Corona in Deutschland: Merkel schließt Grenzkontrollen nicht aus ++ Dieses Nachbarland verhängt jetzt die Ausgangssperre

FFP2-Masken: Wissenswertes und Tipps zum Gebrauch

FFP2-Masken schützen in der Corona-Pandemie besser vor Infektionen als einfache Stoffmasken - zumindest, wenn sie korrekt getragen werden.

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Deutschland steckt immer noch mitten im Lockdown. Nach dem Corona-Gipfel gibt es neue Beschlüsse. Die große Sorge um die aufgetauchten Corona-Mutationen und die hohen Infektionszahlen befeuerten die Diskussion um verschärfte Maßnahmen. Am Dienstag haben sich Bund und Länder beim Corona-Gipfel auf härtere Maßnahmen geeinigt.

Der Corona-Lockdown wurde bis mindestens zum 14. Februar verlängert, die Maßnahmen verschärft.

In Deutschland sorgt ein wohl einzigartiger Fall für Schlagzeilen: Ein Mann aus Stuttgart ist an Corona gestorben - nachdem er sich zweimal mit dem Virus infiziert hatte.

Derweil kommt die Frage auf, ob es bald auch Antikörper-Therapien in der EU geben wird.

Corona: Lockdown verlängert und härtere Maßnahmen! Das sind die neuen Beschlüsse in Deutschland

Alle aktuellen News zur Entwicklung des Coronavirus in Deutschland und der Welt findest du in unserem Newsblog.

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Donnerstag, 21. Januar

22.43 Uhr: EU will gemeinsames Impf-Zertifikat

Der Videogipfel der EU-Staats- und Regierungschef zur Corona-Krise ist am Donnerstagabend zuende gegangen. Das teilte der Sprecher von Charles Michel am Donnerstagabend auf Twitter mit. Thema der Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel und ihre EU-Kollegen war der Kampf gegen die Ausbreitung der gefürchteten neuen Varianten des Coronavirus.

Zudem ging es um gemeinsames EU-Impfzertifikat und die Beschleunigung der Impfkampagne in den 27 EU-Staaten. Ratschef Charles Michel und Kommissionschefin Ursula von der Leyen wollten sich in Kürze in einer Pressekonferenz äußern.

20.45 Uhr: Niederlande verhängt Ausgangssperre

Die Niederlande verhängen wegen anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen eine nächtliche Ausgangssperre. Das Parlament stimmte dem umstrittenen Vorhaben von Ministerpräsident Mark Rutte am Donnerstagabend zu. Das Ausgangsverbot zwischen 21.00 und 04.30 Uhr tritt nach Regierungsangaben am Samstag in Kraft und soll bis mindestens 9. Februar gelten. Bei Verstößen droht eine Geldstrafe in Höhe von 95 Euro.

Damit verhängt das Land erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg eine Ausgangssperre. Rutte begründete den Schritt mit der „großen, großen Sorge, die wir alle haben“, angesichts der deutlich ansteckenderen britischen Corona-Mutante. Der Vorstoß wurde unter anderem vom Rechtspopulisten Geert Wilders als „unverhältnismäßig“ kritisiert.

20.39 Uhr: Schnelltests sollen EU-weit anerkannt werden

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sollen die Ergebnisse bestimmter Corona-Schnelltests künftig in allen EU-Staaten anerkannt werden. Auch für den bevorzugten Einsatz dieser Tests wurden gemeinsame Kriterien entwickelt, wie der Rat der EU-Staaten am Donnerstagabend mitteilte. Eine entsprechende Ratsempfehlung sei einstimmig verabschiedet worden - rechtlich bindend ist sie aber nicht.

Der gemeinsame Rahmen für den Gebrauch der Corona-Tests sowie die Anerkennung von Ergebnissen sei ein zentrales Instrument, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen und zu einem funktionierenden Binnenmarkt beizutragen, hieß es. Die Anerkennung der Testergebnisse sei wesentlich, um grenzüberschreitenden Verkehr zu erleichtern.

20.30 Uhr: Zahl der Neuinfektionen geht deutlich zurück

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Deutschland zuletzt deutlich gesunken. So gab das Robert Koch-Institut (RKI) die sogenannte 7-Tage-Inzidenz am Donnerstagmorgen mit 119,0 an - das ist der niedrigste Wert seit dem 1. November. Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche, war in den vergangenen zehn Tagen kontinuierlich gesunken. Ihren bisherigen Höchstwert hatte sie kurz vor Weihnachten (22.12.) mit 197,6 erreicht.

Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch groß: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 225,0 und Brandenburg mit 203,3. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 76,6.

19.22 Uhr: London erhöht Strafen wegen Corona-Verstößen drastisch

Die britische Regierung vervierfacht die Strafen für Corona-Verstöße in England. Künftig sollen 800 Pfund (gut 900 Euro) statt 200 fällig werden, wenn Menschen trotz Verbots Partys besuchen, wie Innenministerin Priti Patel am Donnerstag ankündigte. „Diese schweren Verstöße kosten Leben“, sagte Patel.

Die Strafe verdoppele sich bei jedem weiteren Verstoß bis zu einem Höchstbetrag von 6400 Pfund.

18.54 Uhr: Belgien plädiert für Verbot touristischer Reisen

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie versuchen die 27 EU-Staaten, das Tempo beim Impfen zu erhöhen und die gefürchteten neuen Virusvarianten einzudämmen. Bundeskanzlerin Angela Merkel warb am Donnerstag vor einem EU-Videogipfel für einen „kooperativen Ansatz“. Doch schloss die CDU-Politikerin nicht aus, notfalls Grenzkontrollen einzuführen, um hochansteckende Virusformen fernzuhalten. Belgien plädierte für ein Verbot touristischer Reisen.

Bürger und Wirtschaft könnten also neue Hindernisse bei Reisen und Transporten in Europa ins Haus stehen.

18.25 Uhr: EU-Gipfel wegen Corona-Mutationen hat begonnen

Die Beratungen der EU-Staats- und Regierungschef zur Corona-Krise haben begonnen. Das teilte der Sprecher von Charles Michel am Donnerstagabend auf Twitter mit. Kanzlerin Angela Merkel und ihre EU-Kollegen wollten sich bei ihrem Videogipfel zum Vorgehen gegen neue Varianten des Coronavirus abstimmen. Zudem sollte es um ein gemeinsames EU-Impfzertifikat mit möglichen Vorteilen für Geimpfte etwa beim Reisen und die Beschleunigung der Impfkampagne in den 27 EU-Staaten gehen.

17.53 Uhr: Debatte im tschechischem Parlament eskaliert

Die Debatte im tschechischen Parlament über eine Verlängerung des Corona-Notstands ist am Donnerstag eskaliert. Nachdem ihm wegen persönlicher Beleidigungen das Mikrofon ausgeschaltet worden war, lieferte sich der Abgeordnete Lubomir Volny ein heftiges Gerangel mit dem Sitzungspräsidenten Tomas Hanzel. Andere Parlamentarier kamen diesem sofort zu Hilfe. „Wenn du hierher kommst, kriegst du Prügel“, schrie Volny einen von ihnen an. Als gewählter Vertreter des Volkes habe er das Recht, sich äußern zu können: „So bringt ihr mich nicht zum Schweigen!“

Volny wurde nach dem Zwischenfall des Saales verwiesen. Es wird erwartet, dass das Parlament einer erneuten Verlängerung des Corona-Notstands zustimmen wird. Der Ausnahmezustand ermöglicht es der Regierung, Grundrechte wie die Versammlungsfreiheit auszusetzen und Soldaten in Krankenhäusern einzusetzen. Seit Pandemiebeginn gab es in Tschechien mehr als 917.000 bestätigte Infektionen und 14.973 Todesfälle. Der EU-Mitgliedstaat hat rund 10,7 Millionen Einwohner.

17.02 Uhr: Karl Lauterbach wünscht sich noch härtere Maßnahmen

Gegenüber Euronews sagte Karl Lauterbach, dass er sich eine bundesweite Ausgangssperre ab 20 Uhr und eine Pflicht für Homeoffice von der Bundesregierung gewünscht hätte. Aber die getroffenen Maßnahmen seien dennoch ein Schritt in die richtige Richtung.

Dennoch dämpft er die Hoffnung vieler Menschen, dass spätestens im Frühjahr wieder alles normal laufe. Das hänge vor allem von der Entwicklung der Virus-Mutation aus Großbritannien ab und wie stark sie die Fälle in Deutschland in die Höhe treiben werde.

16.15 Uhr: Merkel schließt Grenzkontrollen nicht aus

Wegen der gefürchteten neuen Varianten des Coronavirus schließt Bundeskanzlerin Angela Merkel Kontrollen an den deutschen Grenzen nicht aus. Deutschland suche aber einen „kooperativen Ansatz“ in der Europäischen Union, sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag vor einem EU-Videogipfel zur Corona-Lage. Dort sollte es auch um einen einheitlichen EU-Impfausweis mit möglichen Vorteilen etwa beim Reisen gehen.

Vor allem Urlaubsländer wie Spanien, Griechenland oder Malta dringen darauf. Sie versprechen sich davon einen Beitrag zur wirtschaftlichen Erholung von den Corona-Folgen.

Merkel machte jedoch klar, dass eine Debatte über mögliche Rechte für Geimpfte verfrüht sei: Derzeit sei ja mangels ausreichender Impfstoffmengen die Impfung selbst ein Privileg und verbriefte Vorteile wären somit ein „doppeltes Privileg“.

15.56 Uhr: 5 Tote nach Feuer im Impfstoff-Herstellungszentrum

In einem Gebäude des weltweit größten Impfstoffproduzenten in Indien ist am Donnerstag ein Großfeuer ausgebrochen. Dabei starben mindestens fünf Arbeiter, wie die Feuerwehr der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Der Impfstoffproduzent in der Stadt Pune stellt auch den Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca für Indien und andere Märkte unter dem Namen Covishield her. NDTV zufolge sei es aber unwahrscheinlich, dass das Feuer die Corona-Impfstoff-Produktion beeinträchtige. Warum der Brand ausbrach, war zunächst unklar.

15.25 Uhr: Ärztin fälscht Atteste für Corona-Leugner

Eine Ärztin mit homöopathischer Praxis soll massenhaft Atteste für Corona-Leugner ausgestellt und diese so von der Maskenpflicht entbunden haben. Die 54-Jährige aus Duderstadt im Süden Niedersachsens erregte die Aufmerksamkeit der Polizei, als auf Anti-Corona-Demos auffällig viele Teilnehmer das Nichttragen einer Maske mit einem Attest aus ihrer Praxis belegten. Dies sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Göttingen am Donnerstag.

„Es fiel auf, dass, egal ob die Leute aus Dortmund oder Hannover kamen, alle ein Attest von dieser Ärztin aus Duderstadt hatten“, hieß es. Die Bescheinigungen hätten ausgesehen wie Blanko-Formulare, in die nur noch die Daten der Patienten eingetragen werden mussten. Die 54-Jährige sei durch mehrere Internetauftritte als Corona-Leugnerin bekannt, sagte der Justizsprecher.

14.14 Uhr: Baden-Württemberg öffnet Kitas und Grundschulen ab Februar

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat die geplante schrittweise Öffnung von Kitas und Grundschulen im Land zum 1. Februar verteidigt. „Selbstverständlich war die Kanzlerin nicht erfreut, was wir in Baden-Württemberg jetzt machen“, sagte der Grünen-Politiker am Donnerstag bei einer Sondersitzung des Landtags mit Blick auf die geplante schrittweise Öffnung von Grundschulen und Kitas ab 1. Februar im Südwesten.

Politisch sei das nicht gerade der günstigste Augenblick, das zu machen, sagte Kretschmann. Aber in der Sache sei die schrittweise Schulöffnung zu vertreten. Dieses Vorgehen sieht Kretschmann auch vom Beschluss von Bund und Ländern gedeckt, der den Ländern Spielraum beim Präsenzunterricht lässt.

Der Umgang mit den Schulen hatte bei den Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstag lange Streit verursacht. Insbesondere Merkel hatte darauf gedrungen, Kitas und Schulen bis Mitte Februar noch geschlossen zu lassen.

12.37 Uhr: Keine finanzielle Unterstützung für Bedürftige bei FFP2-Masken

Eine finanzielle Unterstützung für Bedürftige zur Anschaffung von FFP2-Masken ist für die Bundesregierung bisher kein Thema. Sollten die Einschränkungen jedoch noch lange anhalten, müsse man „natürlich auch darüber nachdenken, ob wir an der Stelle nochmal helfen müssen“, sagte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag in Berlin. Noch sei das aber nicht diskutiert worden.

12.32 Uhr: Südafrikanische Mutation erstmals in Sachsen nachgewiesen

In Sachsen ist eine weitere Mutation des Coronavirus nachgewiesen worden. Dabei handle es sich um eine südafrikanische Variante, die nach bisherigem Stand deutlich ansteckender sein soll, teilte die Stadt Leipzig am Donnerstag mit. Sie war nach Angaben des Universitätsklinikums bei einem Screening aller Patienten entdeckt worden.

11.45 Uhr: Jens Spahn fordert Corona-Tests für Grenzpendler

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat verbindliche Corona-Tests für Pendler in deutschen Grenzregionen mit hohen Infektionszahlen gefordert. Man sehe in vielen Grenzregionen, dass das Infektionsgeschehen oft auf beiden Seiten hoch sei und es sich immer wieder gegenseitig wie in Tschechien „hochschaukeln“ würde, sagte Spahn am Donnerstag im SWR. „Darüber sind wir auch in Gesprächen mit der tschechischen Regierung, dass entweder in Tschechien oder in Deutschland oder abgestimmt im Wechsel mehrfach die Woche Tests bei den Grenzpendlern stattfinden.“ Die Tests müssten nicht „per se an der Grenze“ direkt sein.

11.32 Uhr: Schulen und Kitas haben bei Öffnung Vorrang

Mit Blick auf mögliche Lockerungen von Corona-Maßnahmen räumt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Kitas und Schulen den Vorrang ein. Man könne bei Erreichen der 50er-Inzidenz nicht wieder alles aufmachen, sondern müsse Prioritäten setzen, sagte sie am Donnerstag in Berlin. Anderenfalls drohe schnell wieder exponentielles Wachstum. „Eine Priorität für mich ist ganz klar, dass zuerst Kitas und Schulen wieder geöffnet werden müssen.“ Bei der Öffnung stünden diese auf Rang eins, das sei politisch völlig unstrittig.

11.23 Uhr: Angela Merkel äußert sich zur Impfstrategie

Im Hinblick auf die Impfstrategie erklärt Merkel: „Wir haben ja gewusst, dass wir am Anfang nicht so viel Impfstoff haben werden wie im Sommer“. Sie verstehe allerdings auch die Ungeduld. Auf die Frage nach der Garantie nach einem Impfstoff für alle Deutschen bis zum Sommer bleibt die Kanzlerin in der Pressekonferenz vage. Sie rechnet aber mit der Impfstoff-Auslieferung und mit einem Impfstoff-Angebot für alle bis zum Sommer. Momentan spreche nichts dagegen. Macht aber auch klar, dass der Sommer bis zum 21. September gehe.

Was sie hundertprozentig garantieren könne, sei, dass die Impfstoffproduktion schnellstmöglich stattfinden kann und sie garantiert erweiterte Kapazitäten bereitzustellen, wie ein neues Biontech-Werk in Marburg zu eröffnen.

Merkel betonte, dass bei der Impfstoffbestellung „alles Menschenmögliche“ gemacht worden sei. Die Kanzlerin bekräftigte, dass sie „den europäischen Ansatz für richtig“ halte.

Sie wisse jedoch nicht, ob sich alle Menschen impfen lassen. Die Herdenimmunität könne nur klappen, wenn jeder einzelne mitzieht.

11.01 Uhr: Angela Merkel live zur Corona-Lage bei der Bundespressekonferenz – „Jahrhundert-Katastrophe“

„Wir befinden uns in einer sehr schwierigen Phase der Pandemie“, setzt Angela Merkel in der Bundespressekonferenz am Donnerstagvormittag an und verteidigt den verschärften Lockdown. „Wir handeln aus Vorsorge für unser Land“, sagte Merkel. Alles diene dem Ziel, „in diesem Jahr die Pandemie in den Griff zu bekommen und schließlich zu überwinden.“

Die Bundeskanzlerin spricht von einem gespaltenen Bild in Deutschland: Die Zahl der Neuinfektionen geht zurück, weniger Menschen sind auf den Intensivstationen als noch vor Weihnachten. „Die harten Einschnitte zahlen sich aus“, so die Kanzlerin und bedankt sich bei den Bürgern für das Durchhaltevermögen und den Zusammenhalt.

Doch die Todeszahlen bleiben hoch, mahnt Merkel. Hinzu kommt die Gefahr der Mutation des Virus. Jetzt gelte es „eine noch heftigere Pandemie als jemals zuvor zu verhindern“. Die Bundeskanzlerin spricht also über Vorsorge, damit keine dritte Corona-Welle ausbreche und erklärt somit die verschärften Maßnahmen.

Die Pandemie sei eine „Jahrhundert-Katastrophe“. Jeder stehe vor einer riesigen Herausforderung. „Es wäre verwunderlich, wenn nicht die Geduld auf eine extrem harte Probe gestellt werde“. An der Pandemie sei keiner von uns schuld. Doch es gibt einen Weg aus der Krise, ein „Riesen-Erfolg“ bei der Forschung. Sie lobt den Impfstoff und deshalb sind wir in einer Lage, die uns von Pandemien unterscheidet, die noch vor mehreren hundert Jahren die Menschen beschäftigte - wie zum Beispiel die Spanische Grippe. Dennoch ist es eine sehr schwierige Lage.

10.37 Uhr: Experte warnt vor Gefahren durch Corona-Mutationen – „Dann gnade uns Gott“

Deutschlands Krankenhausärzte fürchten bei einer Ausbreitung neuer Coronavirus-Mutationen auch in Deutschland deutliche Verschärfungen der bestehenden Corona-Maßnahmen. „Wenn die Mutation so schlimm ist, wie Angaben aus England es vermuten lassen, dann Gnade uns Gott“, sagte der Präsident des Verbandes der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands (VLK), Michael Weber, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vom Donnerstag. „Dann könnte es sein, dass wir alles noch mal neu bedenken müssen.“

Weber verwies auch auf regional noch sehr hohe Infektionszahlen. Sachsen sei „absolut am Limit“, in Südbrandenburg und Thüringen sei die Lage kritisch, in Bayern gebe es trotz bereits verschärfter Regeln noch zu viele Neuinfektionen. Ein Einschleppen der Mutante könnte daher ein schnelles Nachschärfen erforderlich machen, etwa mit Ausgangssperren. Er hoffe aber, „dass wir dazu nicht kommen müssen“.

07.45 Uhr: Karl Lauterbach überrascht von Impfungen – „Unfassbar“

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach zeigt sich begeistert über die Impfstrategie in Israel. „Unfassbar, wie schnell in Israel geimpft wird“, schrieb er am Donnerstagmorgen bei Twitter.

Über 80 Prozent der Menschen über 80 Jahren hätten die Impfung demnach schon erhalten. „Damit müsste die Covid-Sterblichkeit in Israel sehr bald sinken“, ist sich der Epimediologe sicher.

07.12 Uhr: Menschen wollen sich impfen lassen – Impfbereitschaft hat sich in Deutschland verdoppelt

Seit dem Start der Corona-Impfungen kurz nach Weihnachten ist die Impfbereitschaft in Deutschland leicht gestiegen. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten 67 Prozent, dass sie sich impfen lassen wollen. 40 Prozent wollen das so schnell wie möglich tun. Weitere 27 Prozent haben das zwar fest vor, wollen aber noch mögliche Folgen der Impfung anderer abwarten.

Kurz vor dem offiziellen Start der Impfkampagne in der gesamten EU am 27. Dezember hatten 32 Prozent angegeben, sich so schnell wie möglich impfen lassen zu wollen, weitere 33 Prozent wollten das erst später tun. 19 Prozent lehnten damals eine Corona-Impfung ab, inzwischen sind es 20 Prozent. Der Anteil der Unentschlossenen ist von 16 Prozent auf 13 Prozent gesunken.

Die Angst vor Nebenwirkungen hat unterdessen deutlich abgenommen. Vor dem Start der Impfkampagnen gaben noch 57 Prozent an, negative Folgen zu fürchten. Jetzt sind es nur noch 47 Prozent. 45 Prozent haben heute keine Angst mehr – im Vergleich zu 33 Prozent im Dezember.

Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek geht - auch wegen der komplizierten und teuren Produktion - absehbar davon aus, dass „das wahrscheinlich eher ein Einsatz ist, der sehr kontrolliert erfolgen wird, zum Beispiel bei Hochrisikopatienten, aber sicherlich nicht bei jedem durchführbar sein wird“.

06.29 Uhr: Mehr als 20.000 Neuinfektionen und rund 1000 Todesopfer

In Deutschland sind binnen eines Tages mehr als 20.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden weitere 20.398 Ansteckungsfälle registriert. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 2.088.400.

Nach den Angaben des RKI wurden zudem 1013 Todesfälle im Zusammenhang mit Coronavirus-Infektionen innerhalb von 24 Stunden gezählt. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland erhöhte sich damit auf 49.783.

Mittwoch, 20. Januar

21.36 Uhr: Mann stirbt an Corona – nach der zweiten Corona-Infektion

In Baden-Württemberg ist ein registrierter Corona-Patient nach einer zweiten Infektion mit dem Virus gestorben. Es ist der erste derartige Fall im Südwesten, der bekannt geworden ist, und womöglich auch in Deutschland.

Der Mann habe im Landkreis Freudenstadt gelebt, teilte das Landesgesundheitsamt am Mittwochabend in Stuttgart mit. Im April 2020 sei erstmals eine Corona-Infektion bei ihm nachgewiesen worden. Ende Dezember 2020 habe sich der Mann erneut angesteckt, was Anfang Januar festgestellt worden sei. „Der Patient verstarb im weiteren Verlauf an einer Covid19-Pneumonie (Lungenentzündung) und Sepsis mit Multiorganversagen.“ Zuerst hatte der Rechercheverbund von WDR, NDR und „Süddeutscher Zeitung“ darüber berichtet.

Wie der Verbund weiter schreibt, handelt es sich um einen 73 Jahre alten Mann. Stefan Brockmann, der am Landesgesundheitsamt das Referat Gesundheitsschutz und Epidemiologie leitet, sagte der Deutschen Presse-Agentur, es sei der erste bekannte Todesfall nach einer zweiten Infektion im Südwesten. „Es gibt keinen Hinweis darauf, dass er eine der neuen Virusvarianten hatte“, erklärte Brockmann.

Der Mann habe Vorerkrankungen gehabt, sagte Brockmann. Es sei wahrscheinlich, dass er bei der ersten Infektion keine starke Immunität ausgebildet habe. Die Chance, dass sich ein Mensch ein zweites Mal mit dem Coronavirus ansteckt, sei bisher sehr gering. Es gebe vereinzelte Fälle, bei denen die Patienten beim ersten Mal nicht genügend Antikörper ausgebildet hätten.

19.38 Uhr: Karl Lauterbach spricht Klartext

Gesundheitsexperte Karl Lauterbach äußerte sich bei Twitter zu den neuen Corona-Maßnahmen und mahnt an: „Es hängt jetzt an der Umsetzung.“ Was den SPD-Politiker am neuen Lockdown-Paket stört, kannst du hier nachlesen.

14.14 Uhr: Menschen stürzen sich auf Coronamasken - kommt es zu Engpässen?

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn räumt nach dem neuen Beschluss, nach dem im Einzelhandel und im Nahverkehr eine FFP2- oder OP-Maskenpflicht besteht, ein, dass es zu „vereinzelten Lieferschwierigkeiten bei den FFP2-Masken“ kommen könne. „Regional, lokal oder zeitlich“ könne es eng werden, soll er laut ntv gesagt haben, wenn alle Leute jetzt Masken kaufen wollen. Dennoch sehe es nach heutigen Stand nicht danach aus, dass es zu Versorgungsengpässen kommen werde. Es stünden ausreichend Masken zur Verfügung. Er betonte noch, dass jene vom Typ KN95 denselben Schutz bieten würden wie die FFP2-Masken.

13.58 Uhr: Markus Söder findet drastische Worte nach Corona-Gipfel

Ohne eine abgestimmte Corona-Politik mit den europäischen Nachbarstaaten hält Bayerns Ministerpräsident Markus Söder Grenzkontrollen für unausweichlich. „Sollte das nicht klappen, dann sind Grenzkontrollen zwingend notwendig“, sagte der CSU-Chef am Mittwoch nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts in München. Er hoffe aber, dass sich der Europäische Rat am 21. Januar auf vergleichbare und synchronisierte Maßnahmen einigen könne.

13.49 Uhr: Homeoffice-Verordnung tritt nächsten Mittwoch in Kraft

Die Politik weist mit ihrer Homeoffice-Verordnung auf die Dringlichkeit der Kontaktreduzierung im beruflichen Umfeld hin. Wenn kein zwingend betriebtsbedingter Grund dagegen spricht, sollen Mitarbeiter das Recht auf ihren Heimarbeitsplatz bekommen. Mehr Infos gibt es hier >>>

13.06 Uhr: Familienministerin Giffey will Schulen als erstes wieder öffnen

Nach den Beratungen von Bund und Ländern unterstützt Familienministerin Franziska Giffey (SPD) die neuen Corona-Beschlüsse zu Schul- und Kitaschließungen. Gleichzeitig fordert sie eine schrittweise Öffnung, sobald das Infektionsgeschehen dies zulässt.

„Diese Entscheidungen sind notwendig, um zu vermeiden, dass wir noch über Monate in einer Situation wie jetzt bleiben müssen“, sagte die Ministerin am Mittwoch in Berlin. Die Kinderbetreuung etwa in Schulen und Kitas müsste als erstes wieder starten, „sobald es das Infektionsgeschehen zulässt und sobald wir auch über konkrete Öffnungsstrategien sprechen können.“

11.51 Uhr: Experte Montgomery zeichnet ein düsteres Lockdown-Bild

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, rechnet mit einer weiteren Verlängerung der Maßnahmen gegen das Coronavirus über Mitte Februar hinaus. Man müsse die Menschen daran gewöhnen, dass das jetzt eine Lebensform für den Rest dieses Winter sei, mit der man leben müsse. „Andernfalls schlägt dieses Virus mit großer Macht zurück“, sagte er am Mittwochmorgen im Radioprogramm SWR Aktuell.

Auch die Intensiv- und Notfallmediziner gehen davon aus, dass eine Verlängerung der Maßnahmen bis Mitte Februar nicht ausreichen wird. „Wir werden mindestens bis Ende Februar oder Anfang März benötigen, wenn die Maßnahmen wie jetzt zu beobachten greifen, um die Patientenzahl auf den Hochpunkt der ersten Welle zu drücken – knapp unter 3000“, sagte Gernot Marx, Vorsitzender der Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

11.34 Uhr: Karl Lauterbach zeichnet ein dramatisches Bild bei Markus Lanz

Karl Lauterbach war nach dem Corona-Gipfel am Dienstagabend in der Talkshow von Markus Lanz zu Gast. Auch dort wurde die gefährliche neue Virus-Variante besprochen. Der SPD-Gesundheitsexperte zeichnete ein dramatisches Bild. Hier liest du mehr zu seinem Auftritt. >>>

10.59 Uhr: Biontech-Engpass in NRW!

Das Land NRW hat einen sofortigen Impfstopp in Kliniken verhängt.

09.29 Uhr: FFP2-Maske, OP-Maske oder Alltagsmaske: Was ist der Unterschied?

Du fragst dich jetzt, welche Maske du noch im Supermarkt oder in der Bahn tragen darfst. Hier gibt es einen Überblick >>>

07.15 Uhr: Christian Drosten warnt vor Corona-Mutation – „Dann ist es zu spät“

Der Virologe der Berliner Charité, Christian Drosten, hat sich in seiner neuen NDR-Podcast-Folge über das neue mutierte Coronavirus geäußert. Er gehe derzeit von einer geringen Verbreitung in Deutschland aus. Noch könne man die Ausbreitung eindämmen, ist sich der Virologe sicher. Darüber berichtet das ZDF.

„Wir müssen jetzt was machen, wenn wir speziell das Aufkeimen der Mutante in Deutschland noch beeinflussen wollen“, so Drosten und bestärkt damit die Beschlüsse des Corona-Gipfels. Auch Angela Merkel sprach am Dienstagabend mehrmals von Vorsorge vor der Mutante. Drosten weiter: „Später kann man das nicht mehr gut machen, dann ist es zu spät“. Er macht deutlich, dass auch die harten Lockdown-Maßnahmen in Großbritannien gewünschte Effekte gebracht haben.

06.06 Uhr: Virologin warnt: DAS ist noch gefährlicher als das mutierte Virus

Die Münchner Virologin Ulrike Protzer sieht in der Nachlässigkeit der Menschen während der Corona-Pandemie eine größere Gefahr als in der neuen Virus-Variante. Dies erkläre auch die trotz Lockdowns nur langsam sinkenden Infektionszahlen, erläuterte die Direktorin des Instituts für Virologie am Helmholtz Zentrum München und an der Technischen Universität München der Deutschen Presse-Agentur.

„Die neue Variante birgt ein erhöhtes Risiko, sich im Eins-zu-eins-Kontakt anzustecken. Aber: Der Eins-zu-eins-Kontakt muss überhaupt erst mal passieren. Und er muss so passieren, dass der Abstand nicht ausreichend gewahrt wird oder dass Masken nicht getragen werden. Nur dann kann es da auch wirklich zu einer Übertragung kommen.“ Dann allerdings scheine das Ansteckungsrisiko mit der neuen Variante größer zu sein.

Wichtig sei es etwa, die Maske in entsprechenden Situationen aufzubehalten und nicht zwischendurch abzusetzen. Dass ein wirksamer Schutz möglich sei, zeigten Erfahrungen im Klinikum. Dort hätten sich Mitarbeiter am seltensten in dem Bereich angesteckt, in dem Corona-Patienten behandelt wurden.

Angesichts weiterhin hoher Infektionszahlen sehe sie derzeit keine Chance auf ein Ende des Lockdowns, sagte Protzer. „Solange die Zahlen so hoch sind, sollte man jeden Risikokontakt vermeiden.“ Es sei sinnvoll, Gastronomie und nicht zwingend erforderliche Läden vorerst noch geschlossen zu halten.

Einer großen Studie in den USA zufolge habe das größte Ansteckungsrisiko in Restaurants bestanden. Der zweitgrößte Risikofaktor seien demnach Geschäfte gewesen, allerdings habe damals keine Maskenpflicht gegolten. „Das Risiko ist sicher geringer, wenn man konsequent Maske trägt - was im Restaurant schlicht nicht vorstellbar ist.“ Waren vorzubestellen und abzuholen, sei in der Krise eine gute Möglichkeit mit sehr geringem Risiko.

06.01 Uhr: Fast 16.000 Neuinfektionen und übe 1000 Todesfälle

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem RKI 15.974 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1148 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Mittwochmorgen bekanntgab. Vor genau einer Woche hatte das RKI 19.600 Neuinfektionen und 1060 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

„Nach einem starken Anstieg der Fallzahlen Anfang Dezember, einem Rückgang während der Feiertage und einem erneuten Anstieg in der ersten Januarwoche sinken die Fallzahlen in den meisten Bundesländern (jedoch nicht allen) nun leicht“, schrieb das RKI in seinem Lagebericht vom Dienstagabend. Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am Donnerstag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Mittwochmorgen bei 123,5. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Dienstag, 19. Januar

22.50 Uhr: Ab wann gelten die neuen Corona-Regeln?

Die Beschlüsse des Corona-Gipfels müssen in den Landtagen der 16 Bundesländer formal noch bestätigt und beschlossen werden. Eine zeitnahe Umsetzung ist anzunehmen, womöglich gelten die schärferen Maßnahmen bereits am kommenden Wochenende.

Die Regeln gelten mindestens bis zum 14. Februar. Vorher wollen Kanzlerin Merkel und die Länderchefs erneut zu Corona-Beratungen zusammenkommen, um über Maßnahmen ab dem 15. Februar zu diskutieren.

22.20 Uhr: Detaillierte Informationen zu den Beschlüssen

Die Pressekoferenz neigt sich dem Ende. Wir haben dir detaillierte Informationen zu allen Beschlüssen zusammengetragen. Du findest sie hier >>

21.50 Uhr: Merkel mahnt Nachbarländer, mitzuziehen – und spricht eine Drohung aus

„Deutschland ist umgeben von vielen Ländern. Wir können hier tun und lassen, was wir wollen – wir werden keinen Erfolg haben, wenn andere nicht auch synchron daran arbeiten“, mahnt Merkel mit Blick auf Deutschlands Nachbarn.

„Wir müssen sicherstellen, dass wirklich alle unsere Nachbarländer in die gleiche Richtung arbeiten“, sagt die Bundeskanzlerin und droht: „Wenn das nicht der Fall ist, müssen wir eben auch Vorkehrungen bei Einreisefragen treffen.“

21.44 Uhr: Merkel spricht LIVE

Angela Merkel stellt klar, dass die viel ansteckender Virus-Mutation Anlass zur Sorge ist, einzelne Fälle auch in Deutschland bereits bestätigt sind und aus Vorsorge die Maßnahmen noch einmal optimiert werden müssen.

Die wichtigsten Punkte:

  • Alle Maßnahmen, die bis zum 31. Januar galten, sind bis zum 14. Februar verlängert. Die „+1 Kontaktregel“ sollte sich auf eine möglichst kleine Personengruppe beschränken.
  • Für eine höhere Schutzwirkung muss in Geschäften und ÖPNV eine medizinische Maske getragen werden, also OP-;Maske, FFP2 oder KN95.
  • Im Bereich Kinder und Schule wurde lange gerungen. Weil sich die Mutation B117 offenbar auch stärker unter Kindern und Jugendlichen ausbreitet, als die bisher bekannte Corona-Variante, bleiben Schulen und Kitas grundsätzlich geschlossen beziehungsweise der Präsenzunterricht ausgesetzt.
  • Gottesdienste in Kirchen, Moscheen,Synagogen und Co. ist mit medizinischen Masken und Gesangsverbot erlaubt, müssen ab 10 Personen aber beim Ordnungsamt angemeldet werden.
  • Vorerst befristet bis zum 15. März wird das Bundesamt für Arbeit Homeoffice-Regeln für Arbeitgeber aufstellen. Die sollten von jedem Arbeitnehmer, wenn irgendwie möglich, in Anspruch genommen werden.

Ausführlichere Informationen zu den Maßnahmen findest du hier >>

20.05 Uhr: Härtere Homeoffice-Regeln angestrebt

Noch mehr Homeoffice streben Bund und Länder an – und wollen die Heimarbeit auf dem Corona-Gipfel durch härtere Regeln forcieren. Laut „Spiegel“ heißt es im Beschluss, dass das Bundesministerium für Arbeit und Soziales „eine Verordnung erlassen [soll], wonach Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber überall dort, wo es möglich ist, den Beschäftigten das Arbeiten im Homeoffice ermöglichen müssen, sofern die Tätigkeiten es zulassen.“

19.35 Uhr: EU-Kommission: Beihilferegeln sollen wegen Corona gelockert bleiben

Die EU-Kommission will eine Lockerung der sogenannten EU-Beihilferegeln für Staatshilfen angesichts der Corona-Krise zunächst bis Ende des Jahres verlängern. „Während sich die zweite Welle des Coronavirus-Ausbruchs weiterhin stark auf unser Leben auswirkt, brauchen Unternehmen in ganz Europa weitere Unterstützung, um die Krise zu überstehen“, teilte die für Wettbewerb zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager am Dienstagabend mit. Die Mitgliedstaaten hätten nun die Möglichkeit, auf den Vorschlag der Kommission einzugehen.

Damit könnten die 27 EU-Länder bis zum 31. Dezember weiterhin betroffene Unternehmen mit üppigen Summen unterstützen, ohne gegen EU-Wettbewerbsregeln zu verstoßen. Vorgesehen sind derzeit bis zu 800 000 Euro pro Unternehmen - wobei dieser Deckel angehoben werden könnte. Zu den Hilfen zählen etwa direkte Zuschüsse, rückzahlbare Vorschüsse, Steuervorteile, staatliche Garantien für Bankdarlehen oder vergünstigte öffentliche Darlehen.

17.47 Uhr: Merkel platzt laut Bericht der Kragen

Angela Merkel ist beim Corona-Gipfel der Kragen geplatzt. Wie die „Bild“ berichtet, hat die Kanzlerin beim Streitthema der Schulschließungen auf den Tisch gehauen. „Ich lassen mir nicht anhängen, dass ich Kinder quäle oder Arbeitnehmerrechte missachte“, sagte Merkel demnach so deutlich, wie man sie nur selten kennt.

Diese Worte waren nach Bild-Informationen an MeckPom-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig gerichtet, die gefordert hatte, wenn man Schülern und Kindern so viel abverlange, auch Arbeitgeber beim Homeoffice mehr abverlangen zu können.

17.08 Uhr: ARD: Schulen und Kitas bleiben dicht

Das ARD-Hauptstadtstudio berichtet, auf dem Corona-Gipfel sei nun auch das Thema Schule und Kitas durch. Ergebnis: Alles bleibt vorerst dicht. Eine Öffnung zum 15. Februar wird aber angepeilt.

15.35 Uhr: Bund und Länder einig über Verlängerung des Lockdowns

Bund und Länder sind sich einig, dass zur Eindämmung des Coronavirus der bis Ende Januar befristete Lockdown bis zum 14. Februar verlängert wird. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag von Teilnehmern der Beratungen vonseiten des Bundes sowie der Länder. Damit bleiben etwa die Gastronomie, Freizeiteinrichtungen sowie der Einzelhandel geschlossen. Ausnahmen gelten weiterhin zum Beispiel für Supermärkte. Eine Einigung auf ein gesamtes Beschlusspapier gab es aber noch nicht.

14.16 Uhr: Beschlussvorlage kurz vor Gipfelbeginn nochmal abgeändert?

Alles spricht für eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 14. Februar. Dieses Datum steht im Entwurf einer Beschlussvorlage, die am Dienstagmittag nach weiteren Vorberatungen vom Kanzleramt an Bundesländer verschickt wurde. Das Papier, das der Deutschen Presse-Agentur aus mehreren Quellen vorlag, hatte den Stand 12.40 Uhr.

In diesen Beratungen waren auch weitere umfangreiche Änderungen wahrscheinlich. Strittig waren bis zuletzt etwa der Umgang mit den Schul- und Kitaschließungen und die Frage einheitlicher Ausgangsbeschränkungen.

Dem Entwurf zufolge sollen in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Geschäften medizinische Masken verbindlich vorgeschrieben werden - also mindestens sogenannte OP-Masken. Eine Pflicht zum Tragen von Schutzmasken nach FFP2-Standard soll es demnach aber nicht geben.

Zudem könnte dem Entwurf zufolge der Druck auf Arbeitgeber erhöht werden, mehr Homeoffice zu ermöglichen. Dazu werde das Bundesarbeitsministerium eine Verordnung erlassen, „wonach Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber überall dort, wo es möglich ist, den Beschäftigten das Arbeiten im Homeoffice ermöglichen müssen, sofern die Tätigkeiten es zulassen“, heißt es in dem Papier. Über das Thema Homeoffice hatte es zuletzt noch viele Diskussionen geben.

Ohnehin gab es in vielen Bereichen bis zuletzt noch Meinungsverschiedenheiten zwischen den Ländern - beispielsweise auch in der Frage, wie genau es an den Schulen und Kitas weitergehen soll. Das Papier enthielt zu diesem und weiteren Themen noch viele eckige Klammern - das bedeutete, dass es hier noch erheblichen Diskussionsbedarf geben würde.

>> Die Entschlussvorlage kannst du hier einsehen!

14.09: Rate positiver Tests gesunken: „Erstes gutes Zeichen“

Der Anteil positiver Corona-Tests in Deutschland ist nach Daten von Laboren in der vergangenen Woche zurückgegangen. Im Vergleich zur Vorwoche sei die sogenannte Positivrate um gut ein Fünftel auf 10,8 Prozent gesunken, teilte der Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) am Dienstag in Berlin mit. Zeitweise hatte die Rate bei mehr als 16 Prozent gelegen. Je höher die Positivrate bei hohen Fallzahlen ist, desto höher ist schätzungsweise auch die Dunkelziffer.

„Das ist ein erstes gutes Zeichen für ein möglicherweise rückläufiges Infektionsgeschehen“, erklärten die Labormediziner. Das Bild sei allerdings unvollständig. So müssten zum Beispiel auch Ergebnisse von sogenannten Antigen-Schnelltests „dringend“ in die Teststatistik einfließen, hieß es. Die Zahl der durchgeführten Labortests blieb nach Daten von 170 Laboren zwischen 11. und 17. Januar mit rund einer Million ungefähr konstant im Vergleich zur ersten Kalenderwoche. Die teilnehmenden Labore sind laut Verband für 80 bis 90 Prozent der Corona-Tests bundesweit verantwortlich.

13.26 Uhr: Gericht kippt 15-Kilometer-Regel in Hessen

Die Allgemeinverfügung des Kreises Limburg-Weilburg, die auch die 15-Kilometer-Regelung zur Eindämmung der Corona-Pandemie enthält, ist teils rechtswidrig. Das hat das Verwaltungsgericht Wiesbaden in einem Eilverfahren entschieden. Den enthaltenen Angaben zur 15-Kilometer-Regel fehle es an der „hinreichenden Bestimmtheit“, teilte das Gericht am Dienstag mit. Der Inhalt müsse aber für die Betroffenen „so vollständig, klar und unzweideutig erkennbar sein“, dass sie ihr Verhalten danach ausrichten könnten.

In der am 11. Januar in Kraft getretenen Verfügung heißt es: „Der Bewegungsradius für tagestouristische Ausflüge wird auf den Umkreis von 15 Kilometern des Wohnortes (politische Gemeinde) beschränkt.“ Das Gericht befand, dass bereits der Begriff „politische Gemeinde“ bedenklich sei, das dieser „für einen Großteil der Bevölkerung aus sich heraus nicht verständlich sein dürfte“. Es werde nicht klar, ob die Grenze eines Ortsteils oder der Gesamtgemeinde gemeint sei und wie eigentlich die 15 Kilometer ab dem Wohnort zu messen seien.

Die 15-Kilometer-Regelung betrifft Corona-Hotspots mit mehr als 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen und bezieht sich auf Freizeitaktivitäten und Tagesausflüge.

Die Richter kritisierten auch, dass der Begriff „tagestouristischer Ausflug“ in der Allgemeinverfügung nicht näher erklärt werde. Sie hatten zudem generelle Zweifel, „ob die Beschränkung des Bewegungsradius für tagestouristische Ausflüge ernsthaft zur Senkung der Infektionsfälle im Landkreis Limburg-Weilburg beitragen könne“, teilte das Gericht weiter mit. Stattdessen dürfte die Maßnahme dazu führen, dass sich viele Menschen dann drinnen mit anderen Personen treffen. Für rechtmäßig hielten die Richter dagegen die nächtliche Ausgangsbeschränkung im Kreis, die die Verfügung ebenfalls regelt.

Das Eilverfahren hatte nach Angaben einer Gerichtssprecherin eine Privatperson angestrengt. Der bereits am 15. Januar ergangene Beschluss beziehe sich zunächst einmal nur auf das konkrete Verfahren, erläuterte sie. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig, die Beschwerde vor dem Verwaltungsgerichtshof in Kassel zulässig.

11.47 Uhr: Hier findest du den 15-Punkte-Plan

Schon jetzt liegt der Entwurf der Bundeskanzlerin und Länderchefs vor. FFP2-Pflicht, Änderungen im Nahverkehr, Homeoffice: Die wichtigsten Vorhaben kannst du HIER nachlesen!

11.16 Uhr: Vor Bund-Länder-Runde zu Corona erhebliche Meinungsunterschiede

Kurz vor den neuen Corona-Beratungen von Bund und Ländern am Dienstagnachmittag gibt es erhebliche Unstimmigkeiten über schärfere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr, meldeten SPD-Länder eine Reihe von Änderungen an einer Beschlussvorlage an, die zuvor an mehrere Länder verschickt worden war. Entsprechende Papiere lagen der dpa vor. Vor den von 14.00 Uhr an geplanten Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sollte es noch Vorgespräche geben.

Diskutiert wird eine Verlängerung des Lockdowns bis Mitte Februar. Zudem könnte es unter anderem eine schärfere Maskenpflicht in Bussen und Bahnen sowie in Geschäften geben. Daneben erwägen Bund und Länder, mehr Druck auf Arbeitgeber zu machen, um mehr Homeoffice zu ermöglichen.

10.04 Uhr: Regeln für Homeoffice sollen verschärft werden

Der Bund will zur Eindämmung der Corona-Pandemie Unternehmen verpflichten, soweit wie möglich ein Arbeiten im Homeoffice anzubieten. In der AFP am Dienstag vorliegenden Beschlussvorlage für die Bund-Länder-Beratungen heißt es, das Bundesarbeitsministerium werde eine Verordnung erlassen, wonach Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber überall dort, „wo es möglich ist, den Beschäftigten das Arbeiten im Homeoffice ermöglichen müssen“.

09.45 Uhr: Regierung einigt sich auf Nachbesserungen bei Corona-Hilfen

Finanzministerium und Wirtschaftsministerium haben nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur eine Einigung über Nachbesserungen bei Finanzhilfen für Firmen und Selbstständige erzielt. Vorgesehen sind höhere Zuschüsse und einfachere Bedingungen. Die Verständigung kommt kurz vor Gesprächen von Bund und Ländern am Dienstag zur Corona-Krise. Dort wird über eine Fortsetzung des Lockdowns bis in den Februar hinein beraten sowie über mögliche schärfere Regeln.

Wirtschaftminister Peter Altmaier (CDU) sagte am Dienstag in der Sendung „Frühstart“ von RTL/ntv: „Wir werden in den nächsten Wochen, weil es vielen auch schlecht geht und sie verzweifelt auf die Hilfen warten, nochmal in einer zweistelligen Milliardenhöhe helfen müssen und wir wollen, dass es unbürokratischer geschieht. Wir wollen, dass es schneller geschieht.“

Die Bundesregierung reagiert mit den Nachbesserungen auch auf zunehmende Kritik von Wirtschaftsverbänden, die dem Bund eine schleppende Umsetzung der Hilfen und zu viel Bürokratie vorgeworfen hatten. Das Fördersystem soll nun einfacher und die Hilfen erweitert werden. Wie viele Milliarden genau zusätzlich dies kostet, war zunächst unklar. Sowohl Altmaier als auch Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hatten eine Vereinfachung der Bedingungen sowie eine Ausweitung der Hilfen angekündigt.

Altmaier sagte zur Kritik aus der Wirtschaft an einer schleppenden Umsetzung der Hilfen, es gehe um viel Geld der Steuerzahler. Man müsse auch darauf achten, dass es wenig Missbrauch gebe.

09.16 Uhr: Angela Merkel fordert laut Medienbericht verlängerten Lockdown

Zahlreiche Beobachter hatten es bereits vermutet. Nun soll es schriftlich vorliegen: Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert einen verlängerten Lockdown bis zum 15. Februar, berichtet die Bild. Die Zeitung beruft sich auf eine Beschlussvorlage des Bundes.

Angela Merkel und die Länderchefs treffen sich um 14 Uhr, um weitere Maßnahmen zu beraten.

06.43 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen für Deutschland

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 11 369 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 989 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Dienstagmorgen bekanntgab. Vor genau einer Woche hatte das RKI 12 802 Neuinfektionen und 891 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am Donnerstag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Dienstagmorgen bei 131,5. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch aktuell enorm: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 256,3 und Sachsen mit 225,7. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 83,2.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2 052 028 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 19.01., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 47 622. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1 716 200 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montagabend bei 0,89 (Vortag: 0,93). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 89 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Montag, 18. Januar

21.37 Uhr: Maredo geht weiteren drastischen Schritt

Schon der erste Lockdown im vergangenen März hatte die angeschlagene Steakhouse-Kette Maredo in die Insolvenz gezwungen. Die Gastro-Schließung seit November hat nun alles noch viel schlimmer gemacht. Deshalb geht die Maredo-Geschäftsführung nun einen noch brutaleren Schritt. Alle Informationen hier >>

16.28 Uhr: Jetzt auch noch eine Corona-Mutation aus Brasilien

Noch immer wütet die englische Corona-Mutation auf der Insel – nun sind offenbar in kürzester Zeit zwei weitere Virus-Varianten aufgetaucht, die die Eindämmung der Pandemie erschweren könnten. Neben einer in Garmisch-Partenkirchen entdeckten Mutation (siehe Eintrag von 10.15 Uhr) ist nun auch eine Mutation aus Brasilien nachgewiesen worden. Vier brasilianische Reisende (Zwei Erwachsene, zwei Kinder) wurden vergangene Woche in Japan positiv auf eine bislang unbekannte Variante des Coronavirus getestet.

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz teilte inzwischen mit, er mache sich „große Sorgen“ um die Variante P.1. An ihr können sich laut erster Studien womöglich auch Menschen infizieren, die bereits Covid-19 überstanden haben. Das könnte die Infektionswelle in Manaus am Amazonas erklären. Dort hatte man, nachdem sich bei der ersten Welle bereits rund 75 Prozent der Menschen infiziert hatten, auf eine Herdenimmunität gehofft. Nun folgt dennoch eine weitere Welle von Infektionen. Noch ist die Forschung allerdings noch nicht so weit fortgeschritten, dass dies schon bestätigt werden konnte.

10.15 Uhr: Unbekannte Mutation in Garmisch-Partenkirchen entdeckt

Bei einem größeren Corona-Ausbruch im Klinikum Garmisch-Partenkirchen ist eine neue Coronavirus-Variante entdeckt worden. Das berichtet der „Münchner Merkur“. Dem Bericht zufolge seien 73 Mitarbeiter und Patienten positiv getestet worden, bei drei sei eine bislang unbekannte Mutation des Virus entdeckt worden.

Zur weiteren Untersuchung seien die Proben der drei betroffenen Patienten an die Berliner Charité geschickt worden. Während eine tiefergehende Analyse bestätigte, dass es sich um eine neue Variante handelt, ist noch völlig unklar, welche Eigenschaften diese hat.

07.10 Uhr: Schock-Foto vom Flughafen BER aufgetaucht

Was für ein irres Foto aus dem Berliner Flughafen BER! Journalist Michael Sauerbier hat auf Twitter ein Bild geteilt, dass etliche Passagiere dicht an dicht vor den Passkontrollen zeigt. Mindestabstand? Fehlanzeige! Zwei Flüge aus Tirana (Albanien) und Chisinau (Moldawien) sind fast zeitgleich gelandet, nur vier Passkontrollen waren geöffnet. Ein BER-Sprecher zu „Bild“: „Bei Ankünften mit Passkontrolle bestehen nicht viele Möglichkeiten, die Passagier-Prozesse zu entzerren. Aktuell ist es aber auch sehr wichtig, vermeidbare Reisen auf Zeiten nach dem Ende der Pandemie zu verschieben.“

06.25 Uhr: RKI: Zahl der Toten steigt um 214

Den Zahlen des Robert-Koch-Instituts zufolge gibt es in Deutschland rund 302.300 aktive Corona-Fälle. Innerhalb von 24 Stunden meldeten die Gesundheitsämter 7.141 Neuinfektionen. 46.633 mit dem Virus infizierte Menschen starben – ein Plus von 214 Fällen im Vergleich zum Vortag.

(DER WESTEN mit dpa)