Veröffentlicht inVermischtes

Facebook: Wagenknecht äußert sich zum Gaza-Krieg – und sorgt für ein Beben in den Kommentaren

Mit einem Knallhart-Statement zum Gaza-Krieg sorgte Sahra Wagenknecht (BSW) auf Facebook für ein Beben. Hier liest du mehr.

facebook
© IMAGO / Bernd Elmenthaler

BSW: Darum sind die Mitglieder in die Wagenknecht-Partei eingetreten

Auf dem ersten Parteitag des "Bündnis Sahra Wagenknecht" sprachen die Delegierten über ihre Gründe, in die Partei einzutreten.

Die frisch gebackene Partei-Chefin Sahra Wagenknecht (54) versteht es, mit ihren Statements wunde Nerven zu treffen. Immer wieder löst sie auf Facebook kleinere und größere Beben aus – zuletzt war bei ihr dabei vor allem Krieg ein Thema. Einmal der blutige Angriffskrieg Putins in der Ukraine – und nun auch der Gaza-Krieg.

Mit einem Knallhart-Statement sorgte sie jetzt erneut auf Facebook für Aufruhr. Was sie zu sagen hatte – und wie die Nutzer in über 2.000 Kommentaren darauf reagierten – liest du hier.

Facebook: Wagenknecht äußert sich zu Krieg

Kaum ein Thema spaltet die Gemüter derzeit so sehr wie der Krieg im Gaza-Streifen. Auslöser der Auseinandersetzung war ein terroristischer Überfall der Hamas und anderer Gruppen im Oktober 2023 im Süden Israels. Etwa 1.200 Menschen kamen bei dem Massaker ums Leben, weitere 250 wurden als Geiseln in den Gaza-Streifen verschleppt. Daraufhin griff Israel das Küstengebiet mit dem Ziel, Hamas zu zerschlagen, an. Dabei seien laut Hamas-Angaben über 30.000 Palästinenser getötet worden.

++ Wagenknecht-Partei in Thüringen: Umfrage-Hammer! Wird sie der AfD gefährlich? ++

Unabhängig überprüfen lassen sich solche Angaben nicht. Fest steht aber: Im Gaza-Streifen stecken hunderttausende Zivilisten in der Kriegs-Sackgasse. Ihr Schicksal – und die Verhältnismäßigkeit der israelischen Reaktion – werden seitdem auch in Deutschland heftig diskutiert.

„Zeugt von tiefgreifenden moralischen Versagen“

Auch von Sahra Wagenknecht. „Die Bombardierung ziviler Ziele, die Vertreibung und das Aushungern von Millionen Menschen sowie das Schießen in eine Menge Hilfe suchender Zivilisten – all dies sind Verbrechen, die als Selbstverteidigung gegen den Terror der Hamas schon längst nicht mehr rechtfertigt werden können“, schreibt sie in einem Facebook-Beitrag. „Dass die sogenannte westliche Wertegemeinschaft diese Taten nicht nur stillschweigend duldet, sondern auch durch Waffenlieferungen und militärische Unterstützung im Roten Meer aktiv befördert, zeugt von einem tiefgreifenden moralischen Versagen.“

Die BSW-Politikerin warnte davor, „vor der aggressiven Politik einer extrem rechten israelischen Regierung weiterhin die Augen zu schließen“. Sie fordert einen Waffenstillstand, „damit die humanitäre Versorgung der Bevölkerung in Gaza sichergestellt werden kann“.

Tausende Reaktionen auf Facebook

Der Beitrag generierte innerhalb kürzester Zeit Tausende Reaktionen. Die meisten ihrer Unterstützer befürworten dabei die Botschaft Wagenknechts. „Es ist in der Tat eine Schande, dass wir das zulassen und null Kritik an der israelischen Regierung üben, auch noch mit Antisemitismus kommen, angesichts dessen, was dort gerade geschieht“, schreibt etwa eine Nutzerin und bekommt dafür Beifall. Es gibt aber auch viele Gegenmeinungen.

„Ein Waffenstillstand kann nur gefordert werden, wenn alle Geiseln freigelassen worden sind“, findet etwa ein Nutzer. „Wer das anders sieht, übt keine faire Kritik, sondern befürwortet: ‚From the river to the sea‘!“


Mehr News:


Meinungen dazwischen gibt es – wie in Diskussionen auf sozialen Medien so häufig – wenige. Zumindest ein Nutzer sieht die Lösung aber in einem Mittelweg: „Allein der Dialog ist der einzige und richtige Weg zum Frieden. Der arabisch-israelische Frieden muss auf der Zwei-Staaten-Lösung basieren.“