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Kita in Thüringen will Namen „Anne Frank“ loswerden – jetzt rudert der Bürgermeister zurück

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Anne Frank wurde nach mehreren Jahren im Versteck verraten und starb im Frühjahr 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Zu schwer vermittelbar für Kita-Kinder in Thüringen? (Symbolbild) Foto: IMAGO / Winfried Rothermel

Elxleben. 

Ein Kindergarten in Thüringen will sich umbenennen – und sorgt damit für mächtig Wirbel.

Die Kita „Anne Frank“ in Elxleben im Kreis Sömmerda in Thüringen will nicht mehr „Anne Frank“ heißen, berichtet die „Thüringer Allgemeine Zeitung“. Doch nur kurz, nachdem das Fass aufgemacht wurde, ist es auch wieder geschlossen. Der Bürgermeister rudert zurück.

Thüringen: Kindergarten „Anne Frank“ will neuen Namen

Die Idee: Die Kita soll künftig „Elchzwerge“ heißen. Die Kita-Leiterin sagt, die Geschichte des jüdischen Mädchens sei für kleine Kinder schwer greifbar.

Die meisten Eltern würden das auch so sehen. Mit Antisemitismus habe das Ganze nichts zu tun.

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Entsetzen herrschte bei der Jüdischen Landesgemeinde in Thüringen. In einer Zeit des aufkeimenden Antisemitismus den Namen „Anne Frank“ ablegen zu wollen, sei erschreckend. >> Mehr zum Thema liest du in der „Thüringer Allgemeinen“!

Doch jetzt scheint das Thema ohnehin vom Tisch. Gegenüber „Focus“ erklärte Bürgermeister Heiko Koch, dass man das Thema zu „unsensibel“ angegangen sei. Die Kita solle nicht umbenannt werden. „Das wird definitiv nicht passieren“, betonte Koch gegenüber dem „Focus“. (ck)