Rente: Durch DIESEN Trend könnten die Renten ab 2022 enorm steigen

Demografischer Wandel bringt Rentensystem in Gefahr - so wird Deutschland immer älter

Demografischer Wandel bringt Rentensystem in Gefahr - so wird Deutschland immer älter

So bringt der demografische Wandel das Rentensystem in Gefahr.

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Diese Entwicklung wird vieles verändern bei der Rente und bei den Löhnen – und jetzt nimmt sie richtig Fahrt auf.

Zwei Experten beziehen nun Stellung zu der Frage, was das für das deutsche Rentensystem und den Arbeitsmarkt in den kommenden Jahren bedeutet.

Rente: Arbeitnehmer werden ab 2022 die großen Gewinner von DIESER Entwicklung

Der demografische Wandel, also die alternde Gesellschaft, wird den deutschen Arbeitsmarkt und das Rentensystem deutlich verändern. Ab dem Jahr 2022 wird die Entwicklung rasant voranschreiten.

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Rente – mehr zur gesetzlichen Rentenversicherung:

  • Die Altersrente wurde in Deutschland 1891 eingeführt.
  • Im Jahr 2020 gab es in Deutschland über 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner.
  • Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung liegt aktuell bei 18,6 Prozent.
  • Dieser wird je zur Hälfte von Arbeitnehmer und Arbeitgeber getragen.

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Rente: Umgerechnet jährliche Lücken von ganzen Großstädten

„Der demografische Wandel beginnt in diesem Augenblick“, analysiert Arbeitsmarktökonom Holger Schäfer vom Institut der deutschen Wirtschaft die Lage zu Jahresbeginn.

Im Jahr 2021 lag die Lücke zwischen Menschen, die in den Ruhestand gingen, und jenen, die in den Arbeitsmarkt eintreten bei 264.000. In der Größenordnung einer Stadt wie Mönchengladbach gingen also mehr Menschen in Rente, als auf der Gegenseite junge Menschen neu ins Berufsleben starteten.

Diese Entwicklung wird sich nun noch einmal zuspitzen, weil in den kommenden Jahren stetig mehr Menschen in den Ruhestand gehen. Im Jahr 2022 sind es rund 1.11 Millionen, die sich aus dem Berufsleben verabschieden und 779.000, die berufstätig werden, also Schule und Studium beenden.

Für das Jahr 2029 wird sogar erwartet, dass 1,4 Millionen Menschen in Rente gehen, während nur 736.000 nachrücken. Insgesamt wird die Lücke sich bis 2030 auf insgesamt über fünf Millionen Menschen vergrößern.

Krisenmanager Marcus Ewald zu dieser Hochrechnung: „In den nächsten acht Jahren gehen die Boomer in Ruhestand – fünf Millionen mehr, als in den Arbeitsmarkt eintreten.“

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Renten und Löhne: Diese Entwicklung dürfte für Steigerungen sorgen

Das heißt, dass Arbeitskräfte knapper und damit teurer werden – was besonders für Fachkräfte ein kräftiges Lohnplus bedeuten könnte.

Dies erwartet auch Gabriel Felbermayr, der ehemalige Präsident des Instituts für Weltwirtschaft (IfW). Er sagt kräftige Lohnsteigerungen für Beschäftigte in Deutschland voraus. „Im Durchschnitt sind Lohnerhöhungen von fünf Prozent im Jahr realistisch“, prognostizierte Felbermayr bereits im September gegenüber der „Bild“-Zeitung.

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Rentenanpassung: Deutlich steigende Löhne und und damit auch Renten in den Zwanziger Jahren?

Dies hätte dann auch für Rentnerinnen und Rentner einen positiven Effekt, denn die Rentenerhöhungen erfolgen prozentual gemäß der Lohnentwicklungen. Bedeutet: Steigen die Löhne, werden die Renten entsprechend angepasst.

Sollte die Inflation, insbesondere bei Energiepreise, sowie weitere Kostenfaktoren wie Mieten oder Zuzahlungen für Arzneimittel etc. nicht gleichermaßen ansteigen, würde das mehr Kaufkraft für die Seniorinnen und Senioren bedeuten!

Mehr Macht und mehr Geld also für die Rentnerinnen und Rentner in den Zwanziger Jahren?

Ein weiterer Effekt des demografischen Wandels: Die Rentenempfänger werden für die künftigen Bundestagswahlen eine noch wichtigere Wählergruppe werden. Schon heute gibt es rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland. Somit dürften renten-, pflege- und gesundheitspolitische Themen weiter an Bedeutung gewinnen und somit wahlentscheidend werden.

Jedoch gibt es auch eine Schattenseite der Entwicklung, die im Video oben erklärt wird. Immer weniger Beitragszahler müssen die Rente von immer mehr Senioren tragen. Dadurch wird das System langfristig instabiler.