Karl Lauterbach: FDP-Shop vertreibt Anti-Lauterbach-Shirt – „Unterste Schublade!“

Ein Anti-Lauterbach-Shirt sorgte im Netz für Aufregung.
Ein Anti-Lauterbach-Shirt sorgte im Netz für Aufregung.
Foto: IMAGO / photothek, thinkliberal.de

Aufregung um ein provokatives T-Shirt in einem FDP-Shop! Mit dem Motiv soll SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach verspottet werden.

Im Netz wird deswegen sogar von Hetze und Mobbing gegen Karl Lauterbach gesprochen.

Karl Lauterbach: Anti-T-Shirt gegen SPD-Politiker in FDP-Shop

Mit dem T-Shirt werden die häufigen TV-Auftritte des Politikers seit der Corona-Krise verhöhnt.

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Es handelt sich um den Parteishop thinkliberal.de, der Werbemittel mit dem offiziellen FDP-Design anbietet. Zwar wird der Shop nicht von der Partei, sondern von der BTW Marketing Werbeagentur betrieben, jedoch wird für ihn auf der Parteiseite fdp.de geworben. Hier können Parteimitglieder Werbemittel für Wahlkämpfe und Aktionen kaufen.

Nun wurde dort ein T-Shirt mit dem Motiv „Die große Karl Lauterbach Corona-TV-Tour“ angeboten. Für 18,90 Euro gab es eine Auflistung der großen TV-Auftritte von Lauterbach bei Markus Lanz, Maischberger, Maybrit Illner, Anne Will und anderen Talkshows seit dem Corona-Ausbruch in Deutschland.

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5 Fakten über Karl Lauterbach:

  • Sein voller Name mit allen Titeln lautet Prof. Dr. med. Dr. sc. Karl Wilhelm Lauterbach.
  • Von seinem damaligen Markenzeichen, einer Fliege, hat sich Lauterbach mittlerweile verabschiedet.
  • Er war früher Mitglied der CDU.
  • Lauterbach ist Vater von fünf Kindern.
  • Bei der Wahl zum SPD-Vorsitz schied er zusammen mit Nina Scheer in der ersten Wahlrunde aus. Sie kamen auf 14,63 Prozent (31.271 Stimmen).

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Mit dem Motiv soll darauf angespielt werden, dass der ewige Corona-Mahner Lauterbach zu oft in den Medien auftauche. Mittlerweile warnt Lauterbach vor der dritten Corona-Welle, die nicht mehr zu stoppen sei. Allein bei Markus Lanz hatte er im vergangenen Jahr 17 Auftritte, zudem noch 14 weitere Auftritte in den anderen großen Talkshows. Zu viel aus Sicht derer, die sich das Ende des Lockdowns und mehr Freiheiten wünschen.

Doch das T-Shirt sorgte für Aufsehen im Netz und für heftige Proteste. Ein Twitter-Nutzer sah darin sogar „braune Hetze“. Das Shirt sei widerlich. Tausende stimmten ihm zu, Hunderte teilten seine Meinung durch einen Retweet.

Empörung über Anti-Lauterbach-Shirt: „Mobbing gegen einen Politiker mit Logo?“

„Ist das jetzt der Stil der FDP? Mobbing gegen einen Politiker mit Logo?“, fragte ein anderer empört. „So vergrault man die akademische Zielgruppe. So verliert man wissenschaftlich orientierte ApothekerInnen und ÄrztInnen als Wähler“, prognostizierte eine weitere Twitter-Userin. „Die FDP ist wieder einen Schritt näher an die #noafd gerutscht“, echauffierte sich eine andere. Manche fanden das Motiv schlicht „unanständig" oder „unterste Schublade“.

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Natürlich teilten nicht alle diese Empörung. Manche wiesen darauf hin, dass es kein offizieller Parteishop sei, andere fanden das T-Shirt eher amüsant. Mittlerweile ist es nicht mehr im Angebot des Shops. Das Angebot lässt sich jedoch auf dieser Archivseite noch aufrufen. Die Shopbetreiber haben bislang nicht auf eine Anfrage unserer Redaktion zu einem Statement reagiert.