Thüringen: Nun steht es fest! DESWEGEN brannte der Neonazi-Treff

In Guthmannshausen in Thüringen ist ein ehemaliges Rittergut in Brand geraten.
In Guthmannshausen in Thüringen ist ein ehemaliges Rittergut in Brand geraten.
Foto: Marcus Scheidel

Guthmannshausen. In Guthmannshausen in Thüringen ist ein ehemaliges Rittergut in Brand geraten. Es galt als Treffpunkt der rechten Szene.

Nun hat die Kripo bekanntgegeben, wie es zu dem Brand am 24. April in Thüringen kam.

Thüringen: Update vom 7. Mai 2021

Wie die Kipo Erfurt an Freitag mitteilt, steht nun fest, wie es zu dem Brand in Thüringen kam. „In zeitlichem Zusammenhang konnten Anhaftungen einer schwarzen Substanz an den Stelen auf diesem Grundstück festgestellt werden“, schreiben die Beamten.

Die Untersuchung in Guthmannshausen sei nun abgeschlossen. Die Kripo ist sich sicher: Es war schwere Brandstiftung. Ein politisches Motiv kann nicht ausgeschlossen werden. Deswegen wurden nun auch der Staatsschutz und das Landeskriminalamt Thüringer in die Ermittlungen mit eingebunden sind.

Die Kirpo bittet um Mithilfe aus der Bevölkerung. Hast du etwas mitbekommen oder ist dir etwas in dem Bereich des Neonazi-Treffs aufgefallen? Dann melde dich bei der Kripo Erfurt unter Telefon: 0361/7443-1198.

Thüringen: Das war passiert

Fast 80 Einsatzkräfte der Feuerwehr eilten zum Feuer. Der Brand war schon von Weitem zu sehen, so hoch war die Rauchsäule. Offenbar war der Brand im Dachgeschoss ausgebrochen.

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Verletzt wurde nach ersten Angaben niemand. Die Feuerwehr war bis in die Morgenstunden im Einsatz. Brandexperten der Kripo machten sich später an die Spurensuche. Betreten konnten sie das Gebäude zunächst nicht.

Das Rittergut gilt als Neonazi-Treffpunkt. Vor zehn Jahren war das historische Gebäude an den von Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck (92) gegründeten Verein „Gedächtnisstätte“ verkauft worden.

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Eine Woche zuvor war ein rechter Szenetreff in Thüringen abgebrannt. Hier war Sonneberg Ort des Geschehens. (ck/ldi)