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Thüringen: Kaum Kneipen strahlen WM-Spiele aus – aber nicht aus Protest

WM-Fans dürften angesichts dieser Nachrichten enttäuscht: Viele Thüringer Kneipen übertragen nicht die WM in Katar. Warum, liest du hier.

© Imago/Seeliger

Das sind alle Stadien der WM 2022

Die Fußball-Weltmeisterschaft findet 2022 zum ersten Mal in Katar statt. Von den acht WM-Stadien sind sechs reine Neubauten. Wir stellen dir in diesem Video alle acht Austragungsorte vor.

Diese Nachricht wird vor allem Fußball-Fans enttäuschen: Kaum eine Kneipe zeigt die WM-Spiele in Thüringen.

Die Fußball-WM in Katar ist ziemlich umstritten, jetzt soll sie in vielen Thüringer Kneipen gar nicht übertragen werden. Allerdings aus einem anderen Grund als viele wahrscheinlich erwarten würden.

Thüringen: Keine WM in den meisten Kneipen

Heftige Kritik an der WM in Katar! Jetzt soll auch das Mitfeiern in den Kneipen nur teilweise möglich sein. Doch warum? Anpfiff ist am Sonntag (20. November) in Katar, auch wenn es massive Kritik gehagelt hat. Vor allem geht es bei dem schlechten Feedback um den Stadionbau und die Arbeiter. Auf der Baustelle starben mehrere Menschen, Arbeiter aus anderen Ländern werden schikaniert und allgemein eckt das Projekt durch Meschenrechtsverstöße bei vielen an.

Doch in Thüringer Kneipen verzichtet man auf eine Übertragung nicht nur aus diesen Gründen: Vielmehr liege das an den hohen Lizenz-Preisen, um die Spiele überhaupt übertragen zu dürfen, so Dirk Ellinger, Verbands-Chef für deutsche Hotels und Gaststätten.

Thüringen: Weihnachtsfeier lohnt sich mehr

Bisher steht aber noch alles in den Sternen. Ellinger sagt, es sei unklar, ob die Kneipenbesitzer die hohen Preise akzeptieren werden und ob das wirtschaftlich für manche Kneipen überhaupt möglich wäre. Außerdem lohnt es sich aus Sicht der Wirte oft mehr eine Weihnachtsfeier zu veranstalten anstatt den Platz für WM-Fans freizuhalten.


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Doch es gibt Hoffnung für enttäuschte Kneipengänger: Wenn die deutsche Nationalmannschaft weiter kommen sollte, könnten es sich viele Kneipen nochmal überlegen und am Ende vielleicht doch zur gemeinsamen WM-Party einladen, so Ellinger. (dpa/as)