Sparkasse: Chef wegen Corona in großer Sorge – „Von Tag zu Tag dramatischer“

Sparkasse: Der Präsident des Sparkassenverbands Baden-Württemberg Peter Schneider ist in großer Sorge. Das nächste Jahr könnte für die Sparkasse schwierig werden. (Symbolbild)
Sparkasse: Der Präsident des Sparkassenverbands Baden-Württemberg Peter Schneider ist in großer Sorge. Das nächste Jahr könnte für die Sparkasse schwierig werden. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / Fotostand

Nicht gerade wenige Menschen hat die Corona-Pandemie seit Anfang letzten Jahres in finanzielle Notlagen gejagt. So sind auch zahlreiche Sparkassen-Kunden von Zahlungsschwierigkeiten betroffen.

Doch nicht nur für die Kunden der Sparkasse ist dieses Schicksal schwer zu ertragen. Wie der „FOCUS“ berichtet, ist der Präsident des Sparkassenverbands Baden-Württemberg, Peter Schneider, deshalb jetzt ebenfalls in großer Sorge.

Sparkasse: Chef graut es vor kommendem Jahr

Trotz der drastischen, finanziellen Lage zögern zur Zeit viele Unternehmen, wenn es darum geht, die Insolvenz zu beantragen. Die Aussetzung der Insolvenzantragsfrist lässt das momentan zu.

Besonders deshalb graut es dem Sparkassen-Präsidenten vor dem kommenden Jahr. Für 2021 sowie 2022 kalkuliert er mit einer drastisch steigenden Risikovorsorge.

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Das ist die Sparkasse:

  • Sparkassen-Finanzgruppe organisiert durch den Dachverband DSGV e.V. (Deutscher Sparkassen- und Giroverband): Verbund von Sparkassen, öffentlichen Versicherungen und sonstigen Finanzdienstleistern
  • Rund 385 Sparkassen
  • Mehr als 300.000 Mitarbeiter
  • 8.971 Zweigstellen und 380 Institute (2019)

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Viele Geschäftskunden der Sparkasse haben seit knapp einem Jahr kaum Umsatz erwirtschaften können, aber weiterhin hohe Kosten tragen müssen. Die Lage einiger Sparkassen-Geschäftskunden werde „von Tag zu Tag dramatischer“.

Wir müssen damit rechnen, dass 2021 aufgrund der Corona-Krise mehr Kunden in Zahlungsschwierigkeiten kommen werden, betont Peter Schneider besorgt.

Sparkasse: Aufgrund von eigener Not – Bank droht Kunden mit Kündigung

Eine weitere Belastung, welche die schwierige Corona-Situation der Sparkasse nicht gerade unterstützt, seien die kaum noch existierenden Zinsen auf dem Geschäft der Banken.

So liegen teilweise extrem hohe Summen auf den Sparkonten der Sparkassen-Kunden, auf die keine Zinsen gezahlt werden und der Sparkasse somit zusätzliche hohe Kosten verursachen.

Denn im Gegensatz zu den Kunden muss die Sparkasse selbst Negativzinsen von minus 0,5 Prozent für das bei der Europäischen Zentralbank geparkte Geld zahlen.

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Die Sparkasse Düsseldorf droht aus diesem Grund bereits sogar Kunden mit Kündigung, die mehr als 250.000 Euro angespart haben und nicht dazu bereit, sind einen Strafzins in Höhe von 0,5 Prozent zu zahlen.

Sparkasse: Kostenlosen Konten droht das Ende

Der Virus, der uns mindestens genauso drückt wie der, gegen den es bereits eine Impfung gibt, ist der Niedrigzins, erklärt der Präsident des Sparkassenverbands Bayern weiter.

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Beide Krisen in Kombination würden höchstwahrscheinlich dazu führen, dass es auch bei der Sparkasse in zwei Jahren keine kostenlosen Konten mehr geben wird.

Wie der „FOCUS“ berichtet, zwingt der Negativzins die Sparkasse nun zu solchen Schritten, da die Einnahmen der Bank, die besonders im nächsten Jahr überlebenswichtig für die Sparkasse sein werden, im Zinsgeschäft wegbrechen. (mkx)