„Tatort“-Schauspieler Lars Eidinger: Deutliche Worte an das ARD-Publikum – „Sind doch alle keine Helden“

Tatort: Das sind die bekanntesten Ermittler-Teams

Tatort: Das sind die bekanntesten Ermittler-Teams

Die Krimiserie „Tatort“ begeistert schon seit Jahrzehnten die deutschen TV-Zuschauer. Sonntags um 20.15 Uhr lösen unterschiedliche Kommissaren-Teams Mordfälle in der ARD. Aktuell ermitteln 22 Ermittler-Teams in 20 deutschen Städten, sowie in Wien und Zürich. Wir stellen euch die bekanntesten aktuellen Besetzungen vor.

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„Tatort”-Fans waren über dieses Comeback mehr als erfreut. Am Sonntagabend war es endlich wieder soweit: Lars Eidinger kehrte in der Rolle des Kai Korthals zurück auf den Fernsehbildschirm.

Bei der besagten Folge handelt es sich bereits um den dritten „Tatort“, in dem Kommissar Klaus Borowski und das Ermittlerteam aus Kiel dem psychopathischen Serienkiller gegenüberstehen. Sein Debüt feierte der Böseweicht 2012.

„Tatort“: Wiedersehen mit Lars Eidinger alias Kai Korthals – Fans flippen aus: „Ich grusel mich jetzt schon“

Im „Tatort: Borowski und der gute Mensch“ sitzt Kai Korthals seine lebenslange Haftstrafe in einer Psychiatrie ab. Der Frauenmörder ist also endlich in Gewahrsam – denkste! Korthals gelingt nämlich tatsächlich die Flucht aus dem Hochsicherheitstrakt und er ist wieder auf freiem Fuß.

+++„Tatort“-Star Jan Josef Liefers kann's nicht glauben: „Kann mich mal jemand kneifen?“+++

Die Fans konnten es im Vorfeld kaum erwarten, dass die Geschichte um den schaurig-faszinierenden Serienmörder weiterging. „Ich bin soo gespannt und freue mich sehr“, kommentierte eine Zuschauerin die Vorschau bei Facebook. Eine andere pflichtete ihr bei: „Ich freue und grusel mich jetzt schon.“ Kaum ein Bösewicht sorgte je für so viel Freude beim ARD-Publikum wie Kai Korthals. Aber warum eigentlich?

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Das ist der ARD-„Tatort“:

  • Der „Tatort“ ist eine Kriminalfilm-Reihe, deren Ausstrahlung 1970 im westdeutschen Fernsehen begann
  • Bislang erschienen über 1.100 „Tatort“-Filme
  • In den ersten Jahren erschien durchschnittlich ein neuer Film pro Monat
  • Ab den frühen 1990er Jahren erhöhte sich die Häufigkeit der Erstsendungen und liegt mittlerweile bei etwa 35 pro Jahr
  • Die Filme sind in der Mediathek der ARD abrufbar
  • Besonders beliebt bei den Zuschauern sind die Ermittler Thiel und Boerne aus Münster

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Tatort“-Star Lars Eidinger erklärt: „Die Bösen sind die spannenderen Figuren

Diese Frage hat Schauspieler Lars Eidinger im Interview mit dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ selbst beantwortet. „Mephisto ist doch viel interessanter als Faust oder der Joker interessanter als Batman. Die sogenannten Bösen sind die spannenderen Figuren“, weiß der 45-Jährige. Dass auch die Zuschauer ein Faible für den Schurken haben, liege daran, „dass er sich als Identifikationsfigur besser eignet“.

„Das Antiheldische des Bösen entspricht uns ja viel mehr als der klassische Held. Wir sind doch alle keine Helden. Was den Menschen zum Menschen macht, ist ja eben das Fehlerhafte“, erklärt Lars Eidinger.

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Ob es Klaus Borowski vergangenen Sonntag endlich gelungen ist, Kai Korthals ein für alle Mal hinter Gittern zu bringen oder ob der Frauenmörder nach neun Jahren sogar den Serientod sterben musste, können alle, die die Folge verpasst haben, nach wie vor online in der ARD-Mediathek herausfinden.

Du hast dich schon immer mal gefragt, wie viel die Produktion eines einzelnen „Tatort“-Films kostet? Die Antwort findest du hier.

Zuletzt gab es ordentlich Ärger mit den „Tatort“-Zuschauern. Was war geschehen?