Thüringen: CDU prüft Ungereimtheiten zu Parteispende – Zusammenhang mit Masken-Affäre?

Der Thüringer CDU-Politiker Mark Hauptmann hatte am Donnerstag sein Bundestagsmandat niedergelegt und den Schritt mit Anfeindungen gegen ihn und seine Familie begründet. (Archivbild)
Der Thüringer CDU-Politiker Mark Hauptmann hatte am Donnerstag sein Bundestagsmandat niedergelegt und den Schritt mit Anfeindungen gegen ihn und seine Familie begründet. (Archivbild)
Foto: picture alliance/dpa | Arne Immanuel Bänsch

Suhl/Erfurt. Die CDU in Thüringen geht Unklarheiten bei einer Parteispende an den CDU-Kreisverband Suhl nach.

Thüringens CDU-Chef Christian Hirte sei am Donnerstag darüber informiert worden, teilte der Landesverband in der Nacht zu Sonntag mit. Zuvor hatte der „Spiegel“ darüber berichtet

CDU Thüringen: Spende „vorsorglich zur Prüfung gemeldet“

Die fragliche Spende sei dann „vorsorglich gemäß dem Parteiengesetz an die Bundestagsverwaltung zur Prüfung gemeldet“ worden, hieß es in der Mitteilung der Thüringer CDU.

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Aus Kreisen der CDU hieß es, es gehe um einen Betrag unterhalb von 10.000 Euro, die Spende stammt aus diesem Jahr. Details blieben zunächst offen.

Zusammenhang mit Vorwürfen gegen Hauptmann?

Unklar blieb auch, ob die Spende im Zusammenhang mit den Vorwürfen gegen den Südthüringer CDU-Politiker Mark Hauptmann steht, der auch Vorsitzender des Suhler CDU-Kreisverbandes war. Als Kreisverbandschef trat Hauptmann am Freitag per schriftlicher Erklärung zurück. Die Thüringer CDU kündigte weitere Informationen für Sonntagnachmittag an.

Hauptmann hatte am Donnerstag sein Bundestagsmandat niedergelegt und den Schritt mit Anfeindungen gegen ihn und seine Familie begründet. Zuvor war der 36-Jährige in die Kritik geraten, nachdem Medien über Lobby-Vorwürfe gegen ihn berichtet hatten. >> Verdächtiger Geldfluss – nächster CDU-Abgeordneter tritt zurück

Thüringer CDU-Mann bestreitet Masken-Vorwürfe

In den Berichten ging es unter anderem um Anzeigen von aserbaidschanischen Stellen im von Hauptmann herausgegebenen „Südthüringer Kurier“. Später wurde bekannt, dass Hauptmann Corona-Schutzmasken einer Frankfurter Firma an Landkreise vermittelt haben soll. Hauptmann bestreitet, dafür eine Provision bekommen zu haben.

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Die Thüringer CDU kündigte im Zusammenhang mit der fraglichen Spende an, sie wolle „alle Fragen juristisch klären und nach dem Prüfergebnis für Transparenz sorgen“. (dpa/ck)