Thüringen: Angst vor mutmaßlichem Kidnapper wird immer größer – Polizei nennt weitere Details

Thüringen: Die Polizei nennt weitere Details zu dem mutmaßlichen Kinderfänger. (Symbolbild)
Thüringen: Die Polizei nennt weitere Details zu dem mutmaßlichen Kinderfänger. (Symbolbild)
Foto: picture alliance / photothek | Thomas Koehler

Große Sorgen von Eltern in Thüringen!

In Thüringen wächst die Angst vor einem mutmaßlichen Kidnapper, der in der letzten Woche mehrere Kinder im Saale-Holzland-Kreis auf verdächtige Weise angesprochen haben soll.

Die Polizei nennt gegenüber Thüringen24 weitere Details zu den Vorfällen. Doch von dem Übeltäter fehlt bislang noch jede jede Spur. Eltern und Schulen sollten ihre Kinder dringend aufklären.

Thüringen: Unbekannter spricht Kinder auf Straße an – wer ist der Übeltäter?

Die Polizei wurde erstmals am Montag, 11. Oktober, auf einen möglichen Fall von versuchter Kindesentführung aufmerksam. In Kleineutersdorf, einer Gemeinde im Süden vom Saale-Holzland-Kreis, soll ein unbekannter Mann in den Nachmittagsstunden versucht haben, ein Kind mittels Süßigkeiten in sein Auto zu locken.

Zwei Tage später meldete eine Familie aus Kahla einen ähnlichen Sachverhalt und am Freitag wurden vergleichbare Fälle aus Schkölen und Camburg bekannt.

In allen vier Fällen wurden Jungs im Alter von acht bis elf Jahren angesprochen, die von einem dunklen Fahrzeug ohne Kennzeichen berichteten. Der Fahrer sei dunkel gekleidet und circa 1,70 Meter bis 1,80 Meter groß gewesen. Am Freitagmorgen schilderte dann ein 13-jähriges Mädchen, dass ihr Ähnliches passiert sei. Alle Vorfälle spielten sich am helllichten Tag, etwa in Wohngebieten oder in der Nähe von Lebensmittelgeschäften ab.

Alles Orte, an denen sich eigentlich auch genügend andere Menschen befinden sollten. Doch bislang konnten keine zielführenden Anhaltspunkte zu dem Täter ermittelt werden. „Die Personenbeschreibungen könnten auf jeden oder gar keinen zutreffen“, erklärt ein Pressesprecher der Thüringer Polizei gegenüber Thüringen24.

Thüringen: Polizei appelliert an Eltern und Lehrer

Die gute Nachricht: Bislang haben sich alle betroffenen Kinder in der brenzlichen Situation völlig richtig verhalten, haben lautstark auf sich aufmerksam gemacht und sind weggelaufen.

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Doch aufgrund von teils widersprüchlichen Aussagen der Kinder und heiteren Diskussionen in den sozialen Netzwerken ist es für die Polizei derzeit schwer nachzuvollziehen, wie die Vorfälle wirklich abgelaufen sind.

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Daher sei es nun umso wichtiger, dass Eltern und Lehrer mit den Kindern aktiv über die Thematik sprechen und ihnen Verhaltensweisen mit an die Hand geben. Die Beamten waren am Dienstag in den betroffenen Bereichen unterwegs, um mit den Schulen und Eltern der Schüler – primär aus Grundschulen und Anfangsklassen von weiterführenden Schulen – zu sprechen. (mkx)