Bodo Ramelow mit klaren Worten zur Dienstpflicht – „Schulpflicht auch Zwang“

Das ist Bodo Ramelow

Das ist Bodo Ramelow

Bodo Ramelow ist der erste Linke-Politiker der Ministerpräsident geworden ist.

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Erfurt. Derzeit wird heiß auf Bundes-Ebene diskutiert: Sollte die Wehrpflicht wieder eingeführt werden? Auch Thürigens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat dazu eine Meinung.

Allerdings schockiert die beim ersten Mal ein wenig – warum zieht Bodo Ramelow einen Vergleich zur Schulpflicht?

Bodo Ramelow nimmt Bundespräsidenten in Schutz

Die Debatte um eine soziale Dienstpflicht nimmt immer mehr Fahrt auf. Jetzt hat Bundesratspräsident Bodo Ramelow (Linke) auch noch Parallelen zur Schulpflicht gezogen.

„Statt reflexartig einfach nur auf dem Bundespräsidenten rumzuhacken und wieder von neuem Zwang zu reden und dabei die Schulpflicht einfach auszublenden, werbe ich dafür, mit ein bisschen mehr Gelassenheit das Thema anzugucken“, sagte Ramelow der Deutschen Presse-Agentur. Die Schulpflicht sei auch ein Zwang und der Staat greife in das Leben von jungen Menschen ein. Er frage sich, weswegen man nicht noch ein Jahr mehr „dazu definieren“ könne.

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Das ist Bodo Ramelow:

  • Bodo Ramelow wurde am 16. Februar 1956 in Osterholz-Scharmbek in Niedersachsen geboren
  • Als er acht Jahre alt war, starb sein Vater an einer Kriegsverletzung
  • Er ist zum dritten Mal verheiratet, seit 2006 mit Germana Alberti vom Hofe; hat zwei erwachsene Söhne aus erster Ehe
  • seit dem 4. März 2020 der Ministerpräsident des Freistaates Thüringen
  • Bodo Ramelow war bereits von Dezember 2014 bis 5. Februar 2020 Ministerpräsident
  • erster Linken-Ministerpräsident in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte am Wochenende eine Debatte um einen sozialen Pflichtdienst angeregt. Grüne und FDP im Bund hatten ablehnend auf den Vorschlag reagiert. Auch der Chef der Linken-Bundestagsfraktion, Dietmar Bartsch, positionierte sich gegen eine soziale Pflichtzeit.

Ist Bodo Ramelow für oder gegen eine Pflichtzeit?

Ramelow hatte sich bereits in der Vergangenheit immer wieder für eine Pflichtzeit für junge Erwachsene ausgesprochen. Seiner Meinung nach könne das eine Zeit zwischen neun und zwölf Monaten bedeuten für alle Menschen zwischen 18 und 25 Jahren.

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Schon gesehen?

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„Das kann das Soziale sein, das kann das Ökologische sein, das kann das Militärische sein“, sagte er. Wichtig sei, dass es kein verlorenes Jahr sei - sondern etwa bei einer Ausbildung anerkannt werden könne. Steinmeier hatte in dem Interview mit der „Bild am Sonntag“ allgemein von einer Pflichtzeit gesprochen, nicht explizit für junge Leute. (dpa/red.)