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Thüringen: Mehr Firmen gehen pleite – die Zahlen aus dem Freistaat überraschen

Die Folgen der Corona-Pandemie und steigende Energiepreise zwingen in Deutschland immer mehr Firmen in die Knie. Doch die Zahlen aus Thüringen überraschen.

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© IMAGO/ Bihlmayerfotografie

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Es ist kein Geheimnis: Die Folgen der Corona-Pandemie, die steigenden Energiepreise und auch die Anhebung der Mehrwertsteuer auf 19 Prozent haben nicht nur in Thüringen, sondern in ganz Deutschland etliche Firmen in die Knie gezwungen.

17.850 Unternehmen sind im Jahr 2023 in Deutschland offiziell pleite gegangen. Der Finanzinformationsdienst „Crif“ rechnet im laufenden Jahr sogar mit rund 19.800 Firmen, die der Todesstoß trifft. Warum ausgerechnet die Zahlen aus Thüringen überraschen, erfährst du hier.

Thüringen: Zahlen aus dem Freistaat überraschen

In allen Bundesländern sind laut Finanzinformationsdienst „Crif“ die Insolvenz-Zahlen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Besonders viele Pflege-Einrichtungen, Call-Center, gastronomische Betriebe, Fitnessstudios und private Sicherheitsdienste haben das Handtuch geworfen, wie die Deutsche Presseagentur (dpa) schreibt. Auch wenn „Crif“-Geschäftsführer Frank Schlein nicht von einer „Insolvenzwelle“ spricht, seien die Zahlen im vergangenen Jahr mitunter „alarmierend“ angezogen.

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In Bremen herrscht die höchste Inflations-Dichte. Das bedeutet: 113 Pleiten je 10.000 Unternehmen. Der Bundesschnitt liegt übrigens bei 59 Pleiten je 10.000 Firmen. Berlin liegt direkt hinter Bremen, mit 100 Insolvenzen. Die Zahlen für Thüringen hingegen überraschen. Denn der Freistaat hat mit 38 Pleiten je 10.000 Unternehmen den niedrigsten Wert.


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Schlein zeigt sich auch für den Rest von Deutschland zuversichtlich: „Der Großteil der Unternehmen ist weiterhin finanziell gut aufgestellt, auch wenn eine steigende Anzahl an Großinsolvenzen zu weiteren Insolvenzen führen kann.“ Auch wenn die Zahlen der Pleiten steigen, bewegen wir uns mit den 19.800 geschätzten Insolvenzen im Jahr 2024 in etwa auf „Vor-Corona-Niveau“. 2018 gaben 19.552 Firmen im Land den Betrieb auf, 2019 waren es 19.005. (vs mit dpa)