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Falsche Messerattacke in Weimar – und echter Großeinsatz der Polizei

Telefonzelle
Foto: Marius Becker, dpa
  • Aufregung wegen vermeintlicher Messerattacke in Weimar
  • Polizei ermittelt nun wegen Notrufmissbrauchs

Die Messerangriffe in Weimar haben möglicherweise einen Trittbrettfahrer auf den Plan gerufen. Der Unbekannte sorgte in der Nacht zum Sonntag für einen Großeinsatz der Polizei.

Nach Angaben der Beamten vom Montag sei gegen 1.30 Uhr ein Notruf eingegangen. Der Mann am anderen Ende der Leitung schilderte dabei eine Auseinandersetzung zwischen zwei Asylbewerbern, die schließlich in einer Messerstecherei endete.

Notruf aus der Schillerstraße – aber niemand da

Als die Polizei mit einem größeren Aufgebot am angegebenen Ort – der Schillerstraße – anrückte, fand sie niemanden. Auch sonst lagen keine Hinweise auf eine Attacke vor. Deshalb gehen die Beamten jetzt von einem Notrufmissbrauch aus – und ermitteln gegen den unbekannten Anrufer.

Weimarer Polizei bittet um Zeugenhinweise

Die 110 soll aus einer Telefonzelle nahe der Schillerstraße 4 gewählt worden sein. Zeugen, die Hinweise zu dem Vorfall geben können, werden gebeten, sich telefonisch unter der Nummer (03643) 88 20 zu melden.

Messerattacken in der vergangenen Woche

In der vergangenen Woche hatten in Weimar mehrfach Messerattacken für Aufsehen gesorgt: Am Mittwoch wurde ein 18-Jähriger auf offener Straße erstochen, am Samstag eskalierte ein Streit zwischen einem 17- und einem 23-Jährigen.