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Unwetter in Thüringen: Wegen Überflutung – Radlader wird zu besonderem Taxi-Service

Unwetter in Thüringen: Wegen Überflutung – Radlader wird zu besonderem Taxi-Service

© Freiwillige Feuerwehr Fambach

Wetter: Wie entsteht ein Sturmtief?

Unwetter über Thüringen!

Die Einsatzkräfte hatten am Mittwoch alle Hände voll zu tun, weil ein Unwetter über Thüringen zog.

Unwetter über Thüringen: Schlammlawinen und Verkehrsbehinderungen

Ein Unwetter ist über weite Teile Thüringens hinweggezogen und hat für Schlammlawinen und Verkehrsbehinderungen gesorgt. Bereits Mittwochmittag gab der Deutsche Wetterdienst (DWD) erste Unwetterwarnungen heraus, in denen die Meteorologen die Möglichkeit von starken Gewittern prognostizierten.

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So entsteht eine Wettervorhersage:

  • Rund 10.000 Bodenstationen, 7.000 Schiffe, 600 Ozean-Bojen, 500 Wetterradarstationen und etwa 3.000 Flugzeuge sorgen weltweit dafür, dass stündlich Wetterdaten erfasst werden.
  • Wettersatelliten bieten eine Überwachung aus dem All.
  • Meteorologen können so das Geschehen rund um die Erde beobachten.
  • Gemessen werden Parameter wie Lufttemperatur und -druck, Windrichtung und -geschwindigkeit oder Wolkenhöhe.
  • So sammeln sich pro Stunde etwa 25.000 Meldungen an.
  • Diese werden ausgewertet und übermittelt – so bleiben Wetterprognosen auf dem aktuellen Stand.

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Der Regen wurde einem Autofahrer auf der Autobahn 4 auch prompt zum Verhängnis: Bei Weimar donnerte er in die Mittelleitplanke, nach Polizeiangaben wegen nicht angepasster Geschwindigkeit. Dabei wurde der 35-Jährige verletzt, es entstand ein Schaden in Höhe von rund 50.000 Euro.

Unwetter in Thüringen: Einsatzkräfte haben viel zu tun

Im weiteren Tagesverlauf wurden die Feuerwehren unter anderem im Wartburgkreis oder auch im Landkreis Gotha zu Einsätzen gerufen, weil Straßen überflutet und Regenwasser in Keller eingedrungen war und abgepumpt werden musste. Teilweise ergoss sich wie im Saale-Orla-Kreis Schlamm von Feldern über Straßen, der weggeräumt werden musste.

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Auch in Fambach (Kreis Schmalkalden-Meinigen) hatten die Einsatzkräfte alle Hände voll zu tun. Aufgrund der Überflutungen sperrten sie Straßen ab. Da so viele Anwohner nicht mehr nach Hause fahren konnten, boten sie einen besonderen Taxi-Service an: Mit einem Radlader der Freiwilligen Feuerwehr Fambach worden sie bis vor die Haustür gefahren – und das ganz ohne nasse Füße.

Die Aufräumarbeiten zogen sich teils bis in die Nachtstunden hin. In die Filiale der Sparkasse in Apolda drang während des Gewitters Wasser ein, zum entstandenen Schaden konnte ein Polizeisprecher zunächst keine Angaben machen. (dpa)