Liveticker: Mediengruppe Thüringen rettet den Namen „Steigerwaldstadion“

Der Geschäftsführer der Mediengruppe Thüringen, Michael Tallai, Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein und Arena-Geschäftsführer Peter Zaiß (v.l.) bei der Verkündung des neuen, alten Namens "Steigerwaldstadion".
Der Geschäftsführer der Mediengruppe Thüringen, Michael Tallai, Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein und Arena-Geschäftsführer Peter Zaiß (v.l.) bei der Verkündung des neuen, alten Namens "Steigerwaldstadion".
Foto: Axel Heyder

Das Steigerwaldstadion bleibt das Steigerwaldstadion. Die Mediengruppe Thüringen, zu der auch Thüringen24 gehört, hat die Namensrechte der Multifunktionsarena in Erfurt erworben und rettet somit den traditionellen Namen. Sie erfüllt so einen großen Wunsch vieler Erfurter und Fans von Rot-Weiß. Wir haben die Pressekonferenz mit unserem Live-Ticker verfolgt.

11.30 Hintergrund: So turbulent war das Jahr 2016.

10.56 Hintergrund: Die Chronologie des Umbaus.

10:26 Hintergrund: Die Geschichte des Steigerwaldstadions.

10:20 Arena-Geschäftsführer Zaiß und der MGT-Geschäftsführer Tallai sprechen von einem gelungenen Paket für beide Seiten. Die Mediengruppe wird künftig eine Geschäftsstelle im Stadion haben, ebenso eine Loge für Geschäftskunden. Auch Tickets werden bei der Mediengruppe erhältlich sein.

Live-Video aus der Arena Erfurt

10:19 Eine Fragerunde für die Journalisten wird eröffnet.

10:15 Eine Tafel mit dem neuen, alten Namen „Steigerwaldstadion“ wird vor der geladenen Presse enthüllt. Offiziell kommt ein kleiner Zusatz hinzu: „präsentiert von der Mediengruppe Thüringen“

10:14 "Ich halte viel auf Tradition und deshalb freue ich mich über die Entscheidung", so RWE-Ehrenpräsident Klaus Neumann.

10:12 Arena-Geschäftsführer Peter Zaiß spricht von einer Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Der neue, alte Name ändere nichts daran, dass es eine ganz moderne Multifunktionsarena entstanden ist.

10:10 Das wird die Fans freuen. Die Mediengruppe Thüringen rettet den traditionsreichen Namen „Steigerwaldstadion“. Die Multifunktionsarena wird damit auch künftig den Namen tragen, der seit der Umfrage 1991 untrennbar mit der Arena verbunden ist: STEIGERWALDSTADION.

Fotos von der Pressekonferenz

10:08 Tatsächlich! Die Mediengruppe Thüringen erwirbt die Namensrechte der neuen Multifunktionsarena Erfurt. Wir warten gespannt auf den neuen Namen.

10:05 Andreas Bausewein spricht zuerst. "Das war ein sanierungsbedürftiges Stadion." Es folgt ein kurzer Abriss der Steigerwaldstadion-Geschichte. "Heute haben wir ein modernes Stadion."

10:02 Es geht los – vermutlich mit einer großen Überraschung. Namensgeber könnte die Mediengruppe Thüringen sein, zu der auch Thüringen24 gehört. Zumindest ist Geschäftsführer Michael Tallai bei der Pressekonferenz dabei.

9:54 An der Pressekonferenz nehmen Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein, die Arena-Geschäftsführer Peter Zaiß und Thomas Weißenborn, RWE-Ehrenpräsident Klaus Neumann und der Namensgeber teil.

9:40 Uhr Drei Namen trug das Stadion in Erfurt bisher: Am 17. Mai 1931 eröffnete der damalige Bürgermeister Bruno Mann das Stadion unter dem Namen „Mitteldeutsche Kampfbahn“.

Am 6. November 1948 wurde das Stadion unter dem Namen „Georgi-Dimitroff-Stadion“ wiedereröffnet.

Nach einer Umfrage unter der Erfurter Bevölkerung 1991 folgte die Umbenennung in „Steigerwaldstadion“.

Um 10 Uhr startet die Pressekonferenz. Wir sind gespannt auf den Namensgeber der neuen Multifunktionsarena. Wenn es nach vielen Fans geht, gibt es nur einen Namen: "Steigerwaldstadion".

Im Fanforum schreibt ein User: „Deshalb ist es eminent wichtig, dass jeder Stadionbesucher, Einwohner der Stadt und jeder, der irgendwie ins Stadion gehen wird, weiterhin STEIGERWALDSTADION nutzt!“ Ein anderer stellt klar: „Es wäre traumhaft, wenn das Steigerwaldstadion einfach weiter Steigerwaldstadion heißen würde, auch offiziell."

Kreativ: Im Fanforum „RWE-Community“ wurde in den vergangenen Monaten heiß diskutiert: Neben "Bornsenfhexenkessel" wurde auch "Condomi-Dome" vorgeschlagen.

Im Juli gründete Unternehmer und Ex-RWE-Präsident Klaus Neumann einen Wirtschaftsclub. Er verfolgte das Ziel, den Namen "Steigerwaldstadion" zu erhalten. Damit, so Neumann, verbinde sich Tradition.

Im Februar teilte der Betreiber, die Arena GmbH, mit, dass mit drei Unternehmen über die Namensrechte verhandelt wird. Offenbar konnte keine Einigung erzielt werden, denn aus der Verkündung im Juni 2016 wurde nichts.

2014 kündigte Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein an, dass der Name Steigerwaldstadion nicht erhalten bleiben wird: "Wir wollen den Namen vermarkten." Von Anfang an gab es großen Widerstand von Fans und Förderern. Sie fürchten, dass mit dem Namen eines Unternehmens die Identität verloren geht.

Bildergalerie: So sieht es aktuell im Stadion aus

Neuer Termin: Die Multifunktionsarena in Erfurt soll am 28. Oktober 2016 fertig sein. Das teilte Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) am Dienstag, 23. August, mit. Festgelegt habe das neue Fertigstellungsdatum das verantwortliche Bauunternehmen Köster.

Gearbeitet wird momentan vor allem im Innenbereich der Multifunktionsarena – also dort, wo später Konferenzen und Veranstaltungen stattfinden sollen. Auch das Foyer, in dem das Kunstwerk „Zuschauerwelle“ platziert wird, ist noch nicht fertig. Wann die abgesagte Eröffnungsfeier vom 14. August nachgeholt werden soll, steht aktuell noch nicht fest.

Bildergalerie: Blick in die Baustelle

Anfang August musste die Eröffnung abgesagt werden. Ursprünglich sollte am 14. August ein großes Familienfest steigen, bei dem unter anderem der Fußball-Drittligist Rot-Weiß Erfurt auf das Bundesliga-Team Mainz 05 treffen sollte. Die Bauarbeiten sind aber in einigen Bereichen noch nicht abgeschlossen.

Kurz zuvor war bekannt geworden, dass die Arena nicht pünktlich an die Betreibergesellschaft übergeben werden kann. Daraufhin wurden bereits 14 Veranstaltungen verschoben.

Nach dem ersten Spiel in der Stadion-Baustelle hagelte es Kritik von den Fans. In einer Pressekonferenz schob Rot-Weiß-Präsident Rolf Rombach die Schuld von sich. Er verwies auf die drei Arena-Institutionen: die Stadt Erfurt als Bauherr, die Arena GmbH als Betreiber und der FC Rot-Weiß Erfurt als einer von vielen Nutzern.

Neben dem Angebot an Speisen und Getränken gab es auch rund um die Eintrittskarten Kritik – etwa an dem späten Verkaufsstart. „Bis zu zehn Tage vor dem Spiel wussten wir gar nicht, welche Blöcke überhaupt nutzbar sind“, rechtfertigte sich Thomas Kalt, Präsidiumsmitglied des FC Rot-Weiß Erfurt.

Die neue Arena kostet den Verein als Mieter etwa siebenmal so viel wie vorher das Steigerwaldstadion.

Bildergalerie: Blick in die Arena (Juni)

Die Baukosten sind im Verlauf (2011 bis 2015) immer wieder gestiegen: Von anfangs 27 Millionen auf mittlerweile 39 Millionen Euro. Im Juni bezifferte Thüringens Wirtschaftsstaatssekretär Georg Maier die Kosten für den Umbau des Steigerwald-Stadions auf 39,4 Millionen Euro.

Wie der Name schon sagt, wird in der neuen Multifunktionsarena nicht nur Fußball gespielt. So wird es weiterhin auch Platz für andere Sportarten geben, wie etwa eine Tartanbahn für Läufer und ein Areal für Stabhochspringer.

Video: Blick in die neue Multifunktionsarena

Rundblick in der neuen Arena in Erfurt
Axel Heyder

Neben den vielen Neuheiten in der Arena bleibt auch ein Relikt aus dem alten Steigerwaldstadion erhalten. Die Westtribüne, die erst 1994 mit Hilfe von Fördermitteln gebaut wurde, dürfte nach den Bestimmungen der Förderung erst nach 25 Jahren abgerissen werden. Deshalb wird sie jetzt lediglich saniert und so zum Beispiel beim Thema Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht.

Das Steigerwaldstadion wird seit Anfang 2015 zu einer neuen Multifunktionsarena umgebaut. Wenn das Stadion fertig ist, sollen bis zu 18.611 Menschen Platz darin finden.

Guten Morgen. Um 10 Uhr gibt die Arena Erfurt in einer Pressekonferenz den Namensgebers für die Multifunktionsarena bekannt. Thüringen24 berichtet live.