„Bares für Rares“: ZDF-Zuschauer ärgern sich über Verkäufer – „So doof kann man doch gar nicht sein!“

Bares für Rares: Das sind die Händler

Bares für Rares: Das sind die Händler

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Feilschen und Verhandeln will gelernt sein. Nicht jeder Verkäufer hat die Nerven dazu, seine Preise bis zum letzten Cent auszudiskutieren. Frank Schmucker aus Oldenburg ist zum Beispiel eher der genügsamere Typ, wie er bei „Bares für Rares“ beweist.

Als er vor den „Bares für Rares“-Händlern steht, überzeugt er mit Ehrlichkeit. Doch das scheint einigen Zuschauern der ZDF-Trödelshow gar nicht zu gefallen, wie nun bei Facebook zu lesen ist.

„Bares für Rares“: Mann verkauft uralte Taschenuhr für 2.100 Euro

Dabei hat Frank keinen schlechten Deal gemacht. Gekommen ist er mit einer Taschenuhr aus dem Jahr 1837, die „ungewöhnlich gut erhalten“ ist, wie „Bares für Rares“-Expertin Wendela Horz betont. Die Goldschmiedin erklärt, dass die sogenannte „Open Face Watch (dt.: Uhr mit offenem Zifferblatt)“ aus 750er Gold gemacht ist. Der Zustand sei perfekt.

Als Verkäufer Frank das ZDF-Studio am Ende der Folge verlässt, trägt der Landwirt aus Oldenburg stolze 2.100 Euro in seiner Hosentasche. Da gibt es doch eigentlich nichts zu meckern, oder? Nicht, wenn es nach einigen Zuschauern geht.

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Das ist „Bares für Rares“:

  • „Bares für Rares“ ist eine Trödelshow
  • Die Sendung wird seit 2013 im ZDF ausgestrahlt
  • Moderiert wird sie von Horst Lichter
  • Die Anmeldung erfolgt online
  • Es besteht ein fester Pool der „Bares für Rares“-Händler und Experten
  • Zu denen gehören unter anderem Daniel Meyer, Fabian Kahl oder Susanne Steiger

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Bares für Rares“-Zuschauer fassungslos: „Die Frage müsste verboten werden“

Bei Facebook machen sie deutlich, was sie von der Bieter-Runde halten. „Als die Expertise von den Händlern für weit höher geschätzt wurde, als sie tatsächlich war, hätte ich als Verkäufer garantiert keinen Mucks mehr gesagt“, kommentiert eine Frau.

Denn tatsächlich: Die Händler sind schockverliebt, als sie die Uhr zum ersten Mal sehen. „Das ist ein ganz außergewöhnliches Stück“, staunt David Suppes.

Innerhalb weniger Minuten schaukeln sie sich bis zu 1.800 Euro hoch. Aber ob das diesem Goldstück gerecht werden kann? „Ich denke, gerade in dem Zustand der Uhr, da war die Expertise wahrscheinlich noch ein ganzes Stück höher, oder?“, fragt David beim Verkäufer nach.

Frank erklärt ehrlicherweise, dass Wendela Horz den Wert der Uhr auf 1.800 bis 2.000 Euro geschätzt hat. Ein fataler Fehler, wie ein Zuschauer findet: „So doof kann man doch gar nicht sein! Da wäre der Preis noch wesentlich höher gegangen!“ Eine Frau pflichtet ihm in den Facebook-Kommentaren bei, dass die Uhr „viel zu billig verkauft wurde“.

„Ich bin der Meinung, dass Verkäufer den von den Experten genannten Betrag nicht nennen sollten“, gibt eine weitere Dame zu bedenken. Ein Mann fordert: „Warum fragen die Händler nach der Expertise? Die Frage müsste verboten werden.“

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Doch nicht jeder nimmt es Frank böse, dass er eine ehrliche Haut ist. „Wie er einfach in so einer Situation die Expertise raushaut. Gierig ist er auf jeden Fall nicht“, stellt ein Mann amüsiert fest. „Er war halt ehrlich. Ich hätte an seiner Stelle auch nicht gelogen. Ich hätte einfach nichts dazu gesagt“, behauptet eine andere Zuschauerin mit einem Augenzwinkern.

„Bares für Rares“ kannst du montags bis freitags um 15.05 Uhr im ZDF oder ab 9 Uhr in der Mediathek sehen.

Die Sendung wird zudem immer wieder mit Fake-Vorwürfen konfrontiert. Händlerin Esther Ollick spricht nun Klartext und verrät, was dran ist an den Gerüchten.