FFP2-Maske, medizinische Maske oder Alltagsmaske: Was ist der Unterschied?

Ab sofort dürfen im Corona-Lockdown nur noch FFP2-Masken oder OP-Masken in Geschäften und im Öffentlichen Nahverkehr getragen werden. (Symbolbild)
Ab sofort dürfen im Corona-Lockdown nur noch FFP2-Masken oder OP-Masken in Geschäften und im Öffentlichen Nahverkehr getragen werden. (Symbolbild)
Foto: imago images

Der Corona-Lockdown wurde verlängert. Bis zum 14. Februar gelten nun die härteren Maßnahmen in Deutschland. Neu beschlossen: in Geschäften sowie in Bus und Bahn müssen künftig medizinische Masken oder FFP2-Masken getragen werden. Welche Masken darunter fallen und was genau der Unterschied zur „normalen“ Alltagsmaske ist, erklären wir hier.

In Bayern ist die FFP2-Maske schon seit Montag Pflicht in bestimmten Bereichen. Nach dem Corona-Gipfel ist nun klar: auch in den anderen Bundesländern in Deutschland dürfen keine Stoffmasken mehr im Öffentlichen Nahverkehr und in den Läden getragen werden. Doch wie genau unterscheiden sich die Masken?

FFP2-Maske, medizinische Maske, Alltagsmaske: Was ist der Unterschied?

Die FFP2-Maske ist die sicherste Variante im Vergleich zu anderen Mund-Nasen-Bedeckungen. Denn sie schützt nicht nur andere Menschen. Der Träger kann sich dank eingebautem Filter auch selbst schützen. Eigentlich wurden diese Masken zum Schutz vor Staubpartikeln im Handwerk getragen. Sie bestehen aus mehreren Lagen Stoff und Papier und eben jenem eingebauten Filter. Die FFP2-Masken sollen aber möglicherweise auch vor Aerosolen in der Luft schützen, wie der WDR erklärt.

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Ministerpräsident Armin Laschet verkündete am Dienstagabend in seinem Pressestatement nach dem Corona-Gipfel, dass jene Masken einen 95 prozentigen Schutz bieten würden. Er hielt aber auch die medizinische Maske, auch OP-Maske genannt, hoch und beteuerte, dass diese eine 92-prozentige Sicherheit bieten könne – wenn sie denn richtig getragen werde.

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Die OP-Maske wird von Ärzten und Pflegekräften schon vor der Corona-Pandemie zum Schutz vor Übertragung von Viren und Bakterien getragen und bestehen meist auch aus mehreren Lagen Stoff oder Baumwolle, die verhindern, dass Aerosole beim Sprechen oder Husten durch die Luft geschleudert werden.

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Das ist eine FFP2-Maske:

  • FFP2-Masken sind partikelfiltrierende Halbmasken
  • FFP steht für Filtering Face Piece
  • Sie werden in die Kategorien 1 bis 3 eingeteilt
  • FFP2-Masken filtern demnach mindestens 94 Prozent der Partikel, FFP3-Masken mindestens 99 Prozent

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Selbstgenähte Stoffmasken haben in der Regel keine Filterwirkung. Auch seien sie laut WDR unsicherer als OP-Masken. Bestünden sie aus mehreren Lagen Stoff, könnten sie sicherer sein als einlagige Produkte. Da aber keine einheitlichen Standards gegeben sind, sind diese künftig nicht mehr erlaubt, um die Gefahr vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus gering zu halten.

Klar ist jedoch: Keine der Masken bietet einen hundertprozentig sicheren Schutz. Daher ist es unerlässlich, die allgemein gütligen Corona-Hygiene-Maßnahmen zu beachten: Abstand, regelmäßiges Händewaschen sowie die Kontaktbeschränkung sind wichtig, um eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu vermeiden.

Wie lange dürfen FFP2-Masken getragen werden?

Während die Mund-Nasen-Bedeckungen aus Stoff gewaschen und wiederverwendet werden können, sind FFP2-Masken laut dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte vom Hersteller als Einmalprodukte vorgesehen.

Der Tüv Nord weist darauf hin, dass das Schutzniveau sinkt, wenn sie gewaschen werden. Diese Masken könnten einen Tag lang getragen werden – dann sollten sie in der Regel in den Müll.

Doch für beide Masken gibt es auch zulässige Wege zur Wiederverwendung. OP-Masken können bei trockener Hitze – also etwa im Backofen – zwischen 65 und 70 Grad Celsius desinfiziert und dann mehrmals verwendet werden. FFP2-Masken können nach einer Studie der Fachhochschule Münster entweder eine Stunde bei konstant 80 Grad desinfiziert werden oder durch Trocknung über sieben Tage bei trockener Raumluft.

Woran kann ich zugelassene Masken erkennen?

Zugelassene OP-Masken müssen gewisse Standards etwa beim Material einhalten. Können Hersteller ein erfolgreiches Nachweisverfahren belegen, bekommen die Masken das CE-Zeichen. Auch FFP2-Masken müssen die Bedingungen für das CE-Zeichen erfüllen, darüber hinaus auch die europäische Norm EN149. Beides ist auf zugelassenen Masken aufgedruckt. Äquivalente zu FFP2-Masken aus den USA oder aus China tragen die Bezeichnungen N95 beziehungsweise KN95.

Wie viel kosten die OP-Masken und die FFP2-Masken?

Der Preisunterschied ist erheblich. In größeren Packungen gibt es OP-Masken zum Stückpreis von 50 Cent und weniger. Dagegen kosten FFP2-Masken nur in den günstigsten Varianten etwas unter einem Euro pro Stück, viele Händler verlangen sogar Preise von zwei Euro und oft auch deutlich mehr für eine einzelne Maske. (js mit dpa)