Thüringen: Massive Bewegung in der Neonazi-Szene – kommen SIE jetzt zurück?

Thüringen: So schön ist das Bundesland

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Erfurt. Die Corona-Pandemie hat in Thüringen auch die Neonazi-Szene getroffen. In den vergangenen zwei Jahren war ein deutlicher Rückgang von Rechtsrock-Konzerten zu erkennen.

Mit dem Ende fast aller Corona-Maßnahmen befürchten Experten jetzt, dass die Rechtsrock-Szene in Thüringen wieder stärker aufleben wird.

Thüringen: Experten fürchten neuen Aufschwung der Rechtsrock-Szene

14 extrem rechte Musikveranstaltungen in Thüringen zählte die Mobile Beratung (Mobit) 2021, im Vorjahr waren die Anzahl auf einem ähnlich niedrigen Niveau. 2022 könnte sich das wieder ändern.

„Der Zuzug von zwei bundesweit bedeutenden Musikern der extremen Rechten nach Thüringen und die Verlegung von vier neonazistischen Musikvertrieben im Jahre 2021 dürften das ,Rechtsrock-Land Thüringen’ leider weiter stärken“, heißt es in einer Veröffentlichung der Mobit.

Katharina König-Preuss, Landtagsabgeordnete der Linkspartei, warnt gegenüber der „Ostthüringer Zeitung“. „Ich gehe davon aus, dass Thüringen weiterhin ein bedeutender Umschlagplatz für Rechtsrock und Neonazi-Musik bleiben wird, da über Jahre entsprechende Strukturen aufgebaut wurden und bisher noch kein konsequentes und gebündeltes Vorgehen in der Breite bemerkbar ist.“

Auch Stephan Kramer, Präsident des Thüringer Verfassungsschutzes, befürchtet, dass sich die rechtsextreme Musikszene in Thüringen 2022 wieder deutlich aktiver wird. „Wir haben keinen Grund, davon auszugehen, dass sich die Lage entspannt“, sagt er.

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Thüringen: Politik will mit allen Mitteln gegen Rechtsrock-Konzerte vorgehen

Laut „Ostthüringer Zeitung“ ist die Vernetzung innerhalb der rechtsextremistischen Szene in Thüringen auch während der zwei Jahre Pandemie nicht kleiner geworden. Zuletzt tauchte NSU-Unterstützer André K. bei einem Konzert auf.

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Die Politik will weiter gegen die rechtsextreme Szene vorgehen. Raymond Walk, innenpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, fordert den Einsatz von V-Leuten. König-Preuss (Die Linke) will ein entschlossenes Handeln der Kommunen und die Ausnutzung aller zur Verfügung stehenden Mittel, „um gegen rechte Veranstaltungen vorzugehen“. (fs)