Digitaler Impfpass: Apotheken haben Ausgabe gestoppt – so kommst du jetzt trotzdem an das Dokument

Digitaler Impfpass: Zwar stellen die Apotheke den Nachweis nicht mehr aus, dennoch gibt es eine Möglichkeit, daran zu kommen. (Symbolbild)
Digitaler Impfpass: Zwar stellen die Apotheke den Nachweis nicht mehr aus, dennoch gibt es eine Möglichkeit, daran zu kommen. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / Kirchner-Media

Der Digitale Impfpass ermöglicht den Nachweis einer erfolgten Corona-Impfung via Smartphone. Damit ergänzt er das gelbe Impfheft. Doch am Mittwoch stoppten Apotheken die Ausgabe des für den Digitalen Impfpass erforderlichen QR-Codes. Grund sind Sicherheitslücken.

Wie du jetzt trotzdem an das Dokument kommst, liest du hier.

Digitaler Impfpass: Möglichkeit, nach dem Ausgabestopp an den Nachweis zu kommen

Es gibt nach wie vor Möglichkeiten, an den Digitalen Impfpass zu kommen. Das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt, sich zunächst an die Arztpraxen zu wenden. Hier stehen die Chancen auf den digitalen Impfnachweis am besten, wie das „Redationsnetzwerk Deutschland“ berichtet.

Wer sich in einer Arztpraxis oder einem Impfzentrum impfen lässt, der erhält mit etwas Glück direkt vor Ort das entsprechende Impfzertifikat. Wenn dies nicht der Fall ist, so kann man sich nachträglich an eine Arztpraxis wenden, die den Service anbietet. Dabei ist der Personalausweis, die Versichertenkarte und das gelbe Impfbuch zum Nachweis erforderlich.

Einige Impfzentren bieten das Impfzertifikat im Nachhinein zum Download an. Das gilt etwa für das Hamburger Impfzentrum. Wer in einem Berliner Impfzentrum geimpft wurde, der kann das Dokument beim Online-Dienst Doctolib herunterladen. In Niedersachsen gibt es den Nachweis über das Impfportal und in Bayern steht das Zertifikat im Portal zur Impfregistrierung zur Verfügung.

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Digitaler Impfpass: Gelbes Impfheft keineswegs schlechtere Nachweis-Form

Eine andere Möglichkeit besteht darin, sich das Impfzertifikat per Post zuschicken zu lassen. Dem RKI zufolge werden QR-Codes zum Einscannen auch nachträglich zugesandt. Denn alle Geimpften werden bei den Behörden für die Ausstellung des digitalen Impfzertifikates registriert. Doch brauche der Vorgang Geduld, schreibt das „Redationsnetzwerk Deutschland“.

Man sollte sich nach seiner Impfung aber nicht ausschließlich auf den Digitalen Impfpass konzentrieren und dafür viele verschiedene Praxen oder unbekannte Ärzte um die Ausstellung des Impfzertifikats bitten. „Der digitale Impfpass ist nur eine Ergänzung, viel wichtiger ist das gelbe Impfheft“, sagt Roland Stahl, Sprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Gerade im Ausland sei das gelbe Impfheft oft die bessere Wahl. Und Stahl beruhigt: „Niemand muss Angst haben, dass er nicht in den Urlaub fahren kann.“ Bei weiteren Fragen zum Digitalen Impfpass steht das RKI als Ansprechpartner zur Verfügung.

Ab nächster Woche sollen Apotheken in Deutschland dann wieder schrittweise Corona-Impfzertifikate ausstellen können. Das Bundesgesundheitsministerium teilte der Deutschen-Presse Agentur am Freitag mit, Apotheken würden in der nächsten Woche nach und nach wieder Zugang zum Portal des Deutschen Apothekerverbands (DAV) bekommen und somit wieder Impfzertifikate aushändigen können. (nk)