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Massen-Randale in Erfurt: Wie konnte die Situation so eskalieren?

Einsatzfahrt bei Nacht
(Symbolbild) Foto: Jochen Tack Fotografie / Polizei

Erfurt. 

Etwa 75 junge Menschen ziehen schreiend und randalierend durch Erfurt, Autofahrer müssen ausweichen, Gegenstände werden mit großem Kraftaufwand beschädigt. Auch Tage nach dem Vorfall in der Brühlervorstadt steht die Frage im Raum: Wie konnte die Situation so eskalieren?

Randale in Erfurt: Zeuge meldet sich bei Polizei

Eine abschließende Antwort hat die Polizei in Erfurt bislang noch nicht gefunden. Immerhin: Nach dem Aufruf der Beamten vom Wochenende hat sich ein Zeuge gemeldet, der sachdienliche Hinweise machen konnte. Welche das sind, dazu wurden keine Angaben veröffentlicht. Abgeschlossen sind die Ermittlungen jedenfalls noch lange nicht.

Gruppen sammeln sich im Luisenpark: Jede Menge Alkohol im Spiel

Fest steht: Der Randale-Zug, der sich über einen halben Kilometer ziehen sollte, begann am Freitagabend im Luisenpark. Nach Angaben einer Behördensprecherin ist den Polizisten der Bereich als Hotspot für Gruppen einschlägig bekannt.

Von einem politischen Hintergrund geht die Polizei derzeit nicht aus. Vielmehr schaukelte sich die Situation im Erfurter Luisenpark offenbar Stück für Stück hoch. Der Treibstoff der Aggressivität: Alkohol.

Polizei in Erfurt im Großeinsatz

Im Suff zogen Dutzende Jugendliche im Alter von 14 bis 20 Jahren los, über die Alfred-Hess-Straße in Richtung Gothaer Platz. Sie beschädigten Autos und liefen über mehrere Fahrzeuge, rissen sogar eine Straßenlaterne aus dem Boden. Die Polizei rückte daraufhin mit allen verfügbaren Kräften aus, um die Randale zu stoppen.

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Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln gegen Jugendliche

Zu fassen bekamen die Sicherheitskräfte aber nur einen Teil der Verdächtigen, viele waren schon davongerannt, als die Streifenwagen näherkamen. Nun liegen die Fälle unter anderem auch bei der Staatsanwaltschaft, die noch darüber entscheiden muss, wie die Delikte eingestuft werden.

Zeugen können sich weiterhin bei der Polizei unter der Telefonnummer (0361) 74 43 14 65 melden. Mit dem Aktenzeichen 84817/2019 finden die Beamten den Fall schneller wieder.