AfD: Alice Weidel mit dreister Behauptung – ZDF-Publikum wird wütend

Der rasante Aufstieg der AfD

Der rasante Aufstieg der AfD

Seit 2013 gibt es die Alternative für Deutschland (AfD). Seit ihrer Gründung hat die rechtspopulistische Partei einen rasanten Aufstieg hingelegt.

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Sie hat es wieder getan: AfD-Fraktionschefin Alice Weidel sorgt in der ZDF-Wahlsendung „Wie geht's Deutschland“ für einen Aufreger. Die Reaktion des über eine Videoleinwand eingeblendeten ZDF-Publikums aus ganz Deutschland spricht Bände.

Dabei geht es um eine Aussage der AfD-Politikerin Alice Weidel zum Thema Klimawandel.

AfD: Reaktion des ZDF-Publikums spricht Bände, als Weidel DAS sagt

Unter den ins ZDF-Studio zugeschalteten „Normalbürgern“ aus dem ganzen Bundesgebiet ist auch Julia Wischnewski. Die junge „Fridays for Future“-Aktivistin wurde mit ihrer Familie selbst Opfer der Ahr-Hochwassers im Juli. Die Ereignisse haben sie mitgenommen und sie redet im ZDF sichtlich betroffen von den Erlebnissen.

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Die Gäste in der ZDF-Sendung „Wie geht's Deutschland“:

  • Jens Spahn (CDU): Bundesgesundheitsminister
  • Alexander Dobrindt (CSU): Landesgruppenchef der CSU
  • Franziska Giffey (SPD): Bürgermeisterkandidatin in Berlin
  • Christian Lindner (FDP): Parteivorsitzender
  • Dietmar Bartsch (Die Linke): Spitzenkandidat
  • Katrin Göring-Eckardt (Grüne): Fraktionsvorsitzende
  • Alice Weidel (AfD): Co-Fraktionschefin

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Von den Politikern in der ZDF-Sendung will Julia Wischnewski nun wissen, wie sie ihnen überhaupt noch vertrauen soll, wenn keine Partei ein 1,5-Grad-konformes-Programm aufweist, also die geplanten Maßnahmen gar nicht ausreichen, um die Erderwärmung abzumildern.

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AfD will Klimawandel gar nicht bekämpfen

Besonders die AfD fällt hier extrem auf. Sie ist die einzige Partei im Bundestag, die den menschengemachten Klimawandel in Frage stellt, obwohl diese These wissenschaftlicher Konsens von nahezu allen Experten ist.

Auf Seite 174 des AfD-Programms zur Bundestagswahl heißt es zur Klimaschutzpolitik: „Begründet wird der radikale Umbau von Industrie und Gesellschaft mit der Behauptung, dass durch eine Dekarbonisierung, also den Verzicht auf die Nutzung von Kohle, Öl und Gas, eine vom Menschen gemachte 'Klimakatastrophe' noch verhindert werden könne. Wir halten diese These und die daraus abgeleiteten Maßnahmen für falsch.“

Die globale Erwärmung finde statt, doch der Kampf dagegen sei aussichtslos. Man solle dem Klimawandel positiv begegnen.

AfD: Alice Weidel ZDF-Sendung: „Zusammenhang zwischen Klimawandel und Hochwasserkatastrophe nicht nachgewiesen“

Eine ähnliche Einstellung trägt dann auch Alice Weidel im Gespräch mit ZDF-Moderator Christian Sievers zur Schau: „Grundsätzlich ist es ja so, dass der Zusammenhang zwischen Klimawandel und Hochwasserkatastrophe nicht nachgewiesen ist. Wir hatten immer schon Hochwasserkatastrophen und die Frage, um solche erschütternden Bilder zu vermeiden, die auch Menschenleben gekostet haben, ist ein funktionierender Katastrophenschutz in erster Linie.“

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Bei dieser Aussage blendet das ZDF die Reaktion von Julia Wischnewski und weiteren Menschen auf der Videowand ein, die live von zuhause zugeschaltet sind. Sie schütteln den Kopf, fassen sich an die Stirn und sind fassungslos darüber, dass Alice Weidel den Zusammenhang zwischen solchen Unwetterkatastrophen wie dem Hochwasser durch dem Klimawandel anzweifelt.

Weiter beklagt AfD-Frau Weidel, dass Wetterwarnungen nicht an die Bevölkerung weitegegeben wurden, sowie einen „deutschen Sonderweg beim Klima“, der zum Abbau von Hunderttausenden Arbeitsplätzen durch die Restrukturierung der Energiewirtschaft und Automobilindustrie führen werde.

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