„Stern TV“ (RTL): Friseurin verzweifelt wegen zu geringer Rente – „Werde wieder in die Türkei gehen müssen“

Eine Friseurin aus Düsseldorf stellt bei „Stern TV“ klar: Mit ihrem Gehalt hat sie keine Zukunft in Deutschland. (Symbolbild)
Eine Friseurin aus Düsseldorf stellt bei „Stern TV“ klar: Mit ihrem Gehalt hat sie keine Zukunft in Deutschland. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / Shotshop, IMAGO / Shotshop

In der „Stern TV“-Liveshow am Dienstagabend stellt sich Moderator Steffen Hallaschka die Frage: „Wie viel verdienst du?“ Im Rahmen des Gehaltsexperiments lädt er Menschen aus den verschiedensten Berufsgruppen ins RTL-Studio ein.

Neben einem Hufschmied, Lieferando-Fahrer, einer Juristin sowie zwei YouTubern ist unter anderem auch die Friseurin Didem Dogru bei „Stern TV“ zu Gast. Ihre Antwort auf Hallaschkas Frage ist erschütternd. Denn: Mit ihrem Niedriglohn kann sich Didem eine längerfristige Zukunft in Deutschland nicht leisen.

„Stern TV“ befragt Friseurin nach Gehalt: Ihre Antwort ist alarmierend

Die 35-Jährige arbeitet seit Oktober 2020 im Friseursalon „Figaro“ in Düsseldorf-Bilk. Ihr Chef Rene Krombholz führt einen „fairen“ Salon, wie „Stern TV“ berichtet. Das bedeutet, dass er keine Haarschnitte für Billigpreise anbietet, um so seinen Mitarbeitern einen fairen Lohn zu ermöglichen. Ein Männerhaarschnitt liegt daher bei etwa 33 Euro, während Waschen-Schneiden-Föhnen bei den Damen zwischen 50 und 65 Euro kostet.

Friseurin Didems monatliches Gehalt beträgt in der Regel 1.600 Euro brutto bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 30 bis 35 Stunden. Dass sie damit weit unter dem Durchschnitt in Deutschland liegt, ist der Türkin bewusst.

„Andere Menschen drücken das noch krasser aus: Es ist fast Armut. Denn 3.000 Euro [brutto, Anm.d.Red.] ist der Durchschnitt, den ein Mensch verdienen soll, damit man einen mittelmäßigen Stand hat. Wenn man es damit vergleicht, bin ich ziemlich weit drunter“, fasst Didem Dogru in der RTL-Sendung zusammen.

„Stern TV“: Friseurin aus Düsseldorf ist auf jedes Trinkgeld angewiesen

Eine sichere Rente hat Didem mit ihrem jetzigen Gehalt nicht. „Das gibt mir besonders zu bedenken“, gesteht die 35-Jährige. Sie weiß, dass sie in Armut leben wird, wenn sie so weitermacht. Deshalb bleibe ihr nur noch eines: Sie muss später wieder in ihre Heimat zurückkehren.

„Wie gesagt: Gebürtige Türkin – wenn mein Vater mir etwas übrig lässt, dann werde ich wahrscheinlich wieder in die Türkei gehen müssen“, erklärt Didem im Interview.

Doch schon jetzt ist Didem auf jeden Euro angewiesen. Das Trinkgeld der Kunden finanziert ihre Freizeit. Ein Cocktailabend mit den Mädels? Das bezahlt die Friseurin ausschließlich von ihrem Trinkgeld.

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Eine Wohnung in der Landeshauptstadt Düsseldorf? Das kann sich Didem nicht leisten. Stattdessen wohnt sie im rund 50 Kilometer entfernten Neuss.