H&M plant angeblich DAS – Kunden und Mitarbeiter in Aufruhr: „Ich bin schwer enttäuscht“

Angebliche Pläne von H&M empören Kunden und Mitarbeiter.
Angebliche Pläne von H&M empören Kunden und Mitarbeiter.
Foto: IMAGO / Ralph Peters

Die Corona-Krise hat die schwedische Modekette H&M finanziell schwer getroffen. Aus dem Grund will das Unternehmen jetzt rund 800 Stellen streichen.

Angeblich soll laut „Business Insider“ vor allem einer bestimmte Mitarbeitergruppe gekündigt werden. Die Vorwürfe sorgen bei H&M-Kunden und Mitarbeitern jetzt für große Entrüstung.

H&M: Schwere Vorwürfe! SIE sollen bevorzugt gekündigt werden

Demnach sollen vor allem junge Eltern in Elternzeit von den Streichungen betroffen sein. Der Grund dafür sei, dass diese seltener zu den umsatzstarken Abendstunden und am Wochenende arbeiten können.

Sie seien zwar durch die Elternzeit vor Kündigung geschützt. Das gilt jedoch nicht mehr, sobald sie an den Arbeitsplatz zurückkehren.

Kunden reagieren mit Wut

Die Vorwürfe sorgen jetzt für Wut. „Ich bin schwer enttäuscht so etwas zu lesen“, kommentiert eine Frau. Ein anderer Twitter-Nutzer schreibt hämisch: „Bald hat Mama auch ganz viel Zeit, um mit der Kleinen zuhause zu spielen. Finanziell könnte es bisschen eng werden, aber Geld alleine macht ja bekanntlich nicht glücklich.“

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Das ist H&M:

  • H&M ist die Kurzform für Hennes und Mauritz
  • Der Firmensitz befindet sich in Stockholm, Schweden
  • H&M ist ein Textilunternehmen
  • Der Konzern verkauft Kleidung in 59 Ländern

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Die Gewerkschaft Verdi kritisiert das Vorgehen harsch. Laut Grundgesetz habe jede Mutter Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.

„Eigentum verpflichtet daher auch Unternehmen wie H&M, Frauen in Elternzeit und berufstätigen Müttern familienfreundliche Arbeitszeiten zu ermöglichen, anstatt ihre Doppelbelastung als Schwäche auszunutzen und zu versuchen, sie auf die Straße zu setzen“, sagte Cosimo-Damiano Quinto aus der Verdi-Bundesfachgruppe Einzelhandel dem „Business Insider“.

So reagiert H&M auf die Vorwürfe

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, H&M wolle den Stellenabbau über ein Freiwilligenprogramm erreichen, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden.

In einer Stellungnahme bestätigte das Unternehmen dies, dementiert allerdings die Vorwürfe. Das Programm richte sich nicht vorrangig an Mütter und Väter. Man wolle damit vielmehr ein „milderes Mittel“ wählen, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden.

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„Sollte die Anzahl der Freiwilligen in diesem Programm nicht ausreichen, wird die Entscheidung über eine Sozialauswahl getroffen“, teilte das Unternehmen mit. Diese schütze nach geltendem Arbeitsrecht diejenigen, „die eine Kündigung mit besonderer Härte treffen würde“ – darunter etwa Mütter und Väter.

Berücksichtigt werden demnach auch das Alter, Betriebszugehörigkeit und unterhaltspflichtige Familienmitglieder.

Umsatz von H&M-Gruppe knickt wegen Krise ein

Der Nettoumsatz der H&M-Gruppe sank weltweit im Geschäftsjahr von Dezember 2019 bis November 2020 um 18 Prozent auf rund 187 Milliarden schwedische Kronen (etwa 18,3 Mrd Euro). Bereits im Oktober hatte der Konzern angekündigt, sein Filialnetz ausdünnen zu wollen. (vh mit dpa)