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Thüringer Stadt macht Schluss! Schülern könnte die Hunger-Pause drohen

Der Streit zwischen einer Stadt in Thüringen und einem Caterer ist jetzt eskaliert. Wieso Schülern jetzt eine Hunger-Pause drohen könnte, liest du hier.

Einer Stadt in Thüringen reicht es. Sie macht Schluss mit ihrem bisherigen Schul-Caterer.
Einer Stadt in Thüringen reicht es. Sie macht Schluss mit ihrem bisherigen Schul-Caterer. (Symbolbild) Foto: picture alliance/dpa | Monika Skolimowska

Eine Stadt in Thüringen reicht es – sie macht Schluss. Die drastischen Konsequenzen betreffen dabei vor allem Schüler.

Ein Catering-Unternehmen soll die Preise fürs Mittagessen an den Schulen erhöht haben – ohne die Zustimmung der Stadt in Thüringen. Müssen Schüler jetzt etwa in der Pause hungern?

Thüringen: Stadt beendet Zusammenarbeit

Betroffen sind Schüler in Eisenach. Bis zum 31. Juli 2023 werden die städtischen Schulen noch von dem Caterer beliefert, doch danach ist Schluss. „Obwohl die Stadt Eisenach einer Erhöhung der Preise nicht zugestimmt hat, wurde diese durch die Firma einseitig gegenüber den Eltern durchgesetzt“, heißt es in einer Mitteilung.

Zuletzt mussten die Essens-Preise am 1. August 2022 angezogen werden – sowohl Stadt als auch Caterer waren sich darüber einig. „Gründe für diese Preiserhöhung waren die Erhöhung des Mindestlohnes beziehungsweise gestiegene Waren- und Energiekosten, die die Firma nicht kompensieren konnte“, so die Stadt Eisenach.

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Doch wieso der Caterer die Preise ein zweites Mal zum 1. Januar 2023 angehoben hat, bleibt offen. Die Stadt Eisenach habe bei der Firma nachgehakt, doch „eine Offenlegung der Kalkulation durch den Caterer in den erforderlichen Einzelheiten erfolgte nicht […].“ Die Verantwortlichen der Stadt konnten daher ohne ausreichende Begründung der zweiten Preiserhöhung nicht zustimmen.

Thüringen: Eisenach prüft rechtliche Schritte

Aus Sicht der Stadt Eisenach hat der Caterer damit gegen den Vertrag verstoßen – denn laut diesem müssten beide Parteien bei Preisänderungen zustimmen. Auf eine Abmahnung im Dezember 2022 habe die Firma nicht reagiert – jetzt prüft die Stadt, ob rechtliche Schritte eingeleitet werden können und Eltern zu viel gezahltes Geld wiederbekommen könnten.


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Ob die betroffenen Schüler ab 1. August 2023 ohne Mittagessen dastehen, konnte eine Sprecherin der Stadt auf Thüringen24-Nachfrage nicht beantworten. Die Caterer-Stelle soll erst noch ausgeschrieben werden – bislang stehe kein Nachfolger fest.