Bodo Ramelow warnt vor nächster Putin-Attacke: „Natürlich habe ich Angst davor“

Selenskyj: Russland will die Vereinten Nationen demütigen

Selenskyj: Russland will die Vereinten Nationen demütigen

Während UN-Generalsekretär António Guterres die ukrainische Hauptstadt Kiew besucht hat, sind in der Nähe russische Raketen eingeschlagen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warf der russischen Regierung vor, die UNO "demütigen" zu wollen.

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Erfurt. Die Russen-Invasion in der Ukraine wütet seit mehr als zwei Monaten und hält Europa in ihrer Mangel. Mittlerweile wachsen in Deutschland und auch in Thüringen die Ängste, dass die nächste Stufe der Eskalation bald folgen könnte.

Im Gespräch mit der „Thüringer Allgemeinen“ zeichnet Ministerpräsident Bodo Ramelow jetzt ein düsteres Bild.Aus Sicht von Bodo Ramelow muss der Druck auf den Kreml erhöht werden. In finanzieller Sicht, aber nicht nur da.

Bodo Ramelow plädiert dafür, den Druck auf Russland zu erhöhen

„Mein Vorschlag: Bevor Russland uns den Gashahn zudreht, drehen wir den Geldhahn zu, Schritt für Schritt“, sagte der Ministerpräsident der Zeitung. Deutschland habe Russland seit Kriegsbeginn allein für Gas rund 2,4 Milliarden Euro überwiesen und den Krieg so indirekt mitfinanziert.

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Das ist Bodo Ramelow:

  • Bodo Ramelow wurde am 16. Februar 1956 in Osterholz-Scharmbek in Niedersachsen geboren
  • Als er acht Jahre alt war, starb sein Vater an einer Kriegsverletzung
  • Er ist zum dritten Mal verheiratet, seit 2006 mit Germana Alberti vom Hofe; hat zwei erwachsene Söhne aus erster Ehe
  • seit dem 4. März 2020 der Ministerpräsident des Freistaates Thüringen
  • Bodo Ramelow war bereits von Dezember 2014 bis 5. Februar 2020 Ministerpräsident
  • erster Linken-Ministerpräsident in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

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„Wie wäre es, wenn wir einen täglich immer größeren Anteil dieses Geldes auf ein Treuhandkonto überweisen? Und das verbunden mit der Ansage, dass dieses Geld für den Wiederaufbau an die Ukraine geht“, sagte Ramelow.

Bodo Ramelow warnt vor möglicher Eskalation

Anders als viele seiner Parteikollegen, ist Bodo Ramelow auch für mehr Waffenlieferungen an die Ukraine offen. Aus guten historischen Gründen habe Deutschland keine Waffen in Kriegsgebiete geliefert, sagte er. „Das galt bis zum 24. Februar, als Russland einen Eroberungskrieg gegen ein friedliches Nachbarland begann“, zitiert ihn die „Thüringer Allgemeine“.

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Was aber, wenn der Konflikt dadurch komplett eskaliert, von russischer Seite also auch Atomwaffen eingesetzt werden? „Natürlich habe ich Angst davor“, sagte der Ministerpräsident weiter. Allerdings befinde sich die Nato – und damit auch Deutschland – aus Sicht der Russen bereits jetzt de facto im Krieg. „Und falls Putin zu der Auffassung gelangt, dass er mit einer taktischen Atomwaffe einen Erfolg erzielen kann, dann wird er diese Atomwaffe auch einsetzen“, so Ramelow.

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Wie der Linke-Politiker zur Haltung seiner Partei im Ukraine-Konflikt steht, kannst du bei der „Thüringer Allgemeinen“ nachlesen. (bp, dpa)