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Thüringen: Trocknet der Freistaat aus? Das ist die Prognose eines Experten

Thüringen: Trocknet der Freistaat aus? Das ist die Prognose eines Experten

© IMAGO / Rene Traut

Thüringen: So schön ist das Bundesland

Jena. 

Statt Regen und Kälte gab es diesen Frühling schon viele sommerliche Tage in Thüringen. Es blieb zudem meist trocken, was natürlich viele gefreut hat.

Allerdings hat das nicht nur positive Effekte. Vor allem für die Trinkwasserversorgung in Thüringen könnten die trockenen Tage gefährlich werden.

SO ernst ist die Lage in Thüringen

Denn die sogenannte Frühjahrstrockenheit macht sich jetzt beim Thüringer Grundwasser bemerkbar. Ab April seien seien die Grundwasserstände in weiten Teilen der Freistaats stark abgesunken, teilte das Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz auf Anfrage der Deutschen Presseagentur mit.

Das betreffe vor allem Westthüringen und das Thüringer Becken. Im Mai befanden sich demnach 55 Prozent der Messstellen auf Niedrigwasserniveau. In den kommenden Monaten könne es erneut zu erheblichen Rückgängen kommen.

Schon länger Probleme mit Trinkwasserversorgung in Thüringen

In der lang anhaltenden Trockenphase zwischen Mai 2018 und Juni 2021 hatte der Wert schon einmal bei 70 Prozent gelegen. In Thüringen wird den Angaben zufolge mehr als die Hälfte des Wasserbedarfs für die öffentliche Trinkwasserversorgung aus dem Grundwasser gesichert.

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Schon gesehen?

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Schon in der Vergangenheit hatten extrem niedrige Grundwasserstände die lokalen Trinkwasserversorgungen beeinträchtigt. Als Beispiel nannte das Thüringer Amt etwa die Brunnendörfer im Altenburger Land. (mbe mit dpa)