Jena: Celine kann es einfach nicht lassen – „Ich hab's schon wieder getan“

Celine hat manchen Autofahrer in Jena bereits vor einer Katastrophe bewahrt.
Celine hat manchen Autofahrer in Jena bereits vor einer Katastrophe bewahrt.
Foto: Privat

Jena. Diese junge Frau aus Jena ist wie sie ist – und kann es einfach nicht lassen!

„Not all heroes wear capes“ heißt ein englisches Sprichwort. Heißt auf Deutsch: Nicht alle Helden tragen Umhänge – wie Celine Imhof aus Jena.

Denn die 24-Jährige hat den ein oder anderen Autofahrer bereits vor einer bösen Überraschung bewahrt. Für ihr aufmerksames und umsichtiges Handeln erhält sie gerade bei Facebook mächtig Lob.

Jena: Aufmerksame Helferin mit Müllbeutel

Auf der sozialen Plattform hat die gelernte Altenpflegerin ein Foto gepostet, wie sie einen Müllbeutel über ein offenes Autofenster gelegt hat. Dazu die Worte: „Ich hab's schon wieder getan“.

Doch worum geht's? Sie habe bemerkt, wie „in unmittelbarer Nähe von der Wohnung die Fenster der Autos offen waren und es massiv reinregnete.“

Celine zögerte nicht lang, schnappte sich ein Müllbeutel und verschloss das Fenster wieder. Das Verrückte: Celine musste bereits mehrfach tätig werden.

Autohalter sind unfassbar dankbar

Anfang Juli beobachtete sie eine Mercedes A-Klasse, an der gleich alle Fenster offen standen. Sie vermutet, dass eine ältere Dame nicht wahrgenommen habe, dass die Fenster noch runtergelassen sind. „Wenig später kam auch die Halterin und hat sich mehrfach bei mir bedankt“, freut sich Celine.

Ein zweites Auto beobachtete sie über längeren Zeitraum, auch hier war das Beifahrerfenster heruntergelassen. Wieder ist Celine zur Stelle: „Als es vor drei Tagen dann wieder anfing mit Starkregen, bin ich sofort runter und hab dieses auch mit Tüten abgedeckt.“

Auch dieser Fahrer bedankt sich, legt ein kleines Schild in die Windschutzscheibe auf dem steht „Danke! ...für die Tüte“.

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Wenn andere arbeiten, wacht Celine über offene Autos

Haben die Halter denn gar keine Angst vor Diebstahl? Auch hier hat die 24-Jährige ein Auge drauf: „Ich hab aber immer vom Fenster aus beobachtet, das sich hier kein Langfinger freuen kann.“ Dass sie gelegentlich aus dem Fenster schaut, wenn andere arbeiten, „verdanke“ sie dem Drei-Schichtsystem in der Altenpflege, weshalb sie unter der Woche oft frei habe.

Sie ist überzeugt: „Es liegt auch an der Arbeit als examinierte Altenpflegerin, dass ich sehr hilfsbereit bin!“ Und einen guten Rat hat sie auch noch parat: „Man sollte immer aufmerksam sein und sich gegenseitig helfen. Gerade in der heutigen Zeit ganz wichtig !“ (mb)

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Dankbar war auch ein Student, der eine Zug-Bekanntschaft suchte. Dabei endete die Geschichte für ihn nicht mit einem Happy End. Mehr dazu hier lesen!