Gera-Aue Erfurt: Szenen am Auenteich sorgen für heftige Diskussionen – „Zum Ausflippen!“

Szenen am Auenteich an der Gera-Aue haben in Erfurt für hitzige Diskussionen gesorgt! (Archivbild)
Szenen am Auenteich an der Gera-Aue haben in Erfurt für hitzige Diskussionen gesorgt! (Archivbild)
Foto: IMAGO / Karina Hessland

Erfurt diskutiert die Gera-Aue! Das sonnige und warme Wetter in Erfurt hat am Sonntag viele ins Freie getrieben. Die Menschen sehnen sich nach Monaten des Endlos-Lockdown und schlechten Wetters in Erfurt nach Zerstreuung.

Und genau dabei ist es auch zu Szenen gekommen, die den einen oder anderen ziemlich aufgeregt haben. Genau genommen fanden sie an der Gera-Aue statt. Und da ist einigen Anwohnern ziemlich der Kragen geplatzt!

Erfurt: Diese Szenen an der Gera-Aue sorgen für Wut

In einer Facebook-Gruppe zu Erfurt hat jemand ein Foto gepostet, auf welchem schwimmende Personen in der Gera zu sehen sind. Klar, das Wetter ist schön gewesen. Doch zum Schwimmen ist der Fluss eigentlich nicht freigegeben worden. Süffisant schreibt der Thread-Ersteller dazu: „Du weißt, dass du ein Erfurter bist, wenn du weißt, dass es ein neues Freibad gibt.“

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Das ist die Stadt Erfurt:

  • wurde 724 erstmals urkundlich erwähnt
  • Landeshauptstadt von Thüringen, mit 214.000 Einwohnern auch die größte Stadt
  • Sehenswürdigkeiten: Krämerbrücke und Erfurter Dom
  • Oberbürgermeister ist Andreas Bausewein (SPD)

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RUMMS! Allein dieser Kommentar löst schon eine hitzige Diskussion darüber aus, ob es in Ordnung ist, im See zu schwimmen oder eben nicht. Hier einige Kommentare, die das Ganze nicht so eng sehen:

  • „Braucht man für jeden Spaß eine Erlaubnis? Es ist zum Ausflippen! Wir sind Menschen, wollen leben! Nicht nur dahinvegetieren! Meine Oma ist früher auch in die Gera gehüpft, ohne Genehmigung! Richtig so. Lebt! Seid glücklich! Wer weiß, was morgen kommt. So trägt man wenigstens ein schönes Erlebnis im Herzen.“
  • „Alter, das Geflenne schon wieder. Es waren 25 Grad. Was erwarten manche Menschen hier? Ihr könnt ja in Winterjacke rumlaufen, aber lasst die Leute in Ruhe, die ein kühles Nass suchen! Von der Corona-Auszeit so mitgenommen, dass das Spießbürgertum wieder Einzug hält? Baden gehen bei gutem Wetter liegt in der Natur des Menschen. Fällt mir nichts weiter zu ein.“
  • „Naja, wenn man schon nicht ins Schwimmbad oder Freibad gehen kann...“

Und hier einige Erfurter, die das Schwimmen ziemlich kritisch betrachten:

  • „Leider habe ich mit der Unvernunft von einigen Menschen gerechnet als ich vor einiger Zeit gelesen habe, dass baden dort nicht erlaubt ist. Es gibt halt Menschen, die schätzen solche Errungenschaften für die Allgemeinheit nicht. Leider. Aber sich dann aufregen, wenn sie verwarnt oder zur Kasse gebeten werden.“
  • „Wenn der erste Badeunfall passiert, ist das Geschrei dann groß und keiner ist verantwortlich.“
  • „Das Schlimme ist nicht, dass dort gebadet wird. Aber unsere Halbstarken reißen das ganze angepflanzte Schilfgras bei ihrem Gepose raus.“

Nach Gera-Aue-Aufreger in Erfurt – SO reagiert die Stadt

Doch wie reagiert die Stadt Erfurt selbst? Tatsächlich hat sie sich auf Facebook zu den Geschehnissen geäußert. Am Montag postet das Social-Media-Team: „Wir freuen uns, dass unser Auenteich so gut angenommen wird und verstehen natürlich, dass er bei dem sonnigen Wetter sehr verlockend wirkt. Dennoch die eindringliche Bitte: Nutzen Sie die neuen Anlagen vorsichtig und sachgemäß! Leider wurde am ersten Wochenende nicht nur viel Arbeit zunichte gemacht, es wurde auch ein Schaden in Höhe von mindestens 4.000 Euro verursacht.“

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Und weiter: „Was aussieht wie ein Sandstrand, ist ein Flächenfilter für den Teich, der frisch mit Schilf bepflanzt ist. Leider wurden viele Pflanzen von den Besuchern herausgerissen und auch die angrenzende Staudenfläche wurde in Mitleidenschaft gezogen. Die Paletten wirken vielleicht wie Sitzmöglichkeiten, sie sind jedoch eine provisorische Abdeckung. Die Grünflächen brauchen noch etwas Zeit, dann gibt es hier ausreichend Platz zum Sitzen.“

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Dann geht die Kritik am Besucherverhalten weiter: „Der Wasserlauf zum Teich wurde als Spielplatz genutzt. Das Wasser wurde aufgestaut, nachdem der Damm geöffnet wurde, hat die Welle das Bachbett stark beschädigt. Die unterirdische Tröpfchenbewässerung, die dafür sorgen soll, dass alle Pflanzen ausreichend mit Wasser versorgt werden, wurde teilweise herausgerissen. Der Mülleimer am Kleinkinderspielplatz quoll über, während in Sichtweite am Radweg drei Mülleimer leer standen. Wir bessern aktuell mit Schildern und auch mit Mülleimern nach. Dennoch sollte selbstverständlich sein, die Anlagen so zu nutzen, dass die Pflanzen anwachsen können und alle lange Freude daran haben.“

Und auch zu dieser Erklärung der Stadt haben einige Anwohner einen Kommentar hinterlassen. Hier eine kleine Auswahl:

  • „Ich konnte es gestern selbst beobachten. Meines Erachtens hilft nur (teilweises) Absperren.“
  • „War doch klar. Ich hätte es noch nicht zugänglich gemacht. Der Mensch ist so unvernünftig, dass man damit rechnen muss. Sehr, sehr traurig.“
  • „Macht ein Bauzaun drum.“

Bleibt zu hoffen, dass die städtischen Appelle auch wirklich bei ALLEN ankommen... (mg)

Auch Ernst: Die Spielanlagen rund um die Gera-Aue. Zumindest dann, wenn es um die Sicherheit geht. Mehr dazu liest du hier >>>