ist die Lage derzeit noch beherrschbar, muss aber mit Blick auf eine weitere Entwicklung jetzt entsprechend organisiert werden.“

20.38 Uhr: Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten! In diesem Bundesland gilt sie nun

Alle Reiserückkehrer aus Risikogebieten unterliegen ab Mittwoch in Bayern einer Corona-Testpflicht. Spätestens 72 Stunden nach der Einreise müssen sie beim zuständigen Gesundheitsamt ein Testergebnis vorlegen, dies hat am Dienstag das bayerische Kabinett in München beschlossen. Die Urlaubs- und Familienrückkehrer können aber auch Corona-Tests vorlegen, die im Ausland vorgenommen wurden. Der Test darf aber maximal 48 Stunden alt sein.

„Der Urlaub darf nicht zum Risiko werden. Die Sicherheit steht an erster Stelle. Dazu führt Bayern eine Testpflicht für Reiserückkehrer ein“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) laut Mitteilung. Söder befindet sich seit Montag wegen eines nachgewiesenen Corona-Falls in seinem Kabinett selbst in Quarantäne. „Reisen in Risikogebiete sollten am besten überhaupt nicht stattfinden. So bleiben alle besser geschützt.“

Darüber hinaus gilt für Einreisende aus Risikogebieten weiterhin eine strenge Quarantänepflicht. Sie müssen sich unmittelbar nach der Einreise in die eigene Wohnung oder eine geeignete Unterkunft begeben und sich dort für zehn Tage isolieren. Frühestens nach fünf Tagen kann die Quarantäne durch einen negativen Test beendet werden.

Ausnahmeregeln bestehen nach Angaben der Staatskanzlei nur für systemkritische Tätigkeiten bestimmter Berufsgruppen etwa in den Bereichen Pflege und öffentliche Sicherheit. Unabhängig davon sind alle, also auch ausländische Pflegekräfte verpflichtet, sich zweimal wöchentlich auf das Coronavirus testen zu lassen.

17.29 Uhr: Deutlich längerer Lockdown? Ministerpräsident spricht von dritter Corona-Welle

Es sind erschreckende Worte, mit denen Sachsens Ministerpräsident Stefan Kretschmer am Dienstag die Fragerunde bei der wöchentlichen Kabinettspressekonferenz zur Corona-Pandemie im Freistaat eröffnete. „Es wird eine dritte Welle geben. Die Frage ist, wie hoch sie wird.“

Vor allem die Feiertage und der Jahreswechsel würden für einen erneuten Anstieg der Zahlen sorgen. „Vor uns liegen die zehn härtesten Wochen der Pandemie“, so Kretschmer.

Das klingt alles andere, als dass die Lockerungen am 10. Januar wie geplant kommen würden. Schließlich wäre das bereits in drei Wochen der Fall. Bei den aktuellen weiterhin hochschießenden Zahlen alles andere als vorstellbar, trotz des Impfstarts in wenigen Tagen.

Müssen wir demnach noch deutlich länger mit strengen Lockdown-Maßnahmen rechnen? Die Bild-Zeitung rechnet nach den Aussagen Kretschmers nach und käme somit auf März. Unvorstellbar, wenn der Lockdown wirklich noch solange vollzogen werden müsste.

Es bleibt zu hoffen, dass das nicht wirklich der Fall ist. Kretschmer appelliert deshalb nochmals auch an alle. „Ich will, dass wir alle miteinander auch ein Stück weit Hoffnung haben, die ich aus meiner Sicht auch sehe. Dass durch kluges Agieren von uns allen ... auch ganz viel zwischenmenschlicher Solidarität es anders kommt und dass wir früher wieder starten können. Daran sollten wir gemeinsam arbeiten.“

15.40 Uhr: Interpol mit düsterer Prognose zur Impfkampagne

Die internationale Kriminalpolizei-Organisation Interpol beobachtet einen spektakulären Zusammenhang zwischen der Corona-Pandemie und einer Kriminalitätswelle.

Wie Jürgen Stock, Leiter von Interpol in einem Interview mit der Wirtschaftswoche erklärte, habe selbst der erfahrene Kriminalbeamte eine solche Situation nicht erlebt.

„Ein solches Phänomen habe ich in meiner langen Polizeilaufbahn noch nicht gesehen: Ein Virus breitet sich von Asien über alle Kontinente aus und ihm folgt eine Kriminalitätswelle, sozusagen eine Parallel-Pandemie des Verbrechens. Tätergruppen haben ab der ersten Minute überlegt, wie sie mit Covid-19 Kasse machen können. Statt wie vorher zum Beispiel Medikamente zu fälschen, sind sie blitzschnell auf gefälschte Desinfektionsmittel, angebliche Anti-Viren-Medizin und minderwertige Schutzmasken übergegangen“, sagte er.

Und auch mit der startenden Impfkampagne erwartet er einen dramatischen Anstieg von Straftaten.

„Der Impfstoff ist das flüssige Gold 2021. Er ist das Wertvollste, was im kommenden Jahr zu verteilen ist. Die Mafia und andere kriminelle Organisationen sind schon darauf vorbereitet. Mit dem Ausrollen der Impfstoffe wird die Kriminalität dramatisch zunehmen. Wir werden Diebstähle und Lagereinbrüche sehen und Überfälle auf Impfstoff-Transporte; Korruption wird vielerorts grassieren, um schneller an den wertvollen Stoff zu kommen“, so der Leiter gegenüber der Wirtschaftswoche.

14.01 Uhr: Lübeck mit ungewöhnlicher Supermarkt-Regel

Wird diese Verfügung Schule machen? Als anhaltender Corona-Hotspot hat Lübeck eine bisher ungewöhnliche Supermarkt-Regel aufgestellt.

Demnach darf von Montag an nur noch eine Person je Haushalt einen Supermarkt betreten oder auf einen Wochenmarkt gehen. Kinder dürfen ihre Eltern nur dann begleiten, wenn es keine andere Betreuung gibt. Im öffentlichen Raum sind nur noch Treffen zwischen einem Haushalt und einer Person eines zweiten Haushalts erlaubt. Maximal fünf Menschen dürfen zusammenkommen.

13.10 Uhr: Ugur Sahin freut sich auf Impfstart

Die Genehmigung ist da. Am Samstag soll Deutschland die ersten Impfdosen erhalten. Einen Tag später sollen die ersten Menschen bei uns gegen das Coronavirus geimpft werden. Biontech-Chef Ugur Sahin, maßgeblich an der Entwicklung des Stoffes beteiligt, freut sich darüber immens. „Dass uns die EU jetzt die Möglichkeit gibt, die Menschen mit unserem Covid-19-Impfstoff zu versorgen, erleichtert uns und macht uns glücklich“, sagte er.

11.45 Uhr: Prozess gegen Mega-Masken-Betrüger gestartet

Wegen mutmaßlichen Betrugs mit rund einer Million Corona-Schutzmasken steht seit Dienstag ein 26-Jähriger vor dem Landgericht Koblenz. Der Anklage zufolge war der 26-Jährige während der ersten Corona-Welle mit zwei Komplizen am Abschluss von Kaufverträgen über die Lieferung von FFP2-Masken für mehr als drei Millionen Euro anscheinend auch an eine überregionale Supermarktkette beteiligt.

Er habe gewusst, dass die Masken den hohen FFP2-Standard nicht erfüllten - es seien nur einfache Mund-Nasen-Bedeckungen gewesen. Tatorte sollen unter anderem Sinzig im nördlichen Rheinland-Pfalz sowie Mainz gewesen sein.

10.20 Uhr: RKI-Chef schlägt Alarm

RKI-Chef Lothar Wieler hat noch einmal Alarm geschlagen, wie wichtig der Umgang mit der Pandemie an den Weihnachtsfeiertagen für die nahe Zukunft sein wird. Vehement bittet Wieler: „Uns stehen einige schwere Wochen bevor, wir sollten sie uns nicht noch schwerer machen.“

Der RKI-Chef fordert mit Nachdruck: „Beschränken sie ihre Kontakte an den Feiertagen auf ein absolutes Minimum. Bleiben sie, wann immer sie können, zu Hause. Treffen sie möglichst wenige Menschen, und wenn dann immer dieselben.“

Über das mutierte Virus aus England sagt Wieler, dass dessen Bedeutung noch nicht einschätzbar ist. „Klar ist: Je weiter sich Viren verbreiten, desto mehr Gelegenheit haben sie, sich zu verändern.“

9.09 Uhr: Biontech äußert sich zur Impfstoffzulassung

Der Pharmahersteller Biontech teilt in einer Pressekonferenz am Dienstagmorgen mit, dass die Impfungen in den nächsten fünf Tagen ausgeliefert werden. Ab 27. Dezember können dann die Impfungen beginnnen.

Die häufigsten Nebenwirkungen des Impfstoffes seien Kopfschmerzen und Müdigkeit. Dies käme aber nur bei rund 3 Prozent aller Probanden auf. Auch auf die Mutation des Coronavirus' gehen die Wissenschaftler ein: „Wir wissen im Moment nicht genau, ob unser Impfstoff wirklich in der Lage ist, diese Mutation zu bekämpfen.“ Die Wirksamkeit gegen verschiedene Corona-Mutationen konnte zwar schon nachgewiesen werden, bei dem neuartigen Virusstamm aus Großbritannien handele es sich aber um genau genommen neun Mutationen.

Wissenschaftlich betrachtet sei das jedoch „äußerst wahrscheinlich“, dass die Impfung wirke. Die Experten sind „sehr zuversichtlich“, dass die neue Mutation bekämpft werden wird. In den nächsten zwei Wochen wolle man das intensiv testen.

Sollte ein anderer Impfstoff nötig sein, könne dieser innerhalb von sechs Wochen entwickelt werden. Hier stelle sich aber wieder die Frage der Zulassung.

Außerdem teilte Biontech mit, dass allein bis Ende 2020 rund 12,5 Millionen Impfdosen für EU-Staaten produziert sollen sein.

8.26 Uhr: Biontech-Impfstoff soll auch gegen Mutation wirken

Biontech-Chef Ugur Sahin geht davon aus, dass der zugelassene Impfstoff seines Unternehmens auch bei der Virus-Mutation aus Großbritannien wirksam ist. Dafür halte er „die Wahrscheinlichkeit für hoch“, sagte Firmenchef Ugur Sahin am Montagabend im Internetprogramm der „Bild“-Zeitung.

6.20 Uhr: Erste Mutations-Untersuchungen bestätigen Verdacht

Eine Untersuchung der in Großbritannien aufgetretenen Corona-Mutation durch die „NERVTAG“, eine Beratungsgruppe der britischen Regierung, bestätigt den ersten Verdacht einer deutlich erhöhten Ansteckungsgefahr. Der deutsche Virologe Christian Drosten teilte die neuen Daten auf Twitter und kommentierte: „Das sieht leider nicht gut aus.“

Immerhin: Positiv stimmen den Chef-Virologen der Berliner Charité, dass die Fälle mit der Virus-Variation nur dort ansteigen, wo auch eine generell hohe Inzidenz erkennbar ist. „Kontaktreduktion wirkt also auch gegen die Verbreitung der Mutante“, so Drosten.

Montag, 21. Dezember

22:22 Uhr: Europäisches Land spricht bereits von dritter Welle!

Das erste europäische Land spricht bereits von einer dritten Corona-Welle! Der irische Regierungsberater für Gesundheitsfragen Tony Holohan spricht von einer dritten Welle, die sich sehr rasch nach der zweiten ausbreite. „Die Situation hat sich gewandelt und ändert sich sehr, sehr schnell“, sagt er gegenüber "thejournal.ie". Unter anderem werde geprüft, ob die neue Virus-Variante eine Rolle spiele. „Es ist wirklich wichtig, dass die Leute zu Hause bleiben.“

21.41 Uhr: Joe Biden gegen Corona geimpft

In den USA haben am Montag die ersten Menschen den Corona-Impfstoff des US-Unternehmens Moderna verabreicht bekommen. Der Fernsehsender CNN zeigte, wie Impfdosen in einem Krankenhauses in Houston im Bundesstaat Texas verabreicht wurden.

Beim Kurznachrichtendienst Twitter posteten unter anderem Krankenhäuser in Ohio und Connecticut Fotos von Ärzten und Pflegern, die den Impfstoff bekamen. Die Vereinigten Staaten sind das weltweit erste Land, in dem der Stoff abseits von Tests regulär zum Einsatz kommt. In Europa ist die Sitzung zu einer möglichen Zulassung für den 6. Januar angesetzt.

Unteranderem hat sich am Montag auch der gewählte US-Präsident Joe Biden gegen das Coronavirus impfen lassen.

18.37 Uhr: Corona: EU-Kommission lässt Biontech-Impfstoff zu

Die EU-Kommission hat wie erwartet am Montagabend den Impfstoff von Biontech und Pfizer zugelassen. Das gab Präsidentin Ursula von der Leyen bekannt.

In Deutschland müssen die Impfchargen noch vom Paul-Ehrlich-Institut geprüft, freigegeben und ausgeliefert werden.

Wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf Twitter bekannt gab, werden bis Ende diesen Jahres über 1,3 Millionen Impfdosen an die Bundesländer ausgeliefert. Im Januar sollen es wöchentlich mindestens 670.000 sein.

17.30 Uhr: Impfstoff: Diese Nebenwirkungen treten am häufigsten auf

Der Impfstoff von Biontech und Pfizer wurde am Montag von der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA zugelassen. Bislang sind relativ harmlose Nebenwirkungen über den Impfstoff bekannt. Hier liest du alle Infos darüber.

16.54 Uhr: Corona: Dänemark lässt Millionen tote Nerze wieder ausgraben – aus diesem unfassbaren Grund

In Dänemark sollen die Kadaver von vier Millionen Nerzen, die wegen einer Coronavirus-Mutation gekeult worden waren, im kommenden Jahr wieder ausgraben und verbrannt werden. Wie die Regierung am Sonntag mitteilte, sollen so Verunreinigungen des Grundwassers und nahegelegener Seen verhindert werden. Die Exhumierung soll den Angaben zufolge in sechs Monaten beginnen, wenn ein Infektionsrisiko ausgeschlossen werden kann.

Die dänische Regierung hatte im November entschieden, mehr als 15 Millionen Zucht-Nerze töten zu lassen, um die Verbreitung einer mutierten und auf den Menschen übertragbaren Form von Sars-CoV-2 zu verhindern. Viele der Tiere wurden in zwei Massengräbern auf Militäranlagen nahe Holstebro und Karup im Westen Dänemarks vergraben. Die Regierung musste jedoch kurz darauf einräumen, dass durch den Zersetzungsprozess große Menge an Phosphor und Stickstoff im Boden freigesetzt werden könnten.

Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums besteht jedoch keine unmittelbare Gefahr einer Verunreinigung des Grundwassers und nahegelegener Seen. Die Nerze könnten daher noch bis Mai in den umstrittenen Massengräbern bleiben.

Die Regierung in Kopenhagen hatte Mitte November mitgeteilt, dass die sogenannte Cluster-5-Mutation ausgemerzt sei. Experten hatten befürchtet, dass diese Variante des Coronavirus die Wirksamkeit von Impfstoffen bei Menschen beeinträchtigen könnte. Am Montag soll in Dänemark ein Gesetz verabschiedet werden, dass die Nerz-Haltung bis 2022 verbietet.

16 Uhr: Zustimmung für Biontech-Impfstoff schon am Montagabend?

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen twitterte, sie erwarte bereits am Montagabend eine Entscheidung der EU-Kommission. Diese muss eine formelle Zustimmung zur Zulassung des Impfstoffes von Biontech und Fizer geben.

15.53 Uhr: Impfstoff mutmaßlich auch gegen mutierte Variante wirksam

Während seit dem Wochenende eine mutierte Variante des Corona-Virus für Aufregung sorgt, erklärte EMA-Direktorin Emer Cooke am Montag in Amsterdam: „Zu diesem Zeitpunkt gibt es keinen Beweis für die Annahme, dass der Impfstoff nicht gegen die neue Variante wirken könnte.“

Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA rechnet demnach damit, dass der Impfstoff der Firmen Pfizer und Biontech auch gegen die neu aufgetretene Coronavirus-Variante wirksam ist.

Über die neue Virus-Variante müssten aber noch mehr Informationen gesammelt werden.

15.07 Uhr: EU-Arzneimittelbehörde EMA erlaubt Zulassung von Biontech-Impfstoff

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA erlaubt die Zulassung des Biontech-Impfstoffes. Das wurde am Montagnachmittag auf einer Pressekonferenz in Amsterdam bekannt gegeben.

„Das ist wirklich eine historische wissenschaftliche Leistung“, sagte EMA-Direktorin Emer Cooke.

Die EU-Behörde empfiehlt die Zulassung des Impfstoffes von Pfizer und Biontech. Nun muss nur die EU-Kommission zustimmen, dann kann das Impfen in Europa beginnen. Die EU-Kommission will am Dienstag oder Mittwoch über die formelle Zulassung in der EU entscheiden. Ihre Zustimmung gilt als sicher.

In Deutschland sollen die Impfungen am kommenden Sonntag, 27. Dezember, starten.

Voraussichtlich am 6. Januar will die EMA auch den Weg frei machen für die Zulassung des zweiten Impfstoffes, dem Präparat vom US-Konzern Moderna.

14.51 Uhr: Markus Söder muss in Quarantäne

Der bayerische Staatsminister Florian Herrmann ist am Montag positiv auf Corona getestet worden und in Isolation. „Es geht mir den Umständen entsprechend gut“, teilt er via Twitter mit. Weil Markus Söder als Kontaktperson gilt, muss Bayerns Ministerpräsident in Quarantäne – und dort womöglich auch über Weihnachten bleiben. Die Amtsgeschäfte werde er digital weiterführen, teilt Söder mit.

14.10 Uhr: Weltweit erster Toter nach Wieder-Infektion

In Israel hat es erstmals einen Corona-Todesfall nach Wiederinfektion gegeben. Ein 74-jähriger Mann war ins Shiba-Krankenhaus in Tel Aviv gekommen, nachdem er sich ein zweites Mal mit dem Virus infiziert hatte, und verstarb dort. Eine Wiederinfektion mit dem Coronavirus ist nur durch eine Mutation möglich und weltweit äußerst selten.

Dennoch ist der Fall laut Professor Galia Rahav, Leiter der Abteilung für Infektionskrankheiten, beunruhigend. Er fragte gegenüber der Nachrichtenseite „ynet“: „Wenn ein Mensch sich mehrmals infizieren kann, während das Coronavirus sich verändert, welche Bedeutung hat dann der Impfstoff?“

13.30 Uhr: Medien: 10 England-Passiere in Deutschland positiv getestet

Wegen der Corona-Mutation wurden alle Fluglandungen aus Großbritannien nach Deutschland umgehend untersagt – und womöglich dennoch zu spät. Mindestens zehn Passagiere aus Großbritannien wurden laut „Bild“ an den Flughäfen Berlin, Stuttgart, Hannover und Dortmund positiv auf Covid-19 getestet. Hinzu kommen sieben Infizierte aus drei Flügen, die am gestrigen Abend in Hamburg gelandet waren und von der Bundespolizei bereits bestätigt wurden. Ob die Betroffenen mit der mutierten oder der bekannten Variante des Coronavirus infiziert sind, ist noch unklar. Alle wurden umgehend in Quarantäne gesteckt.

11.55 Uhr: Alle aktuellen Informationen zur Corona-Mutation

Was ist das für eine Corona-Mutation und wie gefährlich ist sie nach aktuellem Stand? Alle Informationen zur in England aufgetauchten Variante des Coronavirus erhältst du hier >>

10.57 Uhr: England-Reisender in Hannover positiv auf Corona getestet

Nach einem Zwangsaufenthalt auf dem Flughafen Hannover für 62 Passagiere aus Großbritannien hat sich ein Fluggast als Covid-19-positiv herausgestellt. Weitere Labortests sollten nun klären, ob der Passagier sich mit der neuen, besonders ansteckenden Variante des Coronavirus infiziert habe. Der betroffene Fluggast und die Begleitpersonen würden nun in einem Quarantäne-Transport zu ihrem Zielort gebracht. Dort müssten sie „separiert“ werden.

Wegen der neuen Variante des Coronavirus ist die Einreise von Flugpassagieren aus Großbritannien an mehreren deutschen Flughäfen am Sonntagabend zunächst gestoppt worden. Ab Mitternacht untersagte Deutschland ohnehin Flüge aus dem Vereinigten Königreich. Am Flughafen Hannover durften insgesamt 63 Passagiere zunächst nicht einreisen, 62 mussten getestet werden, ein Fluggast flog nach London zurück. Für die Reisenden waren Feldbetten aufgestellt worden.

9.50 Uhr: Christian Drosten mit Klartext über Mutation

Deutschlands bekanntester Virologe Christian Drosten geht davon aus, dass die Corona-Mutation Deutschland bereits erreicht hat. Große Besorgnis habe er wegen der Virus-Variante jedoch nicht. Ob das Virus tatsächlich stärker übertragbar ist, sei bisher nur ein Verdacht, der nun analysiert werde. „Ich bin darüber nicht sehr besorgt im Moment“, sagt Drosten im „Deutschlandfunk“ klar.

8.38 Uhr: EU-Ratspräsidentschaft beruft Krisentreffen ein

Die Virus-Mutation aus Großbritannien sorgt für Alarm. Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft hat wegen der Mutation für Montag ein Notfalltreffen mit Vertretern anderer Mitgliedstaaten einberufen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Bundeskanzlerin Angela Merkel, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident Charles Michel hatten bereits am Sonntag in einem Telefonat die Lage erörtert.

7.25 Uhr: Corona-Mutation erreicht weitere Länder

Trotz umgehender und radikaler Abschottung Europas hat das mutierte Coronavirus aus Großbritannien weitere Länder erreicht. Nach Dänemark, Belgien, den Niederlanden und Australien hat nun auch Italien einen Fall gemeldet. Der Mann, kürzlich aus Großbritannien zurückgekehrt, wurde in Rom positiv auf die Corona-Variante getestet, war zuvor mit seiner Familie in Quarantäne. Laut Bundes-Gesundheitsminister Jens Spahn gibt es in Deutschland bislang keinen Fall.

6.15 Uhr: Chef des Weltwirtschafts-Instituts mit heftiger Corona-Kritik

Heftige Kritik an der Corona-Teststrategie in Deutschland kommt vom Chef des Instituts für Weltwirtschaft, Gabriel Felbermayr. Bereits im April hätten laut des Kielers viele Volkswirte für mehr Tests geworben, als einzige Reaktion aus der Politik hätte es darauf Zynismus gegeben. „Was mich persönlich sehr irritiert, ist, dass beim Bekämpfen der Pandemie nicht auf Faktenbasis operiert wird“, so der Chef des Weltwirtschafts-Instituts. Die Folge: Noch immer wisse man nun nicht, wo sich die Menschen wirklich infizieren.

„Und darum sind wir jetzt wieder in einem sehr pauschalen Lockdown - Ganz ähnlich wie in der ersten Welle“, so Felbermayr. „Wir haben aus der ersten Welle scheinbar nicht viel gelernt und reagieren in der zweiten mit derselben, mittelalterlichen Methodik. Ein Monat Lockdown kostet 10 bis 15 Milliarden Euro Steuergeld. Damit kann man gewaltige Testkapazitäten aufbauen und jeden testen - Von mir aus auch vor dem Besuch eines Lokals.“

Sonntag, 20. Dezember

22.50 Uhr: Europa schottet sich gegen Mutation in Großbritannien ab

Die Flüge sind gestoppt, jetzt wurden auch der Eurotunnel und das Fähr-Terminal in Dover gesperrt, berichtet „Der Spiegel“. Europa schottet sich gegen die in Großbritannien mutierte Variante des Coronavirus ab.

21.45 Uhr: Neue Corona-Mutation jetzt auch in Italien

Die neue Corona-Variante hat Italien erreicht. Das italienische Gesundheitsministerium teilt mit, dass die Mutation bei einem Patienten nachgewiesen worden sei. Der Patient sei zusammen mit einer weiteren Person aus Großbritannien zurückgekehrt und mit dem Flugzeug in Rom gelandet, befindet sich jetzt in Quarantäne.

21.15 Uhr: Mehrere EU-Länder und die Schweiz verhängen Verbot für Großbritannien-Flüge

Auch Frankreich, Bulgarien, Tschechien, Irland und die Schweiz verhängen wegen einer neuen Coronoavirus-Variante ein Verbot von Flügen aus Großbritannien. Das teilen die zuständigen Behörden mit. Die Regelung gelte ab Mitternacht zunächst bis zum 31. Dezember.

21.00 Uhr: EU-Ratspräsidentschaft ruft Notfalltreffen wegen Mutation ein

Wegen der neuen Variante des Coronavirus beruft die deutsche EU-Ratspräsidentschaft für Montag ein Notfalltreffen mit Vertretern anderer Mitgliedstaaten ein. Berlin rufe im Rahmen des Krisenreaktionsmechanismus der Staatengemeinschaft (IPCR) nationale Experten zusammen, wie ein Sprecher der deutschen Ratspräsidentschaft am Sonntag mitteilte. Auf der Tagesordnung stehe die Koordination der Europäischen Union in Bezug auf die neue Virusvariante.

20.00 Uhr: Spahn besorgt über Corona-Mutation: „Würde viel verändern“

Die Bundesregierung ist besorgt wegen der in Großbritannien und Südafrika aufgetretenen neuen Variante des Coronavirus. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“: „Es ist bis jetzt nicht in Deutschland nachgewiesen worden, aber wir nehmen natürlich die Meldungen aus Großbritannien, aus dem Vereinigten Königreich sehr ernst.“

Und weiter: „Die deutlich schnellere Übertragbarkeit, wie sie in diesem Fall vermutet wird, die würde natürlich viel verändern und deshalb ist es wichtig, den Eintrag nach Deutschland, auf Kontinentaleuropa zu unterbinden.“ Es sei wichtig, die Erkenntnisse über die Virusvariante zu verifizieren und zugleich vorausschauend zu agieren.

Ab Mitternacht seien laut Spahn Einreisen aus Großbritannien und Südafrika eingeschränkt. Er wundert sich darüber, dass viele Deutsche ihren Weihnachtsurlaub in Südafrika verbringen. Er frage sich, ob diese Menschen die Botschaften nicht gehört hätten, nicht zu reisen und die Kontakte einzuschränken.

17.35 Uhr: Medienbericht: Deutschland stoppt Passagierflüge aus Großbritannien

Wie „Bild“ berichtet, wird der Reiseverkehr zwischen Deutschland und Großbritannien ab Mitternacht gestoppt. Auch Flüge von und nach Südafrika sollen verboten werden. Grund ist eine aggressivere Corona-Mutation, die in beiden Staaten bereits nachgewiesen worden ist. Ein entsprechender Beschluss des Bundeskabinetts soll noch am Sonntagabend gefällt werden, so „Bild“ weiter. In den nächsten Tagen werde die ganze EU nachziehen und den gesamten Personen-Verkehr in und aus Großbritannien stoppen. Eingeschlossen seien auch See- und Schienenweg. Frachtflüge sind von der Regel ausgeschlossen.

Was von der mutierten Corona-Version bislang bekannt ist, erfährst du hier!

15.03 Uhr: Merkel will Grenzen für Briten dicht machen

Bundeskanzlerin Angela Merkel will die Grenzen für Briten dicht machen. Schon ab Mitternacht soll es keine Flüge mehr von Großbritannien nach Europa geben, berichtet die „Bild“. Später gibt es vielleicht auch keine Möglichkeit mehr, von der Insel mit der Bahn oder den Fähren aufs europäische Festland zu kommen. Noch heute will die Kanzlerin mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron telefonieren.

13.56 Uhr: Mutiertes Coronavirus in England: Was bisher über VUI-2020/12/01 bekannt ist

In Großbritannien grassiert eine Corona-Variante, die laut Premierminister Boris Johnson 70 Prozent ansteckender ist als die bisherige Form. Wir haben für dich zusammengefasst, was wir bislang über VUI-2020/12/01 wissen. Hier mehr erfahren>>>

11.54 Uhr: Landeverbot für britische Flugzeuge auch in Deutschland?

Wie die Bild berichtet, will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ein Landeverbot für Flugzeuge aus Großbritannien und Südafrika. In beiden Ländern sind gefährliche Mutationen von Corona nachgewiesen worden. Dem Bericht zufolge werde derzeit eine Verordnung vorbereitet, die vom Kabinett beschlossen werden muss.

07.58 Uhr: Gefahr von der Insel? Niederlande verbieten Flüge aus Großbritannien

Wegen einer neuen Corona-Mutation in Großbritannien, die bereits der Weltgesundheitsorganisation gemeldet ist, erlauben die Niederlande keine Flüge mehr aus dem Vereinigten Königreich. Ab heute bis vorerst 1. Januar dürfen keine Passagiere von der Insel mehr einreisen, teilte die Regierung in Den Haag mit.

„Eine ansteckende Mutation des Coronavirus zirkuliert in Großbritannien. Es soll sich leichter und schneller verbreiten sowie schwieriger zu entdecken sein“, erklärte das niederländische Gesundheitsministerium. Die nationale Gesundheitsbehörde habe deshalb empfohlen, „das Eindringen dieser Virusvariante aus Großbritannien so weit wie möglich zu verhindern“. Deshalb habe das Kabinett von Regierungschef Mark Rutte „vorsichtshalber“ das Verbot von Flügen aus Großbritannien beschlossen.

07.00 Uhr: Mehr als 22.700 Corona-Neuinfektionen – 409 weitere Todesfälle

Binnen 24 Stunden sind 22.771 neue Fälle von Corona gemeldet worden, wie das RKI am Sonntagmoren bekannt gab. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 ist um 409 auf insgesamt 26.049 gestiegen. Da am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln, liegen die Fallzahlen des RKI sonntags und montags in der Regel niedriger als an anderen Wochentagen. Am vergangenen Sonntag waren 20.200 Neuinfektionen und 321 neue Todesfälle vermeldet worden.

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(DER WESTEN mit dpa und AFP)