Nordhausen: „Ich wollte mich entschuldigen“ – Hermes-Bote wird für seine Ehrlichkeit gefeiert

Hermes-Bote Michael aus Nordhausen hat ein großes Herz für seine Kunden.
Hermes-Bote Michael aus Nordhausen hat ein großes Herz für seine Kunden.
Foto: IMAGO / Panthermedia / privat

Nordhausen. Michael aus Nordhausen ist mit Leib und Seele Paketzusteller.

Er arbeitet bei Hermes und verteilt täglich Dutzende Päckchen und Pakete an seine Kunden in Nordhausen.

Nordhausen: Hermes-Bote im Aufzug gefangen

Am Samstag konnte Michael seine Tour aber leider nicht beenden – er ist bei einer Kundin nämlich im Aufzug steckengeblieben!

Eine gute halbe Stunde sei er im Fahrstuhl eingesperrt gewesen, schreibt der Hermes-Bote in einer Nordhäuser Facebook-Gruppe – drinnen sei es ziemlich heiß gewesen. Bis zu 40 Grad, schätzt Michael.

Angst habe er zwar nicht gehabt und sei ruhig geblieben. Aber: „Es war kein gutes Gefühl, im Fahrstuhl steckenzubleiben, da die Luft nicht so gut war und es immer wärmer wurde“, erzählt Michael „Thüringen24“.

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Zum Glück habe ein netter Anwohner die Situation erkannt und die Feuerwehr alarmiert. Die Einsatzkräfte hätten ihn dann befreit. „Ich musste aber ins Krankenhaus gebracht werden, da ich einen Kreislaufkollaps erlitten habe und der Arzt mir das Weiterfahren verboten hat.“

Nordhausen: Michael will am Montag wieder ausliefern

Wie wichtig ihm es ist, seine Kunden zufriedenzustellen, wird bei Facebook deutlich. Denn dort noch am selben Abend sagte Michael seinen Kunden Bescheid: „Ich wollte mich nur bei allen Kunden entschuldigen, die heute auf ihr Paket gewartet haben.“

Ihm sei es einfach ein Anliegen gewesen, die wartenden Hermes-Kunden aufzuklären, sagt Michael. Und das kommt sehr gut an! Fast 300 Kommentare stehen inzwischen unter seinem Post. Weit mehr als 200 Likes gab es.

Ach so: Am Montag wolle er die Pakete in Nordhausen dann verteilen, schreibt Michael. (ck)