Donald Trump spricht über Kandidatur 2024 – so deutlich wurde er noch nie

Trump-Anhänger stürmen das US-Capitol

Trump-Anhänger stürmen das US-Capitol

Anhänger von Donald Trump haben am Mittwoch das US-Capitol in Washington gestürmt.

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Seit seinem Auszug aus dem Weißen Haus am 20. Januar hatte sich Donald Trump in der Öffentlichkeit fast schon rar gemacht. Mit der Sperrung seines Twitter-Accounts blieb er auch weiterhin von seinem Lieblingsspielplatz ausgeschlossen.

Am Sonntagnachmittag (Ortstzeit) wandte sich Donald Trump auf einer Konferenz konservativer Aktivisten erstmals nach dem Ende seiner Amtszeit wieder auf großer Bühne an seine Anhänger. Deutlich wandte er sich dabei gegen einige Parteimitglieder der Republikaner, wiederholte seine Vorwürfe des Wahlbetrugs – und sprach auch so deutlich wie nie über eine mögliche Rückkehr ins Weiße Haus und eine Kandidatur 2024.

Donald Trump mit wütenden Angriffen

Rund anderthalb Stunden nahm sich der ehemalige US-Präsident auf der Conservative Political Action Conference (CPAC), um seine Anhänger auf die kommenden Monate und Jahre einzuschwören. Wie „CNN“ berichtet, startete Trump dabei zunächst mit Angriffen auf Joe Biden wegen dessen Corona-Management. Die USA impfen im Schnellverfahren, haben gerade ein Milliardenschweres Hilfspaket auf den Weg gebracht, die Zustimmungswerte der Demokraten sind höher als die von Donald Trump je waren – doch Trump sprach dennoch vom schlechtesten ersten Monat einer Amtszeit eines Präsidenten in letzter Zeit.

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5 Fakten über Donald Trump:

  • Er hat seit 2007 einen Stern auf dem „Walk of Fame“ in Los Angeles.
  • Der Trump-Tower diente als Kulisse für den Batman-Kinofilm „The Dark Knight Rises“
  • Trump leidet unter Mysophobie, der panischen Angst vor Bakterien.
  • 1990 bekam er die „Goldene Himbere“, den Anti-Oscar, für seine Gastrolle im Film „Ghost can't do it“. Er spielte sich selbst.
  • Sein Bruder Fred starb 1981 mit 43 Jahren an den Folgen seines Alkohol-Konsums.

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Dabei wurde auch klar: Seine Niederlage bei der Präsidentschaftswahl im vergangenen November hat Trump bis heute nicht verkraftet. Mehrfach sprach er über angeblichen Wahlbetrug – ohne Beweise dafür vorzulegen – und forderte Reformationen für die Wahl selbst, wie stärkere Identitätskontrollen und die Abschaffung der Briefwahl. „Die Republikaner sollten hier besser etwas machen. Sie sollten wirklich etwas tun“, sagte Trump.

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Auch vor dem Supreme-Court, dem höchsten Gericht der USA, machte Trump nicht Halt: „Sie sollten sich schämen für das, was sie unserem Land angetan haben. Der Oberste Gerichtshof hat weder den Mumm noch den Mut, etwas dagegen zu tun.“ Ebenso wenig blieben Mitglieder der eigenen Partei verschont. Er griff die sechs republikanischen Senatoren scharf an, die im Impeachment-Verfahren gegen ihn nach dem Sturm auf das Kapitol am 6. Januar für schuldig gestimmt hatten. Einzeln knöpfte er sich die Politiker vor und setzte damit die gesamte Partei mit Blick auf die kommenden Wahlen unter Druck.

Trump mit Ansage für Präsidentschaft 2024: „Schlage sie noch ein drittes Mal“

Ob die Senatoren sich gegen den Willen Trumps auch bei der nächsten Wahl in ihrem Bundesstaat aufstellen lassen können, ist bei Trumps Einfluss auf Wähler zumindest fragwürdig. Wer in der Partei Erfolg haben will, kommt aktuell an Trump offenbar nicht vorbei. Auch bei der Frage nach dem Präsidentschaftskandidaten für die US-Wahl 2024?

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Hier meldete Trump so deutlich Ambitionen an, wie wohl nie zuvor: „Vielleicht schlage ich sie noch ein drittes Mal“, sagte Trump, der sich seine Niederlage im November weiter nicht eingestehen wollte. „Mit eurer Hilfe werden wir das Weiße Haus zurückerobern. Wir werden den Senat erobern. Und dann wird ein republikanischer Präsident triumphal ins Weiße Haus zurückkehren“, kündigte der ehemalige Präsident laut „CNN“ an und ergänzte: „Und ich frage mich, wer das wohl sein wird.“ (dav)