Schleiz: Kein Intensivbett mehr frei – 66-Jähriger stirbt im Krankenwagen

Mangel an Intensivbetten: Für einen 66-Jährigen aus Schleiz kam Hilfe zu spät. (Archivbild)
Mangel an Intensivbetten: Für einen 66-Jährigen aus Schleiz kam Hilfe zu spät. (Archivbild)
Foto: IMAGO / Steve Bauerschmidt

Schleiz. In Schleiz ist ein Mann gestorben – womöglich, weil ein Intensivbett für ihn fehlte. Der 66-Jährige Schleizer litt an Magenkrebs. Ostern starb er. Sein Tod hat eine Diskussion ausgelöst.

Mangel an Intensivbetten in Schleiz?

Seine Schwester sagte der „Thüringer Allgemeinen“, ihr Bruder habe eines nachts stark abgebaut und sollte ins Krankenhaus gebracht werden. Dort sei aber keines der fünf Intensivbetten frei gewesen – und der 66-Jährige verstarb im Krankenwagen.

Für seine Schwester ist klar: Die Krankenhäuser wurden über Jahre heruntergespart – auch das in Schleiz. Heute könne keine angemessene Versorgung mehr stattfinden.

Volle Betten in Schleiz – kein Einzelfall

Dass Intensivbetten voll sind, sei kein Einzelfall, hieß es vom Rettungsdienstzweckverband Ostthüringen. Das könne mehrere Gründe haben, zum Beispiel zu wenig Personal.

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Vielleicht wäre der 66-Jährige aber auch so gestorben. Vorwürfe macht seine Schwester dem Klinkpersonal in Schleiz nicht – sie hätten alles dafür getan, um ihrem Bruder zu helfen, sagte sie der „Thüringer Allgemeinen“.

Für ihn wurde ein Rettungshubschrauber angefordert, der ihn in eine andere Klinik fliegen sollte – leider kam diese Hilfe für ihn zu spät. (mbe)