Buffalo: Terror-Akt in Supermarkt – diese zehn Leben wurden ausgelöscht ++ Erschreckende neue Details

Gewahrsam? Festnahme? Was diese Polizei-Begriffe wirklich bedeuten

Gewahrsam? Festnahme? Was diese Polizei-Begriffe wirklich bedeuten

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Am 14. Mai hat ein Mann in einem Supermarkt in der US-Stadt Buffalo eine rassistische Tat begangen, bei der zehn Menschen getötet wurden. Drei weitere wurden verletzt. Elf der 13 Opfer waren Afroamerikaner.

Der 18-jährige Täter schoss nach Angaben der Polizei vor und in einem Supermarkt in Buffalo auf Menschen und übertrug seine Gewalttat live ins Internet. Der schwer bewaffnete Mann, der eine kugelsichere Weste und einen Helm trug, wurde nach der Bluttat festgenommen. Für die Tat soll mehr als 300 Kilometer angereist sein. Nun gibt es erschreckende neue Details. Die Polizei gab zudem die Identitäten der Verstorbenen bekannt.

Buffalo (USA): Schüsse in Supermarkt in Buffalo – Zehn Tote, 3 Verletzte

Bei einem Amoklauf in einem Lebensmittelgeschäft in Buffalo im US-Bundesstaat New York sind zehn Menschen getötet worden.

Die Bundespolizei FBI geht von einem rassistischen Motiv aus. „Wir ermitteln in dem Fall sowohl wegen eines Hassverbrechens als auch wegen eines Falls rassistisch motivierten Gewaltextremismus“, sagte der für Buffalo zuständige FBI-Ermittler Stephen Belongia am Samstag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz. Elf der 13 Toten und Verletzten waren der Polizei zufolge Afroamerikaner. „Es war klar ein rassistisch motiviertes Hassverbrechen von jemandem von außerhalb unserer Gemeinde“, sagte der Sheriff des Bezirks Erie, in dem Buffalo liegt, John Garcia. Auch die Staatsanwaltschaft von Erie sprach von Hinweisen auf „rassistischem Hass“, ohne dazu nähere Einzelheiten zu nennen.

Die Gouverneurin des Bundesstaates New York, Kathy Hochul, bezeichnete die tödlichen Schüsse als Terrorismus. Hochul, die nach der Tat nach Buffalo geflogen war, sagte, der Täter sei ein Rechtsextremist, der einen „terroristischen Akt“ begangen habe. Sie hoffe aufrichtig, dass diese Person, die gerade ein Hassverbrechen begangen habe, den Rest ihrer Tage hinter Gittern verbringen werde.

Nach US-Medienberichten ermitteln die Behörden zu einem detaillierten „Manifest“ des Täters, das vor den Schüssen online veröffentlicht worden sein soll und in dem der Mann sein Vorhaben und seine rassistischen Beweggründe darlegt.

Die halbautomatische Waffe des Täters soll nach einem Bericht der Lokalzeitung „The Buffalo News“ ebenfalls eine rassistische Inschrift tragen sowie die Zahl 14 - ein Bezug zu weißen Rassisten.

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Infos zu Buffalo:

  • Buffalo ist eine Stadt im US-Bundesstaat New York am Ufer des Eriesees.
  • Sie hat etwa 255.805 (2020) Einwohner
  • Bürgermeister ist Byron Brown

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Neue Details: Täter von Buffalo wollte in zweitem Geschäft um sich schießen

Wie die Nachrichtenagentur dpa am Montag bekannt gab, geht die Polizei nach aktuellem Erkenntnisstand davon aus, dass der 18-jährige Schütze nach den tödlichen Schüssen in der US-Stadt Buffalo am Wochenende seine Tat fortsetzen wollte. Am Samstag hatte der Schütze mit einem Sturmgewehr in einem Supermarkt das Feuer eröffnet, zehn Menschen erschossen und drei weitere verletzt. „Wir haben Beweise gefunden, dass er Pläne hatte, seine Tat fortzusetzen, wäre er da rausgekommen“, sagte Polizist Joseph Gramaglia am Montag beim Sender CNN. „Er hatte sogar darüber gesprochen, zu einem weiteren Laden zu fahren.“

Der Täter sitzt in Untersuchungshaft und soll am Donnerstag wieder vor einem Richter erscheinen.

Schlimmstes rassistisches Attentat in den USA in der jüngsten Geschichte – das waren die Opfer

Nach dem rassistischen Attentat in Buffalo hat die Polizei die Namen der Getöteten bekanntgeben. Die New York Times veröffentlichte daraufhin einen bewegenden Bericht und gab den ermordeten damit ein Gesicht.

Unter den Opfern, die am Samstagnachmittag ihr Leben verloren, sei beispielsweise eine 65-jährige Frau gewesen, die Erdbeeren für einen Kuchen kaufen wollte oder eine 32-jährige Frau, die nur schnell etwas für das Abendessen besorgen wollte. Auch Aaron Salter Jr. (55), ein pensionierter Polizist aus Buffalo, starb.

Salter, der während seiner 30-jährigen Tätigkeit als Polizist einen Ruf als besonders tapferer Beamter gemacht hatte, war es noch gelungen, auf den Buffalo-Schützen zu schießen. Dessen kugelsichere Weste schütze ihn jedoch.

Auch diese Namen finden sich auf der veröffentlichten Liste: Christopher Braden, 55, aus Lackawanna, New York; Zaire Goodman, 20, aus Buffalo; und Jennifer Warrington, 50, aus Tonawanda, New York.

Nach Tat mit zehn Toten: US-Präsident Joe Biden besucht Buffalo

US-Präsident Joe Biden hat für Dienstag einen Besuch des Ortes angekündigt, in dem sich die Tat ereignete. Er wolle dort gemeinsam mit seiner Frau Jill mit der Gemeinde trauern, hatte das Weiße Haus mitgeteilt. Details zu dem Besuch waren am Montag zunächst noch nicht bekanntgegeben worden.

Buffalo: Das ist noch über die Tat bekannt

Auf Twitter teilte das Büro von Bezirksstaatsanwalt John Flynn kurz nach der Tat mit, der aus Conklin im Bundesstaat New York stammende Täter werde wegen Mordes angeklagt. Ihm droht demnach lebenslange Haft. Nach den Worten des Bürgermeisters von Buffalo, Byron Brown, war der Täter „Stunden von außerhalb angereist, um dieses Verbrechen zu begehen“. Der Tatort liegt in einem Viertel von Buffalo, das überwiegend von Afroamerikanern bewohnt wird.

Nach Angaben der Polizei von Buffalo übertrug der 18-Jährige seine Gewalttat live im Internet. Ein Sprecher des Streaming-Dienstes Twitch bestätigte der Nachrichtenagentur AFP, dass der Täter seinen Angriff live auf der Plattform übertragen habe. Die Übertragung sei aber weniger als zwei Minuten nach Beginn der Gewalttat von Twitch beendet worden. Es werde nun unter anderem überwacht, dass nicht andere Seiten den Inhalt erneut senden.

Der Angreifer hatte auf dem Parkplatz des Tops-Supermarkts in Buffalo zunächst auf vier Menschen geschossen, drei von ihnen starben, wie Joseph Gramaglia von der Polizei in Buffalo sagte. Dann ging der 18-Jährige in den Supermarkt und feuerte weiter um sich. Aaron Salter, der pensionierte Polizist, der als Sicherheitsmann in dem Supermarkt arbeitete, habe zwar mehrmals auf den Angreifer geschossen, da dieser jedoch eine kugelsichere Weste trug, konnte er das Feuer jedoch erwiedern und tötete den Mann.

Der 18-Jährige richtete die Waffen gegen sich, als die Polizei am Tatort eintraf, er konnte Polizeiangaben zufolge aber letztlich zum Aufgeben überredet werden.

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Die Sprecherin von US-Präsident Joe Biden, Karine Jean-Pierre, gab bekannt, dass der Präsident über den „schrecklichen Schusswaffenangriff“ informiert worden sei. Er werde ständig weiter auf dem Laufenden gehalten und bete für die Opfer und ihre Familien. Der Mehrheitsführer im Senat, Chuck Schumer aus New York, twitterte: „Wir sind bei den Menschen in Buffalo.“

Die Bluttat von Buffalo reiht sich ein in eine Serie rassistisch motivierter Morde in den USA. 2019 war ein weißer Rechtsextremist stundenlang quer durch Texas gefahren und hatte 23 Menschen in El Paso erschossen, wo mehrheitlich Latinos leben. Vier Jahre zuvor hatte ein Weißer in einer afroamerikanischen Kirche in Charleston in South Carolina das Feuer eröffnet und neun Menschen getötet. In beiden Fällen stellten die Täter hasserfüllte „Manifeste“ vor ihren Taten ins Internet. (gb und alp mit dpa)