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Kreis Greiz: Irrwitziges Lkw-Gespann kracht gegen Strommast – Polizei fällt fast vom Glauben ab

Kreis Greiz: Irrwitziges Lkw-Gespann kracht gegen Strommast – Polizei fällt fast vom Glauben ab

© Thüringer Polizei / Autobahnpolizeiinspektion

Wie verhalte ich mich richtig bei einem Unfall?

2018 gab es in Deutschland mehr als 300.000 Unfälle im Straßenverkehr ,bei denen Personen zu Schaden kamen. Wir zeigen, wie du dich verhalten solltest, wenn du Zeuge eines Unfalls wirst.

Langenwetzendorf. 

Das wird eine lange Quittung für eine Firma aus Nordrhein-Westfalen. Ein wahres „Horror-Gespann“ des Unternehmens war im Kreis Greiz unterwegs und krachte bei einem Unfall zunächst gegen einen Strommast – und dann in eine Hauswand.

Als die Polizei den Lkw mit Anhänger im Kreis Greiz inspizierte, fielen die Beamten beinahe aus allen Wolken.

Kreis Greiz: Horror-Gespann kracht gegen Strommast

Zum Unfall kam es am Donnerstag gegen 16.15 Uhr in Langenwetzendorf, sagt die Autobahnpolizei. Sie unterstützte die Polizei Greiz in dem Fall mit Spezialkräften, die für die Kontrolle von Gewerbefahrzeugen ausgebildet sind.

Und die hatten vor Ort einiges zu tun. Die Liste der Vorschriftsverstöße war bei dem Gespann lang. Zunächst war der Lkw mit verschiedenen Baustoffen sowie Erde beladen, die kaum gesichert waren und laut den Beamten in jeder Kurve hätten herausfliegen können.

Zwei-Tonnen-Bagger auf dem Gespann im Kreis Greiz kaum gesichert

Dann transportierte der Lkw auch noch einen Bagger (zwei Tonnen), der ebenfalls nur provisorisch mit einem Spanngurt festgemacht war. Auf dem Anhänger wurden ebenfalls noch Baustoffe und Erde transportiert – auch sie flogen vollkommen lose herum.

Die Mängelliste der Polizei geht aber noch weiter: Als die Spezialisten, die Lkw-Bremsen inspizierten, fielen sie fast vom Glauben ab. Eine Bremsscheibe in der Vorderachse war gar nicht mehr vorhanden, die andere war vollkommen ausgeglüht und zerbrochen. Von Bremsbelägen fehlte jede Spur (die hätten ja aber bei einer fehlenden Bremsscheibe ohnehin nicht greifen können).

Von Bremsen fehlt bei dem Gespann im Kreis Greiz fast jede Spur

An der Hinterachse funktionierten die Bremsen überhaupt nicht, genauso wenig am Anhänger. Im Klartext heißt das: Das „Horror-Gespann“ bremste – wenn überhaupt – nur noch auf einer einzigen Bremsscheibe!

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Dass es darüber hinaus auch noch überladen war, muss man fast gar nicht mehr erzählen. So scheint es kein Wunder, dass der Lkw schließlich im Kreis Greiz verunfallte. Ein Mann hat sich dabei übrigens verletzt. Das hätte auch verhindert werden können, wie es scheint. (bp)