Sturm aufs US-Kapitol: Junge Frau stahl Laptop aus Nancy Pelosis Büro – DAS soll sie damit vorgehabt haben

Trump-Anhänger stürmen das US-Capitol

Anhänger von Donald Trump haben am Mittwoch das US-Capitol in Washington gestürmt.

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Washington D.C.. Erschreckende Ausschreitungen vor dem Kapitol in Washington. Nach einer Rede des scheidenden US-Präsidenten Donald Trump stürmten am 6. Januar hunderte gewaltbereite Trump-Anhänger das Kapitol!

Wir halten dich in unserem Newsblog über die Ausschreitung in Washington und die Folgen auf dem Laufenden:

+++ Newsticker aktualisieren +++

Dienstag, 19. Januar

15.36 Uhr: Junge Frau soll Laptop aus Büro von Nancy Pelosi gestohlen haben

Nach der Erstürmung des US-Kapitols hat die Polizei eine junge Frau festgenommen, die verdächtigt wird, einen Laptop aus dem Büro der Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, gestohlen zu haben. Das FBI erhielt nach eigenen Angaben einen entsprechenden Hinweis eines Ex-Freundes der Frau. Er habe laut einer eidesstattlichen Erklärung die 22-Jährige in einem Video erkannt, berichteten US-Medien am Montagabend (Ortszeit). Demnach soll die Frau einen Laptop oder eine Festplatte aus Pelosis Büro entwendet haben. Ihre Absicht sei gewesen, das Gerät über einen Freund in Russland an den dortigen Auslandsgeheimdienst zu verkaufen.

Die Frau habe sich am Montag gestellt und sei daraufhin festgenommen worden, hieß es unter Berufung auf das Justizministerium. Die Bundespolizei FBI wirft ihr nach eigenen Angaben bislang nicht Diebstahl, sondern Beteiligung an der Erstürmung des Kapitols am 6. Januar vor. Die anderen Vorwürfe würden nun geprüft.

Pelosis stellvertretender Stabschef Drew Hammill hatte zwei Tage später bei Twitter mitgeteilt, dass ein Laptop aus einem Konferenzraum gestohlen worden sei. Der Computer sei aber nur für Vorträge benutzt worden. Es ist jedoch bislang unklar, ob ein Zusammenhang zu den Vorwürfen gegen die Frau besteht.

Mittwoch, 13. Januar

22.27 Uhr: Mehrheit im Repräsentantenhaus stimmt für Amtsenthebungsverfahren von Donald Trump

Im US-Repräsentantenhaus hat eine Mehrheit für die Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen Präsident Donald Trump gestimmt. Bei dem Votum in der Kongresskammer wurde am Mittwoch die Schwelle von 217 Abgeordnetenstimmen überschritten. Die Abstimmung über das Impeachment eine Woche nach der Erstürmung des Kapitols durch radikale Trump-Anhänger dauerte zunächst noch an.

16.15 Uhr: US-Repräsentantenhaus beginnt Sitzung über Amtsenthebungsverfahren gegen Trump

Historischer Tag in Washington: Das US-Repräsentantenhaus hat mit seinen Beratungen über die Einleitung eines zweiten Amtsenthebungsverfahrens gegen Präsident Donald Trump begonnen. Die Demokraten forderten dabei am Mittwoch, den Präsidenten wegen der Kapitol-Erstürmung durch militante Anhänger umgehend seines Amtes zu entheben.

Die Abstimmung über den Anklagepunkt „Anstiftung zur Aufruhr“ war für ab 15.00 Uhr (Ortszeit: 21.00 Uhr MEZ) geplant. Eine Mehrheit für ein Impeachment Trumps galt als sicher: Die Demokraten des künftigen Präsidenten Joe Biden verfügen über die notwendige einfache Mehrheit, um ein Amtsenthebungsverfahren einzuleiten. Außerdem wollen mehrere Abgeordnete von Trumps Republikanern ebenfalls für das Impeachment stimmen.

09.00 Uhr: Donald Trump nun auch HIER gesperrt

Rund eine Woche nach der Erstürmung des US-Kapitols ergreift nun auch Youtube als letzte große Internetplattform schärfere Maßnahmen gegen das Konto des amtierenden Präsidenten Donald Trump. Angesichts von „Bedenken ob des anhaltenden Gewaltpotenzials“ seien neue Inhalte auf Trumps Kanal entfernt worden, teilte die Videoplattform von Google mit. Nun dürften mindestens sieben Tage lang keine Videos mehr dort hochgeladen werden – ältere Videos blieben aber verfügbar. Zudem sei die Kommentarfunktion auf unbestimmte Zeit deaktiviert worden. Nach der einwöchigen Sperre soll die Entscheidung erneut überdacht werden.

06.33 Uhr: Mike Pence lehnt Amtsenthebung von Trump ab

Der amtierende US-Vizepräsident Mike Pence hat eine sofortige Absetzung des Präsidenten Donald Trump über einen Zusatzartikel der Verfassung offiziell abgelehnt. In einem am Dienstagabend veröffentlichten Schreiben an das Repräsentantenhaus erklärte Pence, ein solches Vorgehen, das von ihm und mehreren Kabinettsmitgliedern angestoßen werden müsste, sei nicht im Interesse der Nation. Auf Grundlage des 25. Zusatzartikels der Verfassung könnte Pence den Präsidenten mit einer Mehrheit wichtiger Kabinettsmitglieder für unfähig erklären, sein Amt auszuüben.

06.22 Uhr: Auch SIE will für Amtsenthebung stimmen

Die hochrangige republikanische Abgeordnete Liz Cheney hat angekündigt, im Repräsentantenhaus für eine Amtsenthebung des scheidenden US-Präsidenten Donald Trump zu stimmen. Cheney veröffentlichte am Dienstagabend eine Stellungnahme, in der sie ihre Zustimmung zu dem Impeachment-Vorstoß der Demokraten verkündete. „Ich werde dafür stimmen, den Präsidenten des Amtes zu entheben“, erklärte sie. Der zu ihrer eigenen Partei gehörende Präsident habe den „Mob“, der das Kapitol stürmte, zusammengetrommelt und die Attacke ausgelöst. „Nichts davon wäre ohne den Präsidenten passiert.“

Liz Cheney, die Tochter des früheren US-Vizepräsidenten Dick Cheney, gehört zur Führungsriege der Republikaner im Abgeordnetenhaus. Vor ihr hatte bereits der republikanische Abgeordnete John Katko als erster seiner Fraktion angekündigt, für eine Amtsenthebung Trumps zu stimmen. Auch er machte Trump für die gewaltsamen Ausschreitungen verantwortlich.

Dienstag, 12. Januar

14.05 Uhr: Hörner-Randale ist im Hungerstreik

Der Trump-Randale mit dem Hörner-Kopfschmuck wurde verhaftet und sitzt nun in einer Polizeizelle. Dort befindet er sich in einem Hungerstreik. Doch nicht etwa aus politischen Gründen, sondern weil ihm das Essen im Knast nicht passt. Er will Bio-Essen!

Seine Mutter sagte zu Reportern: „Er wird sehr krank, wenn er keine Bio-Nahrung zu sich nimmt. Er muss essen.“ Auch sein Anwalt macht sich für ihn stark. Der 33-Jährige brauche eine spezielle Diät. Ob es und welche gesundheitlichen Gründe es dafür gibt, ist nicht bekannt.

14 Uhr: Verfassungsschützer warnt eindringlich nach Sturm aufs Kapitol

Der Präsident des Verfassungsschutzes in Thüringen, Stephan Kramer, warnt vor ähnlichen Szenen wie vor dem Kapitol auch in Deutschland, berichtet thueringen24.de.

Sonntag, 10. Januar

10.00 Uhr: Drei Demonstranten festgenommen

Nach dem Sturm auf das Kapitol wurden mehrere Demonstranten festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilt. Unter ihnen ist auch der Mann mit dem Hörner-Kopfschmuck, der besonders ins Auge stach. Der Mann hatte Fell und Hörner auf dem Kopf, sein Gesicht war angemalt, sein Oberkörper nackt, in der Hand trug er einen Speer mit US-Flagge.

Am Samstag wurde Jacob C. aus Arizona festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft in Washington mitteilte. Bereits am Freitag sei Adam J. aus Florida von der Polizei aufgegriffen worden - er soll das Rednerpult der Vorsitzenden des Repräsentantenhauses im Kapitol entwendet haben. Auch ein Mitglied des Abgeordnetenhauses des Bundesstaats West Virginia, Derrick E., sei festgenommen worden.

Jacob C. (33) hatte im Sender NBC News mit dem Angriff auf das Parlament geprahlt. „Die Tatsache, dass ein Haufen unserer Verräter im Amt sich verbarrikadierte, Gasmasken aufsetzte und sich im unterirdischen Bunker zurückzog, halte ich für einen Sieg“, sagte er. Aus den von der Staatsanwaltschaft veröffentlichten Unterlagen geht hervor, dass C. am Donnerstag selber bei der Bundespolizei FBI in Washington anrief und bestätigte, dass er der Mann mit dem Hörner-Kopfschmuck gewesen sein. C. habe erklärt, dass er mit einer Gruppe aus Arizona angereist gewesen sei, weil Trump alle „Patrioten“ für Mittwoch nach Washington gerufen hatte.

Samstag, 09. Januar

07.18 Uhr: Twitter sperrt Donald Trumps Account dauerhaft

Der Online-Dienst Twitter hat den Account von Donald Trump dauerhaft gesperrt. Der Account sei gründlich geprüft worden und nun „permanent gesperrt“, so das Unternehmen am Freitag. „Grund ist das Risiko weiterer Anstiftung zu Gewalt“, heißt es auf Twitter.

Freitag, 08. Januar

22.38 Uhr: US-Demokraten wollen DAS gegen Donald Trump einleiten

Die Demokraten planen laut „CNN“ bereits am Montag ein Amtsenthebungsverfahren von Noch-US-Präsident Donald Trump. In Folge dessen könnte es in der nächsten Woche zu einer Abstimmung im Repräsentantenhaus kommen.

Die Vorsitzende des US-Hauses, Nancy Pelosi, hatte Trump nach den Ausschreitungen in Washington mit einem Amtsenthebungsverfahren bedroht. Update: Bereits am Montag soll das Amtsenthebungsverfahren eingeleitet werden. Als Grund wurde eine „Aufstachelung zum Aufstand“ angegeben.

16.56 Uhr: Donald Trump will nicht an Bidens Amtseinführung teilnehmen

Donald Trump bricht mit einer langen Tradition: Der abgewählte US-Präsident will nicht an der feierlichen Amtseinführung seines Nachfolgers Joe Biden teilnehmen. Das kündigte Trump am Freitag auf Twitter an.

Der Demokrat Biden soll am 20. Januar in der US-Hauptstadt Washington als künftiger Präsident vereidigt werden. Trumps Anwesenheit bei der Zeremonie entspräche der politischen Gepflogenheit, sie hat aber keine rechtliche Auswirkung. Biden wird auch ohne den Amtsvorgänger als neuer Präsident vereidigt.

11.49 Uhr: Dickes Kopfgeld auf Trump-Chaoten ausgesetzt

Nach dem Sturm der Trump-Anhänger auf das Kapitol hat das FBI eine Fahndungsliste mit den Gesichtern der Chaoten veröffentlicht. Bis zu 50 000 Dollar (mehr als 40 000 Euro) Kopfgeld sind auf die Ergreifung eines Randalierers ausgesetzt.

Insgesamt sucht das FBI bisher mindestens 41 Mitglieder. Auch den Mann, der eine Rohrbombe in der Nähe des Kapitols abgelegt haben soll. Auf ihn ist die maximal Summe von 50 000 Dollar ausgesetzt.

08.09 Uhr: Konsequenzen gezogen! Auch er tritt zurück

Ein weiterer Rücktritt im Zuge der Ausschreitungen rund um das Kapitol in Washington! Der Polizeichef des Kapitols, Steven Sund, tritt wegen der Ausschreitungen mit Wirkung zum 16. Januar zurück.

Seine Beamten hätten sich auf eine Demonstration für freie Meinungsäußerung eingestellt und mit der Gewalteskalation nicht gerechnet. Solche Ausschreitungen habe er in seinen nunmehr 30 Jahren bei der Polizei nicht erlebt, sagte Sund.

Die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, hatte zuvor Sunds Rücktritt gefordert und ihm vorgeworfen, das Kapitol nicht ausreichend gegen die randalierenden Anhänger des scheidenden US-Präsidenten Donald Trump gesichert zu haben.

06.43 Uhr: Nächster Rückschlag für Trump! Sie tritt ebenfalls zurück

Trumps Bildungsministerin Betsy DeVos (63) tritt nach dem Aufstand im Kapitol zurück. Trumps „Rhetorik“ sei ein „Wendepunkt" gewesen, sagte sie.

Betsy DeVos teilte in ihrem von der „New York Times“ verbreiteten Schreiben an Trump mit, sie werde ihr Amt an diesem Freitag niederlegen. Im Bezug auf die gewaltsamen Proteste am Mittwoch schrieb sie: „Es ist nicht zu verkennen, welche Auswirkungen Ihre Rhetorik auf die Situation hatte, und das ist der Wendepunkt für mich.“

DeVos gehörte Trumps Kabinett seit Februar 2017 an.

Kurz zuvor hatte am Donnerstag Verkehrsministerin Elaine Chao angekündigt, sie werde ihr Amt am Montag aufgeben.

06.21 Uhr: Nach Ausschreitungen am Kapitol: Polizei vermeldet fünften Toten

Die Zahl der Todesfälle rund um die Ausschreitungen am Kapitol steigen wohl auf fünf Personen. Ein verletzter Polizist ist nun verstorben. Die Kapitols-Polizei teilte in der Nacht zu Freitag mit, der Beamte sei bei einer Auseinandersetzung mit Demonstranten am Mittwoch verletzt worden und später zusammengebrochen. Er sei in ein Krankenhaus gebracht worden, wo er am Donnerstagabend gestorben sei.

Zuvor war bereits bekannt geworden, dass eine Frau am Mittwoch im Kongressgebäude von einem Polizisten angeschossen worden und später im Krankenhaus gestorben sei. Darüber hinaus wurden drei weitere Todesfälle aus der Umgebung des Kapitols gemeldet. Eine erwachsene Frau und zwei erwachsene Männer scheinen an unterschiedlichen medizinischen Notfällen gelitten zu haben, die zu ihrem Tod führten. Das hatte der Chef der Polizei in der US-Hauptstadt, Robert Contee, in der Nacht zu Donnerstag erklärt.

06.14 Uhr: Trump darf wieder zwitschern! DAS war sein erster Tweet

Dass Donald Trump seinen Twitter-Account zurück hat, wurde am Donnerstagabend bereits bekannt. Nun ist auch klar, was er als erstes auf dem Kurznachrichtenkanal raushaute.

„Die neue Regierung wird am 20. Januar vereidigt“, sagte er in einer Video-Ansprache, die er auf Twitter postete. Er konzentriere sich deshalb „auf eine geordnete und reibungslose Machtübergabe“.

Über die schrecklichen Szenen am und vor dem Kapitol, sagte er: Sie seien ein „abscheulicher Angriff" und er sei „über die Gesetzlosigkeit und das Chaos empört" gewesen.


Am Ende seiner Rede sagte er jedoch vieldeutig zu seinen Anhängern: „Ich weiß, dass ihr enttäuscht seid. Aber unsere Reise hat erst begonnen...“

Donnerstag, 07. Januar

22.55 Uhr: Biden mit schwerem Vorwurf Richtung Trump

Der künftige US-Präsident Joe Biden und seine Vize Kamala Harris haben nach dem Sturm auf das Kapitol vor einer Ungleichbehandlung von Demonstranten durch Sicherheitskräfte gewarnt. Mit Blick auf gewaltsam aufgelöste Anti-Rassismus-Proteste im vergangenen Jahr sagte Biden am Donnerstag in Wilmington: „Niemand kann mir sagen, dass wenn gestern eine Gruppe von "Black Lives Matter"-Demonstranten protestiert hätte, sie nicht sehr, sehr anders behandelt worden wäre.“ Er machte sich damit die Worte seiner Enkelin Finnegan Biden zu eigen, die er zu zitieren schien. „Wir alle wissen, dass das wahr ist, und das ist es inakzeptabel“, so Biden weiter.

21.40 Uhr: Trump hat seinen Twitter-Account zurück

Der scheidende US-Präsident Donald Trump hat wieder Zugriff auf seinen wichtigsten Kommunikationskanal: Twitter teilte am Donnerstag mit, dass die Sperre von Trumps Konto aufgehoben sei. Twitter werde Trumps Aktivitäten und Aussagen jedoch weiterhin „in Echtzeit auswerten“, fügte der Konzern hinzu.

Angesichts der Randale am Sitz des US-Kongresses am Mittwoch hatte Twitter das Konto des abgewählten Präsidenten für zwölf Stunden gesperrt. Auslöser dafür waren drei Mitteilungen mit mutmaßlichen Falschinformationen zur Präsidentschaftswahl vom November.

20.47 Uhr: Pelosi fordert sofortige Amtsenthebung

Als Reaktion auf die Krawalle in Washington hat nach dem obersten Demokraten im US-Senat auch die demokratische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, die sofortige Absetzung von Präsident Donald Trump gefordert. Pelosi sagte am Donnerstag in Washington, sie rufe den amtierenden US-Vizepräsidenten Mike Pence auf, eine Amtsenthebung auf Basis des Zusatzartikels 25 der US-Verfassung anzustrengen. Trump sei gefährlich und dürfe nicht länger im Amt bleiben. „Dies ist dringend.“

„Sollte der Vizepräsident und das Kabinett weiterhin nichts tun, werde der Kongress ein Amtsenthebungsverfahren einleiten“, so Pelosi weiter. Mehr zu Artikel 25 und der Möglichkeit einer sofortigen Amtsenthebung des US-Präsidenten erfährst du hier >>

19.43 Uhr: Röttgen fordert strafrechtliche Konsequenzen für Trump

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags, Norbert Röttgen (CDU), fordert nach dem von US-Präsident Donald Trump angestachelten Sturm auf das Kapitol in Washington strafrechtliche Konsequenzen für Trump. „Die Situation muss auch strafrechtlich aufgearbeitet werden. Wäre Trump noch länger im Amt als die wenigen verbleibenden Tage, würde ich sagen, das ist ein klarer Fall für ein Amtsenthebungsverfahren“, sagte Röttgen dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Freitag-Ausgabe). Trumps Verantwortung als „Brandstifter“ müsse auch von Deutschland und der EU namhaft gemacht werden

19.25 Uhr: Radikale Maßnahmen für Kapitol-Sicherheit

Nach der gewaltsamen Stürmung des Kapitols haben Kräfte der Hauptstadtpolizei mit der Errichtung eines rund zwei Meter hohen Metallzauns rund um das Parlamentsgebäude begonnen. Die verstärkten Sicherheitsmaßnahmen würden zunächst für 30 Tage bestehen bleiben, sagte Polizeichef Robert Contee am Donnerstag. Bis zum Wochenende würden rund 6200 Mitglieder der Nationalgarde aus verschiedenen Staaten die örtlichen Sicherheitskräfte unterstützen, sagte er. Die örtliche Polizei helfe den Sicherheitskräften des Kapitols am Donnerstag zudem mit rund 850 Beamten, so Contee.

Die verschärften Sicherheitsmaßnahmen und der Einsatz der Nationalgarde werden damit auch während der Amtseinführung des neuen Präsidenten Joe Biden am 20. Januar gelten, wie Contee erklärte. Biden soll feierlich vor dem Kapitol vereidigt werden. Dafür waren vor dem Parlamentsgebäude auch bereits Tribünen errichtet worden, die am Mittwoch teils von den Anhängern des amtierenden Präsidenten Donald Trump gestürmt worden waren.

18.35 Uhr: Bomben waren echt und gefährlich

Bei zwei am Mittwoch in Washington gefundenen Rohrbomben handelte es sich nach Behördenangaben tatsächlich um gefährliche Sprengsätze. Sie hätten großen Schaden anrichten können, teilte die Kapitol-Polizei am Donnerstag mit. Die Sprengsätze seien entschärft und an die Bundespolizei FBI für weitere Ermittlungen übergeben worden. Am Mittwoch war zunächst unklar gewesen, ob es sich bei den verdächtigen Objekten nicht um Attrappen handelte. Einer der Sprengsätze war am Hauptquartier der Republikanischen Partei positioniert worden.

17.23 Uhr: Facebook sperrt Donald Trump für Wochen

Donald Trump bleibt auf Facebook und Instagram geblockt. Die Account-Sperre, die zunächst für 24 Stunden galt, bleibt mindestens bis zur Amtsübernahme von Joe Biden bestehen. Das verkündete Facebook-Boss Mark Zuckerberg am Donnerstag höchstpersönlich.

In seinem Post wirft Zuckerberg Trump in aller Deutlichkeit vor, seine Plattform auf Facebook zu nutzen, „um gewaltsame Aufstände gegen eine demokratisch gewählte Regierung anzustiften.“

„Die schockierenden Ereignisse der letzten 24 Stunden zeigen deutlich, dass Präsident Donald Trump seine verbleibende Amtszeit nutzen will, um den friedlichen und rechtmäßigen Machtwechsel zu seinem gewählten Nachfolger Joe Biden zu untergraben“, sagt der Gründer und CEO des sozialen Netzwerks.

16.21 Uhr: Deutsches Auswärtiges Amt warnt

In seinen aktualisierten Reise- und Sicherheitshinweisen hat das Auswärtige Amt seit Donnerstag auch die Proteste vor dem Kapitol aufgenommen. „Eine Fortsetzung der Protestaktionen inklusive Schusswaffengebrauch kann nicht ausgeschlossen werden“, heißt es dort.

Die deutsche Behörde warnt eindringlich, sich an die Ausgangssperre zu halten und Menschenansammlungen, in deren Umfeld es zu Gewalt kommen könnte, weiträumig zu meiden.

15.39 Uhr: Wegen Ausschreitungen: Ex-Stabschef schmeißt jetzt ganz hin

Mick Mulvaney, der frühere Stabschef des amtierenden US-Präsidenten Donald Trump, ist infolge der gewaltsamen Ausschreitungen am Kapitol von seinem diplomatischen Posten als Nordirland-Beauftragter zurückgetreten. Er habe Außenminister Mike Pompeo informiert, dass er in Anbetracht der Umstände nicht mehr für diese Regierung arbeiten könne, sagte Mulvaney am Donnerstag im Gespräch mit dem Fernsehsender CNBC. Die Aufgabe als Sondergesandter für Nordirland sei nur ein Teilzeitjob gewesen, sagte er.

Mulvaney war bis vergangenen März Trumps Stabschef. Er war Trumps dritter Stabschef gewesen und hatte sich etwas länger als ein Jahr auf dem Posten gehalten. Sein Nachfolger ist der frühere Abgeordnete Mark Meadows, der weiterhin im Amt ist.

12.50 Uhr: Ex-Präsident Bush redet Klartext: „Ich bin entsetzt“

Ex-Präsident George W. Bush, ebenso Republikaner wie Donald Trump, spricht Klartext. „Ich bin entsetzt über das rücksichtlose Verhalten einiger politischer Anführer seit der Wahl“, teilte er in einer Stellungnahme mit. Die Demonstranten vor dem Kapitol seien durch „Unwahrheiten und falsche Hoffnung“ aufgestachelt worden.

12.05 Uhr: Harter Schlag für Melania! Enge Vertraute distanziert sich wohl von der First Lady

Als wäre der Sturm auf das Kapitol und die daraus resultierende unglaublich laute Kritik an ihrem Mann Donald nicht schon schlimm genug, so muss die First Lady Melania Trump nun einen weiteren herben Schlag erleben.

Wie die britische Zeitung „Daily Mail“ berichtet, soll ihre engste Vertraute, Stephanie Grisham, ihren Job hingeschmissen haben. Sie war zuletzt Stabschefin von Melania.

Grund zu gehen, sei vor allem die Szenen am und im Kapitol durch Trump-Anhänger und wie der scheidende Präsident damit umging.

Dem Bericht zu Folge ist Grisham nicht die einzige Mitarbeiterin, die sich von der Präsidentenfamilie distanziert. So sollen weitere Mitarbeiter, wie der stellvertretende nationale Sicherheitsberater Matt Pottinger, oder auch andere Mitarbeiter des Weißen Hauses, ihren Job aufgrund der Unruhen kündigen wollen.

11.25 Uhr: Trump lobt sich über alle Maßen selbst

US-Präsident Donald Trump hat sich mit einer Pressemitteilung zu Wort gemeldet. In dieser erklärt er nicht nur, dass es eine geordnete Machtübergabe am 20. Januar geben werde, sondern er lobt sich und seine Arbeit in den vergangenen Jahren auch über beide Ohren. Dies sei das Ende der "großartigsten Amtszeit der präsidentiellen Geschichte", heißt es darin laut CNN. Er wiederholte außerdem seine Falschbehauptungen über angeblichen Wahlbetrug.

Gleichzeitig kündigt er an nicht aufgeben zu wollen, Amerika wieder großartig zu machen. Das vermeldet der US-Sender CNN.
Auf Twitter und Facebook ist er derzeit gesperrt.

11.10 Uhr: Die unfassbaren Bilder aus Washington

10.52 Uhr: Erschreckende Szene in den Tagesthemen (ARD)

Am Mittwochabend sendete die ARD gleich eine XXL-Variante der beliebten Late-Night-Nachrichtensendung. Die Tagesthemen dauerten über eine Stunde. Allerdings bereits nach wenigen Minuten gab es die vermutlich erschreckendste Szene dieser Sonderausgabe! Hier liest du, was passiert ist.

10.36 Uhr: Wird Trump wirklich noch von Vize Pence aus dem Amt gejagt?

Wie realistisch ist ein Amtsenthebungsverfahren gegen den Donald Trump tatsächlich noch? Schließlich wird schon am 20. Januar Joe Biden als neuer US-Präsident vereidigt und eingeführt. Ist daher der Aufwand noch realistisch?Hier erklären wir dir die Situation.

10.08 Uhr: Trump gibt sich geschlagen

US-Präsident Donald Trump hat in einem Statement eine geordnete Übergabe der Amtsgeschäfte am 20. Januar angekündigt. Es werde „einen geordneten Übergang am 20. Januar geben.“ Kurz zuvor hatte der US-Kongress den Wahlsieg von Joe Biden formell bestätigt (siehe Update um 9.40 Uhr).

09.55 Uhr: Merkel meldet sich nach Ausschreitung in Washington zu Wort

Auf der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe im Bundestag hat Bundeskanzlerin Angela Merkel erstmals Stellung bezogen zu der Erstürmung des Kapitols in Washington. Sie sagte laut Focus.de: „Mich haben diese Bilder wütend und auch traurig gemacht“. Dass Trump seine Wahlniederlage bisher nicht eingestanden habe, hätte diese Bilder erst möglich gemacht. „Ich bedauere sehr, dass Präsident Trump seine Niederlage bis Ende November nicht eingestanden hat, und auch gestern nicht“, sagte Merkel.

09.40 Uhr: US-Kongress bestätigt formell Wahlsieg von Joe Biden

Der Senat und das Repräsentantenhaus wiesen den Einspruch von republikanischen Abgeordneten und dem republikanischen Senator Josh Hawley gegen das Wahlergebnis des Staates Pennsylvania ab. Nur sieben Senatoren unterstützten die Einwände, 92 stimmten dagegen. Im Repräsentantenhaus stimmten 282 Abgeordnete gegen den Vorstoß, 138 dafür.

Damit bestätigte der US-Kongress endgültig formell den Wahlsieg von Joe Biden.

09.09 Uhr: Obama: „Große Schande und Schmach“

Auch der frühere US-Präsident Barack Obama hat sich mit einem Statement zu den Ausschreitungen am Kapitol zu Wort gemeldet.

Der 44. Präsident der USA erklärte: Die Geschichte werde sich an diese von einem amtierenden Präsidenten angestachelte Gewalt als einen Moment „großer Schande und Schmach“ erinnern.

Gleichzeitig betonte er, man würde sich etwas vormachen, wenn man so täte, als seien die Ereignisse eine totale Überraschung. Schließlich habe „eine politische Partei und ihr zugehöriges Medien-Ökosystem“ zwei Monatelang eine Fantasiegeschichte erzählt und die Wahrheit verschwiegen, dass dies mitnichten eine knappe Wahl gewesen sei und Biden sie klar gewonnen hat.

Man sehe jetzt die Konsequenzen nach Jahren, in denen Ressentiments gesäht wurden, die sich nun in einem „gewaltsamen Crescendo“ entladen. Die Republikaner hätten nun die Wahl, diese „wütenden Feuer“ weiter anzustacheln oder sich der Realität zu stellen.

08.16 Uhr: Medienberichte! Eigenes Kabinett berät über sofortige Absetzung Donald Trumps

Hochrangige Mitglieder der noch aktuellen US-Regierung haben laut übereinstimmenden Medienberichten am Mittwoch über eine mögliche Absetzung von Präsident Donald Trump durch sein eigenes Kabinett beraten.

Wie US-Sender wie CNN oder CBS berichten, sollen sich diese Überlegungen auf einen Zusatzartikel zur US-Verfassung gestützt haben, der die Entmachtung des Präsidenten durch das Kabinett grundsätzlich erlaubt.

CNN zitierte anonyme republikanische Führungspolitiker mit den Worten, Trump sei „außer Kontrolle“ .

In dem Zusatzartikel wird als Voraussetzung für eine solche Absetzung genannt, dass der Präsident „unfähig“ sei, die Pflichten und Vollmachten seines Amtes auszuüben.

Was genau damit allerdings definiert wird, sei nicht genauer bekannt. Es werden jedoch physische oder mentale Beeinträchtigungen genannt.

Außerdem könne auch der Vizepräsident die Absetzung zusammen mit einer Mehrheit eines Kongressgremiums in die Wege leiten.

07.54 Uhr: Donald Trump heizte wütenden Mob mit dieser irren Rede ein

Der abgewählte US-Präsident Donald Trump forderte kurz vor dem Sturm auf das Kapitol seine Anhänger dazu auf, eben zu diesem Ort zu ziehen und Stärke zu zeigen.

Konkret sagte der 45. Präsident der Vereinigten Staaten: „Wir werden niemals aufgeben, wir werden die Niederlage niemals eingestehen, das wird es nicht geben. Man gibt sich nicht geschlagen, wenn es Diebstahl gab.“

Hier liest du alles zu dieser umstrittenen Rede.

07.39 Uhr: Deutsches Fernsehteam vor Kapitol angegriffen

Bei den Ausschreitungen vor dem Kapitol in Washington wurden auch deutsche Journalisten angegriffen. Das zeigen Aufnahmen auf Twitter.

>>> Hier erfährst du alles dazu.

06.45 Uhr: Twitter geht nun DIESEN drastischen Schritt

Nach den Ausschreitungen am Kapitol hat Twitter das wichtigste Konto des amtierenden US-Präsidenten Donald Trump wegen Verstößen gegen die Richtlinien der Plattform für zwölf Stunden gesperrt. Drei Tweets des Accounts @realDonaldTrump hätten „wiederholt und schwerwiegend“ gegen die Richtlinien verstoßen und müssten gelöscht werden, erklärte Twitter. Sollte die Löschung nicht erfolgen, würde das Konto gesperrt bleiben, hieß es weiter.

Auch Facebook ging angesichts der Randale in Washington gegen Trump vor. Der abgewählte Präsident konnte dort für zunächst 24 Stunden nichts mehr veröffentlichen, wie das Unternehmen mitteilte. Trump verstärke mit seinen jüngsten Botschaften das „Risiko der andauernden Gewalt, anstatt es zu verringern“, erklärte der Konzern.
Zuvor hatte Facebook bereits eine Videobotschaft Trumps an seine demonstrierenden Anhänger gelöscht. „Es handelt sich um einen Notfall, und wir ergreifen angemessene Notfallmaßnahmen“, erklärte Facebook-Vizechef Guy Rosen. Auch Twitter und die Onlineplattform YouTube löschten das Video.
In dem Clip hatte Trump seine demonstrierenden Anhänger nach der Erstürmung des Kapitols in Washington zwar dazu aufgerufen, „nach Hause“ zu gehen. Allerdings wiederholte er zugleich seine Behauptungen zu vermeintlichem Wahlbetrug und versicherte seinen Anhängern: „Wir lieben euch.“
Nach der Erstürmung des Kapitols musste der Kongress seine Beratungen mehrere Stunden lang unterbrechen. Beide Kongresskammern waren zusammengekommen, um das Ergebnis der Präsidentschaftswahl formell zu bestätigen. Nach mehrstündiger Unterbrechung setzten Senat und Repräsentantenhaus dann ihre Beratungen am späten Mittwochabend (Ortszeit) fort.

06.30 Uhr: Washington: Notstand wird verlängert - ausgerechnet bis zu DIESEM Tag

Der über Washington DC verhängte öffentliche Notstand wird auf mehr als zwei Wochen verlängert.

Bürgermeisterin Muriel Bowser verkündete, in Folge der Ausschreitungen in der US-Hauptstadt werde die Verordnung nun für 15 Tage in Kraft bleiben - also bis zum Tag nach Bidens offizieller Amtseinführung am 20. Januar.

06.10 Uhr: Polizei bestätigt vier Tote! Bomben gefunden

Bei den Ausschreitungen am US-Kapitol sind nach Angaben der Polizei vier Menschen ums Leben gekommen.

Eine Frau sei am Mittwoch (Ortszeit) im Kongressgebäude von einem Polizisten angeschossen worden und später im Krankenhaus gestorben, sagte der Chef der Polizei in der US-Hauptstadt, Robert Contee, in der Nacht zu Donnerstag. „Darüber hinaus wurden heute drei weitere Todesfälle aus der Umgebung des Kapitols gemeldet. Eine erwachsene Frau und zwei erwachsene Männer scheinen an unterschiedlichen medizinischen Notfällen gelitten zu haben, die zu ihrem Tod führten.“

Contee machte keine Angaben dazu, wer die Frau war, die im Kapitol angeschossen wurde. „Das ist ein tragischer Vorfall, und ich kondoliere der Familie und den Freunden des Opfers“, sagte er. Der Vorfall werde intern von der Polizei untersucht. Unklar blieb auch, um welche medizinischen Notfälle es sich handelte.

Contee sagte weiter, bei den Zusammenstößen seien mindestens 14 Polizisten verletzt worden, zwei davon schwer. Einer der Schwerverletzten sei von Demonstranten in die Menge gezogen und dort angegriffen worden. Der zweite habe erhebliche Gesichtsverletzungen erlitten, als er von einem Projektil getroffen worden sei.

Contee sagte, zwei Rohrbomben seien gefunden worden. In einem Fahrzeug seien außerdem Molotow-Cocktails entdeckt worden. Bis zum Abend habe die Polizei 52 Personen festgenommen - vier wegen verbotenem Waffenbesitz und 47 wegen Verstoßes gegen die nächtliche Ausgangssperre, die um 18.00 Uhr (Ortszeit) in Kraft trat. Die Hälfte dieser Festnahmen seien auf dem Gelände des Kapitols erfolgt.

0.50 Uhr: Kongress will direkt wieder tagen, sobald es die Freigabe gibt

Nach der Erstürmung des Kapitols will der US-Kongress die zuvor begonnene Zertifizierung des Präsidentschaftswahlergebnisses noch im Laufe des Mittwochabends (Ortszeit) fortsetzen. Man habe beschlossen, mit der Sitzung weiterzumachen, sobald der Kongresssitz wieder dafür freigegeben sei, kündigte die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, an.

0.30 Uhr: Facebook und Twitter haben das Trump-Video gelöscht

Facebook hat das verstörende Video von Donald Trump entfernt, in dem er sich nach der Stürmung des Kapitols an seine Anhänger wendet (siehe Update vom 6. Januar, 22.18 Uhr). In dem Clip teilte er mit, dass er seine Anhänger liebe und es einen Wahlbetrug gab, für den es keine Belege gibt. Guy Rosen von Facebook spricht von einer „Notsituation“. Weiter führt er aus: „Wir haben es entfernt, weil wir der Meinung sind, dass es das Risiko anhaltender Gewalt eher trägt als verringert.“ Auf Twitter war es zunächst noch mit einem Warnhinweis abrufbar, konnte jedoch nicht geteilt oder kommentiert werden. Mittlerweile wurde es auch dort entfernt.

Donnerstag, 7. Januar 2021, 0.15 Uhr: Parlamentsgebäude nun gesichert – Ausgangessperre in Kraft getreten

Nach den Gewaltausbrüchen am Kapitol in Washington ist in der amerikanischen Hauptstadt eine Ausgangssperre in Kraft getreten. Die von Bürgermeisterin Muriel Bowser angeordnete Maßnahme zur Eindämmung der Proteste von Anhängern von Präsident Donald Trump gilt bis zum Donnerstagmorgen um 6 Uhr (12 Uhr unserer Zeit).

Das Parlamentsgebäude in Washington wurde von der Polizei mittlerweile wieder gesichert. Das berichtete die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf zuständige Beamte.

23.56 Uhr: Angeschossene Trump-Anhängerin offenbar tot

Der Sender NBC meldet, dass die angeschossene Trump-Anhängerin, die ins Kapitol eingedrungen war, in der Klinik gestorben sei. Noch ist unklar, wieso auf sie geschossen wurde und wer den Schuss abgab.

23.51 Uhr: Sprengkörper am Kapitol entschärft

In der Nähe des Parlamentsgebäudes ist ein Sprengkörper gefunden worden. Der Gegenstand sei allerdings nicht mehr gefährlich, berichtete die US-Nachrichtenagentur AP unter Verweis auf Behörden in der US-Hauptstadt Washington. Um was für einen Sprengsatz es sich genau handelte, blieb zunächst unklar. Zuvor gab es bereits Berichte über eine entdeckte Rohrbombe bei der Parteizentrale der Republikaner (siehe Update um 22.55 Uhr).

23.45 Uhr: Welche Rolle spielte die Kapitol-Police bei der Stürmung?

Immer lauter werden die kritischen Fragen, wieso es den Trump-Anhängern gelingen konnte, ins Gebäude des Kapitols einzudringen. Besonders brisant ist dabei ein Clip, der im Netz von Tausenden geteilt wird. Zu sehen ist hier scheinbar, wie mehrere Polizisten ein Absperrgitter öffnen und den Weg für den Mob frei machten. Der Hintergrund dieser Aktion ist jedoch unklar. Auf einem anderen Foto ist scheinbar zu sehen, wie ein Polizist mit einem Eindringling für ein Selfie posiert. Auch das ist noch nicht verifiziert.

ARD-Journalist Markus Preiß ist ebenfalls verwundert über den geringen Widerstand beim Einbruch ins Kapitol. Er habe von lediglich 13 Festnahmen gelesen. „Muss mich das stutzig machen?“, fragt er auf Twitter.

23.35 Uhr: Trump-Mob demoliert Presse-Equipment

Im Netz kursiert nun auch Clips, welche die Zerstörungswut des Mobs und den Hass auf die Medien unterstreichen. Zu sehen ist, wie TV-Kameras zerstört und weiteres technisches Equipment demoliert werden. Darunter auch Ausrüstung der RTL-Mediengruppe. Die Randalierer skandieren dabei: „Die Medien sind der Feind des Volkes“. Zuvor sollen sie Reporter vor dem Kapitol verjagt haben.

23.20 Uhr: Twitter schaltet neue Warnung bei Trump-Tweet

Ein Clip von Donald Trump, in dem er zwar zu Gewaltverzicht aufruft, gleichzeitig aber wieder behauptet, die Wahl sei gefälscht worden, kann nicht retweetet werden. Als Begründung gibt Twitter das „Gewaltrisiko“ an.

23.15 Uhr: Empörendes Foto aus dem Kapitol geht viral

Im Netz geht das Foto eines Trump-Anhängers viral, der mit dem Mob ins Gebäude eingedrungen ist. Er nahm das Rednerpult mit und versuchte offenbar mit seinem Diebesgut das Gebäude zu verlassen.

22.55 Uhr: Sprengsatz vor Parteizentrale der Republikaner zerstört

Bei der Parteizentrale der Republikaner wurde eine Rohrbombe gefunden. Sie wurde von Experten der Polizei zerstört. Die nahe gelegene Parteizentrale der Demokraten sei evakuiert worden, nachdem ein verdächtiges Paket entdeckt worden sei. Das berichtet die Maggie Habermann, Weißes-Haus-Korrespondentin der New York Times.

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22.50 Uhr: Österreichs Kanzler Sebastian Kurz ist schockiert

Auf Twitter zeigt sich Sebastian Kurz, der Bundeskanzler Österreichs, „schockiert von den Szenen in Washington D.C“. Es sein ein inakzeptabler Angriff auf die Demokratie, so Kurz. Er fordert in seinem Tweet auf Englisch eine „friedliche und geordnete Machtübertragung“.

22.18 Uhr: Trump reagiert auf Proteste in Video - gespenstisches Statement

Donald Trump reagiert mit einem Video bei Twitter auf die Proteste. Doch damit gießt er noch mehr Öl ins Feuer. Der US-Präsident spricht nochmal den Wahlbetrug an, heizt die Diskussion also weiter an, appelliert aber gleichzeitig an seine Anhänger nach Hausen zu gehen und friedlich zu sein.

Er verstehe den Ärger über den Ausgang der Wahl, aber „wir müssen Frieden haben, wir müssen Recht und Ordnung haben“ und die Sicherheitskräfte respektieren, sagte Trump. Niemand dürfe verletzt werden, mahnte er.Zum Schluss fügt er tatsächlich noch: „We love you“ hinzu.

22.10 Uhr: Mehrere Polizisten verletzt ins Krankenhaus

Wie CNN berichtet, wurde nicht nur eine Frau angeschossen, auch wurden mehrere Polizisten verletzt ins Krankenhaus gebracht.

22.06 Uhr: Biden gibt Pressekonferenz:

Joe Biden gibt jetzt eine Pressekonferenz: „Wir sehen einen Angriff auf unsere Demokratie“, sagt der designierte Präsident. Er fordert Trump sofort auf ins Fernsehen zu gehen und sich zu der Situation zu äußern. Er müsse sich jetzt klar positionieren. „Die Welt beobachtet uns!“

22.02 Uhr: Deutsche Prominente und Politiker zeigen sich bestürzt

Deutsche Prominente und Politiker reagieren bestürzt auf die chaotischen Ausschreitungen in den USA.

21:58 Uhr: Trump schickt jetzt die Nationalgarde

Bei den turbulenten Geschehnissen rund um das US-Kapitol in Washington soll nach Angaben des Weißen Hauses die Nationalgarde eingesetzt werden. „Auf Anweisung von Präsident Donald Trump ist die Nationalgarde zusammen mit anderen Bundesschutzdiensten unterwegs“, schrieb Trump-Sprecherin Kayleigh McEnany am Mittwoch bei Twitter.

21.45 Uhr: Ivanka Trump nennt Protest-Teilnehmer „Patrioten“

Auch Ivanka Trump bezieht Stellung. Die Tochter Donald Trumps hat die Teilnehmer der dramatischen Proteste in Washington auf Twitter als „Patrioten“ angesprochen und zum Gewaltverzicht aufgerufen. Nach kritischen Kommentaren löschte sie den Tweet und konkretisierte: „Friedlicher Protest ist patriotisch. Gewalt ist inakzeptabel und muss aufs Schärfste verurteilt werde.“

Joe Biden oder Kamala Harris haben sich noch nicht zu den Vorfällen öffentlich geäußert.

21.40 Uhr: Putschversuch der Trump-Anhänger

US-Abgeordnete werfen Trump-Anhängern jetzt Putschversuche vor. „Dies ist Anarchie. Dies ist ein Putschversuch“, erklärte der Abgeordnete Seth Moulton. Der Abgeordnete Val Demings schrieb auf Twitter: „Ein Mob stürmt das US-Kapitol, um eine Wahl zu stürzen. Es findet ein Putsch statt.“

21.34 Uhr: Rechte Gruppen stacheln Demonstranten auf

Der „Washington Post“ zufolge waren Angehörige von rechten Gruppen unter den Demonstranten, die die Menge weiter aufstachelten. Mindestens zwei zum Parlamentskomplex gehörende Gebäude in der Nähe waren demnach evakuiert worden.

21.25 Uhr: Junge Frau angeschossen

Wie CNN berichtet, wurde eine Frau angeschossen. Die Szenen am Kapitol verschärfen sich mehr und mehr. Protestierende schlagen Fensterscheiben ein, um ins Gebäude einzudringen. Einer der Demonstranten hat das Podium gewaltsam an sich gerissen und mitgenommen. Andere drangen auch in die Büros der Senatoren ein.

21.16 Uhr: Trump bleibt nicht ruhig - nächster Tweet

Donald Trump twittert erneut. „Ich bitte alle nochmal, friedlich zu bleiben. Keine Gewalt! Denkt dran, wir sind die „Party of Law & Order“ - respektiert das Gesetz und unsere großartigen Männer und Frauen in Blau. Danke!“

Auch sein Sohn schlägt dieselben Töne an:

Trump wies seine Anhänger aber nicht an, ihren Protest zu beenden, zu dem er sie aufgerufen hatte. Der republikanische Abgeordnete Mike Gallagher sagte beim Nachrichtensender CNN an den Präsidenten gewandt: „Sie müssen das jetzt absagen.“

21.11 Uhr: Donald Trump meldet sich ausgerechnet so zu Wort

Jetzt meldet sich ausgerechnet Donald Trump nach seiner Anstichelei bei Twitter zu Wort: „Bitte unterstützen Sie unsere Polizei und Sicherheitskräfte. Sie sind wirklich auf der Seite unseres Landes. Bleibt friedlich!“

21.05 Uhr: Ausnahmezustand im Kapitol

Die Polizei ist jetzt ebenfalls ins Gebäude eingedrungen und versucht die Angreifer zu stoppen. Mit gezückten Waffen stürmen sie auf die Demonstranten los. Auch die Sicherheitsleute zogen ihre Waffen und zielten auf die noch geschlossenen Türen des Kapitols.

20.57 Uhr: Trump-Anhänger stürmen ins Kapitol

Nach dem Ansturm Hunderter Unterstützer von US-Präsident Donald Trump auf das Kapitol in Washington sind Menschen in das Parlamentsgebäude eingedrungen. Das berichtete die US-Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf den Sicherheitsdienst des Gebäudes.

Auch TV-Bilder zeigten Protestierende im Gebäude. Die beiden Kammern des Kongresses unterbrachen ihre Sitzungen angesichts der Lage abrupt. Laut AP wurde der Parlamentssitz abgeriegelt. Wegen der Proteste ordnete die Bürgermeisterin von Washington, Muriel Bowser, eine Ausgangssperre an.

Im Inneren des Kapitols hatten sich beide Parlamentskammern zur Bestätigung der Ergebnisse der Präsidentenwahl vom November versammelt. Die Protestierenden bahnten sich den Weg bis auf die Stufen vor das Gebäude in Washington.

Videos bei Twitter zeigen, wie Anhänger wie wild vor die Tür schlagen und versuchten hineinzukommen. Die Sitzung wurde unterbrochen, weil einzelne hineinliefen.

20.56 Uhr: Mike Pence musste evakuiert werden

US-Medien zufolge seien einige Teilnehmer der Sitzung evakuiert worden, unter ihnen Trumps Vizepräsident Mike Pence.

Mittwoch, 6. Januar 2021, 20.39 Uhr: Ausschreitungen vor dem Kapitol nach Trump-Rede

Vor der Bestätigung der Ergebnisse der US-Präsidentenwahl im US-Kongress ist es vor dem Kapitol in Washington zu Rangeleien zwischen Anhängern des abgewählten Präsidenten Donald Trump und Sicherheitsleuten gekommen. Auf Bildern mehrere TV-Sender war zu sehen, wie Hunderte Unterstützer des US-Präsidenten nach einer Rede Trumps auf den Parlamentssitz zumarschierten, einige lieferten sich Handgreiflichkeiten mit Einsatzkräften. Der „Washington Post“ zufolge wurden mindestens zwei zum Parlamentskomplex gehörende Gebäude in der Nähe evakuiert.

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Trump hatte in seiner Rede über angeblichen Betrug bei der US-Präsidentenwahl seine Anhänger dazu aufgerufen, zum Kapitol zu ziehen, das den Senat und das Abgeordnetenhaus beherbergt.

Sitzung nach Wahlsieg von Biden muss unterbrochen werden

Wegen eines Ansturms wütender Demonstranten auf das Kapitol in Washington ist die Kongresssitzung zur formellen Bestätigung des Ergebnisses der US-Präsidentschaftswahl unterbrochen worden. Radikale Trump-Anhänger waren in das Gebäude gelangt, wie „Focus“ berichtet.

Bilder und Videos in den sozialen Medien zeigen übereinstimmend, wie die Trump-Anhänger vor dem Sitzungssaal warten. Die Polizei ordnete zudem am Mittwoch die Räumung mehrerer Bürogebäude des Kongresses an, nachdem demonstrierende Anhänger des abgewählten Präsidenten Donald Trump Sicherheitsbarrieren vor dem Kapitol überrannt hatten. (at, mit dpa)