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Weimar: Alarm in sieben Ortsteilen! Das steckt dahinter

Plötzlich heulen in sieben Ortsteilen in Weimar die Sirenen. Das hat einen wichtigen Grund. Hier erfährst du mehr.

Weimar
u00a9 IMAGO / Christian Ohde

Sirenenwarnsystem: Das bedeuten die unterschiedlichen Signale

Nach den jüngsten Hochwasserkatastrophen fordern mehrere Landkreise, neue Signale für das Sirenenwarnsystem einzuführen. Doch was bedeuten die bereits bestehenden Signale eigentlich?

Es ist wieder so weit: Um 11 Uhr heulen die Sirenen – auch in sieben Ortsteilen in Weimar!

Keine Panik, wenn du sie hörst. Der Alarm läutet in Weimar aus einem ganz bestimmten Grund.

Weimar: Plötzlich heulen die Sirenen

Vielleicht erinnerst du dich noch: Vor gut zwei Jahren fand in ganz Deutschland der letzte so genannte „Warntag“ statt. In einer gemeinsamen Übung mit vielen teilnehmenden Kommunen wurde dabei getestet: Ist das Alarm-System in der Bundesrepublik auf den Ernstfall vorbereitet?

Nicht so wirklich, wie sich herausstellte. Die Warntag-Premiere war jedenfalls von zahlreichen Problemen geplagt. Die Sirenen heulten zwar fast alle vorbildlich, an der neuen Technik hakte es aber gewaltig. Die verschiedenen Warn-Apps wie „NINA“ oder „Katwarn“ warnten zum Teil mit einer deutlichen Verzögerung.

Weimar: Nächster Warntag

Zeit also für Anlauf zwei, bei dem sich hoffentlich zeigen wird, dass man aus den Fehlern in der Vergangenheit gelernt hat. Am Donnerstag, den 8. Dezember, werden in Weimar in den Ortsteilen Gelmeroda, Niedergrunstedt, Possendorf, Taubach, Legefeld, Holzdorf und Gabendorf jeweils die Sirenen heulen. Los geht’s dabei um 11 Uhr.

Es werden jeweils sechs Töne von je fünf Sekunden gespielt. Dazwischen gibt es eine ebenfalls fünf Sekunden lange Pause. Um 11.45 Uhr wird dann durch einen Dauerton entwarnt. Auch über Handys, im Radio und anderen Medienhäusern wird an diesem Tag Warnungen ausgelöst.

Neues Warnsystem kommt zum Einsatz

Dass eine solche Infrastruktur wichtig ist, zeigt nicht zuletzt die Katastrophe im Ahrtal 2021 oder die Schlammlawine im Eichsfeld in diesem Jahr (wir berichteten).


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Beim Warntag 2022 kommt zum ersten Mal auch das neue Warnsystem Cell Broadcast zum Einsatz. Bei dem System werden Nachrichten wie Rundfunksignale an alle kompatiblen Geräte geschickt, die in einer Zelle eingebucht sind. Im Gegensatz zu anderen Warnsystemen wie Nina oder Katwarn muss man keine App haben, um alarmiert zu werden. (bp/dpa)