Markus Lanz (ZDF): Moderator spricht Klartext – „Das ist wie Wilder Westen“

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Bei Markus Lanz (ZDF) standen mal wieder zwei Themen auf der Tagesordnung, welche zur Zeit mehr oder weniger das Weltgeschehen bestimmen: Corona und Donald Trump.

Hitziege Diskussionen kommen in dieser Sendung von Markus Lanz (ZDF) aber nicht auf, da sich die Gäste in vielen Punkten einig waren.

Markus Lanz (ZDF): Corona und Trump auf der Tagesordnung

Wie sollte es auch anders sein, so kam auf diese Sendung mit Markus Lanz nicht um das Thema Corona herum. Doch zuerst ging es in der Sendung um Donald Trump. Es wurde über den Sturm auf das US-Kapitol beziehungsweise dessen Folgen diskutiert.

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Die Gäste bei Markus Lanz:

  • Elmar Theveßen Journalist
  • Julius van de Laar, Strategieberater
  • Klaus Brinkbäumer, Journalist
  • Prof. Helga Rübsamen-Schaeff, Virologin
  • Dr. Ulrike Koock, Landärztin

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Zu diesem Zweck gab es zu Beginn eine Schalte nach Washington, in der Bilder von der Stürmung des Kapitols gezeigt wurden. Außerdem gab es neue Informationen rund um das Amtsenthebungsverfahren gegen den US-Präsidenten. Die ersten 25 Minuten der Sendung gehören fast ausschließlich dem ZDF-Korrespondenten Elmar Theveßen, die Studio Gäste von Markus Lanz wirkten dabei eher wie Statisten. Theveßen sagte unter anderem, dass die Extremisten gut organisiert gewesen wären: „Es war nicht nur ein Mob. Es war Organisation dahinter. Sie waren völlig überzeugt, das Gute zu tun, wenn sie ins Kapitol eindringen, um 'Verräter' zur Rechenschaft zu ziehen.“

Theveßen hat dabei auch ein hartes Urteil zu den Republikanern parat: „Die republikanische Partei ist nicht mehr zu retten. Die Vernünftigen müssten jetzt eigentlich eine neue Partei gründen“.

Markus Lanz (ZDF): War es richtig den Twitter-Account von Donald Trump zu sperren?

Bei dieser Frage „dürfen“ sich dann auch wieder die Studio-Gäste einschalten. Julius van de Laar ist die Sperrung des Twitter-Accounts eine perfekte Vorlage für eine eigene Plattform. „Er leidet darunter“, meint dahingegen Klaus Brinkbäumer. Er glaubt nicht daran, dass Donald Trump nun seine eigene Plattform eröffnen wird. Als Problem wird bei Markus Lanz (ZDF) identifiziert, dass nur Trumps-Account gesperrt wurde und Accounts von „Diktatoren rund um den Erdball“ seit Jahren funktionieren würden. Dies würden auch die Amerikaner nicht verstehen.

Ob Donald Trump nach seiner Präsidentschaft für den Sturm auf das Kapitol juristisch verantwortlich gemacht wird, sei möglich, da sind sich van de Laar, Brinkkbäumer und Theveßen einig.

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Zum Abschluss des US-Themas teilt auch Morderator Markus Lanz seine Meinung zu der Stürmung des Kapitols mit. „Das ist wie Wilder Westen“, so der Moderator. An der Situation in den USA sei nicht nur Donald Trump schuld. Auch die Macht der sozialen Medien, die Rolle einzelner Politiker und auch das Versagen der klassischen Medien hätten einen Anteil.

Markus Lanz (ZDF): Wieder Corona im Mittelpunkt

Dann geht es thematisch wieder nach Deutschland. Es werden Parallelen zu den USA gezogen. So wird ein Video gezeigt, auf welchem zu sehen ist, wie Sachsens Ministerpräsidenten Kretschmer von Corona-Leugnern vor seinem Haus bedrängt wird.

Unter den Gästen besteht Einigkeit darüber, dass sie nicht verstehen können, warum Menschen erwiesene Fakten leugnen. In diesem Teil der Sendung haben dann auch die beiden geladenen Frauen einen größeren Redeanteil. Es geht um die aktuell bewegenden Corona-Themen wie FFP2-Maskenpflicht und das Impfen. Als abschließendes Fazit dazu lässt sich wohl ein Satz der Virologin Rübsamen-Schaeff einordnen: „Ich kann keinem versprechen, dass wir in drei Monaten da raus sind.“ (gb)