Nordhausen: Hunderte tote Schafe auf Hof entdeckt – DIESE grausamen Details kommen ans Licht

Nordhausen: Bei einem Schafzüchter wurden Hunderte tote Tiere aufgefunden.
Nordhausen: Bei einem Schafzüchter wurden Hunderte tote Tiere aufgefunden.
Foto: Privat

Nordhausen. Einfach ekelhaft! Hunderte tote und teilweise elendig gestorbene Tiere bei einem Schafzüchter in Nordhausen entdeckt!

Auf einem Hof in Sollstedt bei Nordhausen spielten sich allem Anschein nach schreckliche Szenen ab: Hunderte Schafe sollen misshandelt, ausgehungert und dann zum Sterben alleine gelassen worden sein. Dass es die toten Schafe gibt, daran besteht kein Zweifel.

Denn der Verwesungsgeruch der toten Tiere war so stark, dass sich Anwohner beschwerten. Die Tierrechtsorganisation Peta hat jetzt Anzeige gegen die Verantwortlichen in Nordhausen erstattet. Das bestätigte die Polizei gegenüber Thüringen24.

Nordhausen: Hunderte Tote Tiere bei Schafzüchter

Die Schafe sowie mehrere Kleintiere in verschiedenen Ställen in Sollstedt (Nordhausen) starben offenbar bereits im April. Sie sollen qualvoll verhundert oder verdurstet sein, wie Peta nun berichtet.

Florian S. (33) führte den Hof und arbeitete für den niederländischen Fleischproduzenten Van Asten, welcher die toten Tiere nach Informationen von Thüringen24 „in Nacht- und Nebelaktionen“ vom Grundstück in Sollstedt abtransportiert haben soll. Bei der Räumung des Stalls Mitte April sollen noch 260 lebende Tiere gefunden worden sein, die aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustands offenbar getötet werden mussten. Anfang des Jahres soll Van Asten dem Veterinäramt noch einen Tierbestand von 1081 Tieren gemeldet haben, wie Thürigen24 erfuhr. Wie viele Tiere letztendlich starben, ist bisher unklar.

Indes gibt es Hinweise darauf, dass die toten Tiere nicht fachgerecht entsorgt wurden. Und: Bei der Stallräumung waren viele Tiere bereits verwest. Dabei sollen Anwohner schon Mitte vergangenen Jahres von Verwesungsgeruch berichtet haben.

Nordhausen: Vorfälle offenbar kein Einzelfall

Petas Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie und Agrarwissenschaftlerin Lisa Kainz sagt: „Es ist unfassbar, dass sich das Tierleid direkt vor den Augen des zuständigen Schäfermeisters abgespielt hat.“

Und weiter: „Wir fordern ein sofortiges Tierhalteverbot für Van Asten, damit diese Firma nie wieder ein Tier quält oder tötet.“ Peta erstattete in der vergangenen Woche Anzeige gegen die Verantwortlichen von Van Asten.

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Das niederländische Unternehmen sei bereits in der Vergangenheit durch Tierquälerei aufgefallen. Nach eigenen Angaben erstattete Peta im Jahr 2017 Anzeige gegen die Betriebsleiter von Van Asten bei den Staatsanwaltschaften in Erfurt und Gera. Grund seien Aufnahmen gewesen, die eingepferchte Schweinemütter und ihre toten und im Sterben liegenden Ferkel zeigten. Aus Langeweile und Stress verletzten sich die jungen Schweine im Stall gegenseitig.

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Peta kritisiert Veterinäramt Nordhausen scharf

Auch am Veterinäramt Nordhausen lässt die Tierrechtsorganisation kein gutes Haar. Das Veterinäramt selbst ließ eine Anfrage von Thüringen24 bislang unbeantwortet. (nk)

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