Weimar: Paar will Kreuzfahrt machen und erlebt Corona-Hölle – „Es hieß, es bestehe keine Gefahr“

Ein Ehepaar aus Weimar berichtet von seiner dramatischen Corona-Kreuzfahrt... (Symbolbild)
Ein Ehepaar aus Weimar berichtet von seiner dramatischen Corona-Kreuzfahrt... (Symbolbild)
Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Kazuki Wakasugi

Weimar. Nach jahrelanger harter Arbeit wollte sich ein Ehepaar aus Weimar den wohlverdienten Urlaub gönnen. 30 Tage am Stück wollten sie die Auszeit genießen.

Zu Beginn der Reise im Februar vergangenen Jahres konnte das Paar aus Weimar allerdings noch nicht damit rechnen, was auf sie zukommen sollte.

Weimar: Kreuzfahrt entpuppt sich als Albtraum

Eine Kreuzfahrt von Miami über den Atlantik zurück bis Italien – klingt nach einem perfekten Plan. Nach Jahrzehnten im stressigen Berufsalltag verwirklichte sich das Ehepaar aus Weimar diesen Traum. Anfang 2020 war von der Corona-Pandemie noch kaum die Rede: „Es hieß, es bestehe keine Gefahr“, berichtet das Paar dem MDR. Daher machten sich die Eheleute voller Vorfreude auf die Reise.

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Die wohlverdiente Auszeit entpuppte sich schnell als Albtraum. Der MDR berichtet jetzt vom tragischen Schicksal der Weimarer. Denn auf dem Schiff infizierte sich das Ehepaar mit dem Coronavirus. Nicht nur sie, sondern auch der Großteil der anderen Passagiere erkrankten teils schwer.

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„18 von ihnen, die wir namentlich kennen, mit denen wir am Tisch saßen oder mit denen wir uns immer wieder mal auf Deck getroffen haben, sind tot. Gestorben an Covid-19“, erklären die Eheleute. Die Situation an Bord des Kreuzfahrtschiffes habe sich schnell zugespitzt.

Infektion begleitet das Ehepaar seit über einem Jahr

Bis heute haben die beiden nach eigenen Angaben mit dem tückischen Virus zu kämpfen. Der Mann sei weiterhin Long-Covid-Patient. Seine Lunge weise starke Schäden auf und auch seine Stimmbänder seien während der künstlichen Beatmung angegriffen worden. Laut MDR sah es zu Beginn noch schlechter für den 72-Jährigen aus...

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Das vergangene Jahr war für das Pärchen aus Weimar sehr schwer. Im Lockdown musste es auf den Kontakt zu seinen Kindern und Enkeln verzichten. Trotzdem haben beide den Mut nicht verloren. Seit 43 Jahren sind sie verheiratet – und betonen, dass ein Virus das nicht zerstören kann. (neb)