Gutschein als Geschenk: Diese Corona-Sonderregel zur Gültigkeit musst du beachten

Welche Auswirkungen hat Corona auf die Gültigkeit von Gutscheinen?
Welche Auswirkungen hat Corona auf die Gültigkeit von Gutscheinen?
Foto: imago images/Alexander Limbach

Die Corona-Pandemie stellt Weihnachten auf den Kopf. Weil viele Läden seit dem Anfang des Lockdowns schließen mussten, wurde auch die Suche nach Geschenken erschwert.

Eine beliebter Ersatz: Gutscheine! Von diesem erhoffen sich Schenker und Beschenkte, dass sie eingelöst werden können, wenn der Lockdown vorbei ist. Für die Gültigkeit solcher Gutscheine gibt es in Zeiten von Corona nun besondere Regeln.

Corona: Wie lange sind Gutscheine während des Shutdowns gültig?

Wie lange ist es möglich, die geschenkten Gutscheine einzulösen? Grundsätzlich gilt eine Frist von drei Jahren, wenn der Gutschein kein eigenes Ablaufdatum hat. Dies ist gesetzlich rechtens, solange die Frist nicht zu kurz ist. Die Frist beginnt dabei immer erst am Ende des Jahres, in dem dieser ausgestellt wurde.

Wer also zu Weihnachten einen Gutschein bekommen hat, kann diesen bis Ende 2023 einlösen. An den allgemeinen Regelungen ändern auch die Pandemie und der damit verbundene Lockdown erst einmal nichts. Jedoch gibt es laut Verbraucherzentrale eine Ausnahme. Ist es wegen des Shutdowns nicht möglich, einen Gutschein rechtzeitig einzulösen, verlängert sich die Frist um diesen Zeitraum.

Gutschein einlösen: Was passiert, wenn ein Händler pleitegeht?

Eine weitere knifflige Frage, vor der sich aktuell besonders Personen aus dem Einzelhandel fürchten, ist, was passiert, wenn der Händler eines Gutscheins pleite geht. In diesem Fall schaut nämlich auch der Beschenkte in die Röhre.

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Bei Insolvenz verfällt der Wert des Gutscheins, er ist damit so gut wie nutzlos. Jedoch wäre es theoretisch möglich, dass man seine Forderung im Rahmen eines Insolvenzverfahrens anmeldet – das ist allerdings mit großem Aufwand verbunden.

Regelung bei abgelaufenen Gutscheinen

Ist die Frist eines Gutscheins abgelaufen, ist der Händler nicht mehr dazu verpflichtet, diesen anzunehmen. Nach Auffassung der Verbraucherzentrale, muss er dem Verbraucher dennoch den Geldwert des Gutscheins erstatten, mit einer Ausnahme.

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Bei der Erstattung darf er seinen entgangenen Gewinn einbehalten, muss also nicht den vollen Geldwert des Gutscheins erstatten. Wie hoch dieser Gewinn ist, muss von Fall zu Fall entschieden werden. (mh)