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Thüringen: Zu wenig Gas im Winter? Ramelow spricht Klartext – „Weg von der Hysterie“

Der Winter steht vor der Tür und die Sorge der Menschen ist groß. Gibt es genug Gas? Droht ein Blackout? Ramelow spricht jetzt Klartext.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow glaubt nicht, dass es in diesem Winter eine Gasmangellage geben wird.
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Der Winter steht vor der Tür und das heißt in vielen Haushalten auch, dass die Heizungen wieder hochgedreht werden. Doch steht in diesem Winter überhaupt genug Gas zur Verfügung?

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow blickt zuversichtlich auf die bevorstehende Jahreszeit und richtet einen Appell an alle Thüringer und darüber hinaus.

Thüringen: Ramelow glaubt nicht an Gasmangellage

Nach der Einigung von Bund und Ländern auf ein Paket zur Finanzierung der geplanten milliardenschweren Entlastungen hat Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow zu mehr Gelassenheit aufgerufen. Neue Formen der Energieversorgung würden jetzt „richtig Fahrt“ aufnehmen, sagte der Linke-Politiker nach der Ministerpräsidentenkonferenz. „Raus aus dem Schock, den wir hatten und weg von der Hysterie“, sagte Ramelow. In den kommenden Wochen müsse hart gearbeitet werden. Den Menschen müssten die Politiker wieder Mutsignale geben. „Das bedeutet für mich Mutwinter statt Wutwinter“, sagte Ramelow.

Zudem betonte er, dass es keine Gasmangellage in diesem Winter geben werde. Man werde ausreichend Gas haben und es werde auch keine Blackouts geben. Die Menschen sollten ihre Elektro-Heizstrahler wieder wegpacken und auch keine Teelichter zum Heizen nutzen. „Das ist alles ein Stück weit einer Hysterie geschuldet“, sagte Ramelow.

Ramelow will Thüringen-Ticket entwickeln

Er wolle in Thüringen nun schauen, welche Unternehmen etwa nicht in das von Bund und Ländern auf den Weg gebrachte Raster an Hilfen passten. Für sie könne der Thüringer Hilfsschirm greifen. „Jetzt geht es um Feinarbeit.“ Die Beratungen der Regierungschefinnen und Regierungschefs von Bund und Ländern am Mittwoch bezeichnete Ramelow als „extrem sachlich und extrem schnell“.

Der 66-Jährige kündigte zudem an, neben dem dort beschlossenen 49-Euro-Ticket ein günstiges Thüringer Ticket entwickeln zu wollen, das für junge Menschen gelten soll. „Meine Idee ist ein 29-Euro-Ticket bis zum 29. Lebensjahr oder ein 28-Euro-Ticket bis zum 28. Lebensjahr.“ Die Studierenden hätten bereits ein Semesterticket, für die Auszubildenden gebe es das Azubi-Ticket. In dem neuen Modell sollten nun auch die Gymnasiasten günstig in Thüringen Bahn oder Bus fahren können.


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Bund und Länder hatten sich am Mittwoch auf die Finanzierung eines 49-Euro-Tickets geeinigt, das deutschlandweit im Nah- und Regionalverkehr gelten soll. Angestrebt wird ein Start des „Deutschlandtickets“ im Januar. Es soll helfen, die Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs zu steigern und die Klimaziele zu erreichen. (dpa)