Rot-Weiß Erfurt positioniert sich vor Deutschland-Spiel eindeutig: „Ein Zeichen setzen“

Der FC Rot-Weiß Erfurt will ein Zeichen für Toleranz setzen. (Archivbild)
Der FC Rot-Weiß Erfurt will ein Zeichen für Toleranz setzen. (Archivbild)
Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress | Michael Kremer/Geisler-Fotopress

Erfurt. Was in München verboten wurde, wird in Erfurt nun möglich gemacht: Der FC Rot-Weiß Erfurt will am heutigen Spieltag beim EM-Spiel Deutschland gegen Ungarn ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz setzen.

Auf Facebook kündigt der Fußballverein an, weshalb das Hauptgebäude des Steigerwaldstadions heute Abend mal völlig anders aussehen wird.

FC Rot-Weiß Erfurt schießt gegen UEFA-Beschluss

Auch am FC Rot-Weiß Erfurt ist die derzeit größte Debatte über die Europameisterschaften 2021 nicht vorbei gegangen.

Am Dienstagvormittag hatte die UEFA erklärt, dass das Münchner Stadion während des Spiels gegen Ungarn nicht in Regenbogenfarben erstrahlen darf. Die Regierung um Orban hatte erst kürzlich ein Gesetz gegen „Werbung“ für Homosexualität verabschiedet.

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Dafür werden nun an anderen Stellen Zeichen gesetzt. Beispielsweise will die Stadt München das Rathaus mit Regenbogenflaggen versehen und ein Windrad nahe dem Stadion entsprechend bunt gestalten. Auch das Berliner Olympiastadion wird leuchten.

Bei dieser Bewegung will nun auch der FC Rot-Weiß Erfurt mitziehen.

FC Rot-Weiß Erfurt lässt Steigerwaldstadions bunt leuchten

„Sowohl die Betreiber des Steigerwaldstadions als auch der FC Rot-Weiß Erfurt lehnen jegliche Form von Diskriminierung ab und stehen für Vielfalt und Toleranz“, schrieb der Fußballverein am Dienstagnachmittag auf Facebook.

So soll auch das Hauptgebäude des Erfurter Stadions zum Zeitpunkt des EM-Spiels Deutschland gegen Ungarn aus Solidarität in Regenbogenfarben leuchten.

Damit wolle man „ein Zeichen dafür setzen“, dass jeder lieben darf, wen er will.

Mit dem Verbot schießt sich die UEFA somit ein kunterbuntes Eigentor und sorgt im Endeffekt für umso mehr Farbe in Deutschland. (mkx)