Erfurt: Polizei ermittelt im Darknet wegen Kindes-Missbrauchs – die Spur führt nach Thüringen

Ermittler sind im Darknet auf die Spur eines Users gestoßen, der behauptet, Kinder zu missbrauchen. Die Spur führt am Ende nach Erfurt. (Symbolbild)
Ermittler sind im Darknet auf die Spur eines Users gestoßen, der behauptet, Kinder zu missbrauchen. Die Spur führt am Ende nach Erfurt. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / Silas Stein

Erfurt. Ermittlungserfolge in Erfurt und Frankenthal!

Die Polizei Duisburg, die Staatsanwaltschaft Köln und die Staatsanwaltschaft Erfurt haben in diesem Jahr gemeinsam an einem Strang gezogen und im Darknet wegen Kindes-Missbrauchs ermittelt – mit Erfolg. Doch ein Wermutstropfen bleibt.

Erfurt: Polizei gelingt Ermittlungserfolg in Landeshauptstadt

Es ist unfassbar, was Ermittler der Duisburger Polizei im Darknet lesen mussten. Ein User behauptete dort, Kinder zu missbrauchen. Recherchen der Beamten ergaben, dass es sich dabei nicht nur um Behauptungen handelte. Der Mann verging sich tatsächlich an Kindern.

+++Bodo Ramelow: DIESES Corona-Problem hat ihn kalt erwischt – „Überhaupt nicht kommen sehen“+++

Im Darknet war er zunächst mit einem Pseudonym unterwegs. Doch durch den Kauf eines besonderen Sexspielszeugs verriet sich der Mann selbst. Die Beamten kamen auf die Spur eines 30-Jährigen aus Erfurt. Polizisten nahmen ihn fest. Er musste sich vor Gericht verantworten und wurde zu sieben Jahren und neun Monate Haft verurteilt. Das war im März 2021.

Weiterer Ermittlungserfolg in Frankenthal

Ein weiterer Schlag gelang den Ermittlern im August 2021 in Frankenthal in Rheinland-Pfalz. Im Fokus: Ein 39 Jahre alter Mann, der seine zehnjährige Nichte mehrfach sexuell missbraucht haben soll. Die Beamten nahmen ihn fest, durchsuchten die Wohnung, stellten umfangreiches Beweismaterial fest. Der 39-Jährige sitzt aktuell noch in Untersuchungshaft.

-------------------------------

Mehr aus Thüringen:

--------------------------------

Für die Polizeibeamten aus Duisburg sind beide Festnahmen ein Teilerfolg. Doch ein Wermutstropfen bleibt: Auch andernorts kommt es immer wieder zu sexuellen Übergriffen. Die Ermittler wollen weiterhin mit Hochdruck daran arbeiten, die mutmaßlichen Täter aus der Anonymität des Darknets herauszuholen und vor Gericht zu bringen. (abr)