ÖPNV in Thüringen: Dieses Hammergefährt könnte den Nahverkehr revolutionieren

Ein Amphibienfahrzeug wie dieses könnte demnächst durch Thüringen fahren und schwimmen.
Ein Amphibienfahrzeug wie dieses könnte demnächst durch Thüringen fahren und schwimmen.
Foto: dpa

Saale-Orla-Kreis. In Thüringen könnte demnächst ein neues Transportmittel an den Start gehen. Derzeit wird es im Saale-Orla-Kreis am „Thüringer Meer“ getestet.

Thüringen: Spezial-Bus für den Nahverkehr

An den Saale-Stauseen Hohenwarte und Bleiloch in Thüringen könnte demnächst ein neuer Bus eingesetzt werden. Aber nicht irgendeiner.

Hier könnte in Zukunft ein schwimmfähiger Autobus im Linienverkehr fahren. Ein sogenanntes Amphibienfahrzeug, das sowohl an Land als auch im Wasser fahren kann.

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Der Einsatz eines solchen Amphibienfahrzeugs soll jetzt in einer Machbarkeitsstudie untersucht werden, das berichtet das Infrastrukturministerium. Dafür hat das Land eine hohe Summe an Fördermitteln erhalten.

Schwimmender Autobus als Schiff-Alternative?

Der Zweckverband Tourismus und Infrastruktur „Thüringer Meer“ hat einen Bescheid über 58.000 Euro für das Projekt bekommen.

Mit dem Schwimmbus sollen die Gebiete am Wasser erreicht werden, die nicht an den Schiffsverkehr gebunden werden können. Wie zum Beispiel Ziegenrück. Hier seien die Wasserstände zu niedrig für Schiffe – nicht aber für das Amphibienfahrzeug.

Ob der Schwimmbus bald zum Einsatz kommen könnte, sollen nun weitere Untersuchungen zur Infrastruktur zeigen.

Dabei muss unter anderem geklärt werden:

  • wie kann der Schwimmbus in das ÖPNV-Liniennetz durch Haltepunkte und Umsteigemöglichkeiten eingebunden werden?
  • welche Bau-, Anschaffungs- und Betriebskosten kommen hinzu?
  • wie steht es um die Verkehrssicherheit ?

Die Gesamtkosten der Studie liegen bei rund 65.000 Euro. Davon werden bis zu 90 Prozent (über 58.0000 Euro) aus Mitteln der Regionalentwicklung übernommen.

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Wasserbusse im Hafen-Einsatz

In Hamburg verkehren bereits schwimmende Busse im Hafenbereich. Der HafenCity-Riverbus bietet Stadtrundfahrten durch Hamburg an – zu Wasser als auch zu Land. Das Amphibienfahrzeug erreicht dabei eine Höchstgeschwindigkeit von 65 Stundenkilometern, auf dem Wasser geht es mit bis zu sieben Knoten voran. (fno)