Buga Erfurt: Deutlich weniger Besucher als erwartet – diese Hoffnung hegen jetzt die Veranstalter

Buga Erfurt: Die Besucherzahlen waren wegen der Pandemie niedriger als zuvor erwartet.
Buga Erfurt: Die Besucherzahlen waren wegen der Pandemie niedriger als zuvor erwartet.
Foto: IMAGO / epd

Erfurt. Die Buga in Erfurt zieht Bilanz!

An der Schönheit der Blütenpracht gibt es keine Zweifel. Doch können die Besucherzahlen mit den Erwartungen mithalten? Schließlich hat die Corona-Pandemie den Spaziergang über das Buga-Gelände in Erfurt deutlich erschwert.

Buga Erfurt knackt wichtige Marke

Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) und Buga-Geschäftsführerin Kathrin Weiß haben sich mit der Entwicklung der Bundesgartenschau (Buga) in Erfurt zufrieden gezeigt. Die Gartenausstellung am Petersberg und im Egapark sowie Hotels, Gastronomie und Einzelhandel meldeten stetig steigende Kunden- und Besucherzahlen, hieß es nach 99 Tagen am Freitag auf dem Petersberg.

Nach einem schwierigen Start in der Corona-Pandemie ist die Buga nach rund 100 Tagen von mehr als 600 000 Menschen besucht worden. Bei strahlendem Sonnenschein und mit Sommerferien in Thüringen und dem Umland kämen aktuell rund 11 000 Besucherinnen und Besucher täglich zu der Gartenausstellung, sagte Buga-Geschäftsführerin Kathrin Weiß. Am Anfang seien es gerade einmal rund 3000 Gäste täglich gewesen.

Das hat die Buga ausgebremst

Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie stellten den Beginn der Buga bis zuletzt infrage und bremsten den Start aus. Das Programm wurde erst Mitte Juni komplett angeboten. „Wir gehen davon aus, dass 380 000 bis 400 000 Besucher durch Corona und die Einschränkungen verloren gegangen sind“, sagte Erfurts Oberbürgermeister Bausewein. Ein Ausgleich werde nicht vollends möglich sein. Am 23. April trotz Unsicherheiten zu öffnen, sei aus heutiger Sicht trotzdem die richtige Entscheidung gewesen.

--------------------------------

Mehr Themen aus Thüringen:

--------------------------------

Buga Erfurt: Weniger Besucher als vor Corona erhofft

Doch es gibt Hoffnung: Im April erreichte die Buga laut Veranstalter 49 Prozent der ursprünglich geplanten Besucherzahlen, im Mai 44, im Juni 57 und im Juli mehr als 80 Prozent. Die Zahlen stimmten optimistisch. „Wir wollen jenseits der Million landen“, formulierte Weiß das Ziel. Vor Beginn der Buga war mit rund 1,8 Millionen Gästen geplant worden.

Auch die Einnahmen bewegten sich laut Veranstalter nach oben: Rund 27 Millionen Euro waren der Plan, knapp die Hälfte sei im Topf. Und noch ist Zeit: „10 Wochen in der Hauptbesuchszeit liegen noch vor uns“, sagte Weiß. Abgerechnet werde zum Schluss.

Weitere Zahlen der Buga:

  • 46 500 Dauerkarten
  • 13 600 Kilogramm Bratwürste auf der Buga gegessen
  • Gäste sind im Schnitt 51 Jahre alt
  • rund die Hälfte der Besucherinnen und Besucher kommt aus Erfurt
  • 19 weitere Prozent reisen aus Thüringen an
  • Garten-Interessierte kommen aber auch aus anderen Bundesländern (32 Prozent) und dem Ausland (1 Prozent)

Egal, wie viele Gäste am Ende zusammenkämen: Das 180 Millionen Euro Projekt Buga sei ein großer Erfolg, so Bausewein. Die Pandemie bleibe aber unberechenbar. Sollten die Inzidenzen weiter steigen und erneut Einschränkungen nötig sein - „dann quietscht es“, so der OB.

Eine Verlängerung der Buga ist laut Veranstalter nicht angedacht. Am 10. Oktober ist planmäßig der letzte Buga-Tag. (dpa)